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Macau schließt wegen Coronavirus 41 Casinos für 15 Tage

Dieter Maroshi, 5. Februar 2020, Wirtschaft

Coronavirus zwingt Casinos auf Macau zur Schließung / Shutterstock.com

Die einstige Kolonie Portugals Macau, hat seine Wirtschaft rund um das Thema Glücksspiel aufgebaut. Doch aktuell geht die Gesundheit der dort lebenden und im Urlaub verweilenden Menschen vor. Denn in China ist das Coronavirus ausgebrochen. Eine weitere Verbreitung gilt es zu verhindern. Am gestrigen Dienstag kam die Bestätigung von Generaldirektor Ho Iat Seng, dass sämtliche 41 Spielbanken auf Macau ihre Pforten schließen müssen. Die Schließung ist vorerst auf 15 Tage festgelegt. Die Maßnahme greift, beginnend mit dem heutigen Mittwoch.

Dass diese Maßnahme verlängert werden kann, sollte sich die Lage in China bezüglich der Krankheitswelle nicht entspannen, scheint naheliegend. Aktuell sieht die Lage leider so aus, dass sich das Coronavirus auf dem chinesischen Festland relativ zügig verbreitet. Und auch die Nachbarländer sind schon stärker betroffen. Damit setzt der Krankheitserreger der Wirtschaft in der Sonderverwaltungszone Macau einen herben Schlag zu.

Was gilt es bei der Schließung von Casinos auf Macau zu berücksichtigen?

Natürlich ist den Entscheidungsträgern nur zu bewusst, dass sie ihre eigene Wirtschaft damit schwächen. Doch derzeit geht es mehr darum, die Bewohner von Macau zu schützen. Immerhin reden wir hier von einem Urlaubsort, wo Touristen sich in Massen in den 41 Casinos versammeln. Es ist tatsächlich kaum auszudenken, wie schnell sich der Coronavirus unter diesen Bedingungen verbreiten könnte. Die Sorge kommt nicht unbegründet. Denn bereits jetzt sind in der Spielermetropole immerhin zehn Fälle gemeldet worden. Fraglich bleibt an diesem Punkt nur, wie mit den Mitarbeitern der Spielcasinos zu verfahren ist.

Einerseits wurde beschlossen, dass die Casinos auf Macau ihren Angestellten eine Bleibe stellen müssen. Eine Rückkehr zu ihrem Zuhause ist möglich, wird aber aktuell nicht geraten. Dahingegen besteht auf eine Weiterbezahlung der Angestellten keine Garantie. Die Regierung bittet jedoch darum. Die Schließung der Casinos ist eine effektive Maßnahme die Verbreitung des Virus vor Ort zu unterbinden. Tatsächlich wäre das Wirtschaften der Etablissements vermutlich sowieso herb geschwächt worden. Denn mit bislang über 20.000 gemeldeten Fällen des Coronavirus auf dem chinesischen Festland, erwägt die Sonderverwaltungszone seine Grenzen nach China zu schließen. Damit wäre der größte Teil des Besucherstroms ohnehin zum Erliegen gekommen.

Einen Tag vor der Schließung: Schon jetzt ließ sich erkennen, dass es keinen Sinn macht die Arbeit in den Casinos aufrechtzuerhalten. Neben wenigen Croupiers mit Atemmaske, müssen die Spieler auf Macau aktuell schon sehr gezielt gesucht werden. Die Marke von 38 Milliarden US-Dollar, die Macau mit seinen Casinos in 2019 eingenommen hat, macht deutlich welche Umsatzeinbußen eine Schließung für zwei Wochen bedeutet.

Macau-Touristen: Rückgang um 87 Prozent im Januar 2020

Spieler aus China bleiben aus / Shutterstock.com

Im Jahr 2019 waren ungefähr 40 Millionen Besucher zu Gast auf Macau. Selbst die großen Namen aus Las Vegas, wie Sands oder Wynn, nehmen heutzutage ihre größten Gewinne dort ein. Kleine Rückschläge hat es vor Ort ebenfalls gegeben. Doch grundsätzlich ist die gesamte Wirtschaft auf Macau auf Glücksspiel ausgerichtet. So kamen Einnahmen im Gegenwert von ca. 38 Milliarden US-Dollar im vergangenen Geschäftsjahr zustande. Kein Wunder, sind die Spielcasinos doch rund um die Uhr geöffnet. Und dies gilt für alle 365 Tage im Jahr. Das Grand Lisboa gilt als Kern der Spielermetropole. Dort ist es bisweilen gar nicht so einfach, einen Platz an den Spieltischen zu ergattern.

Doch im Januar 2020 ist es anders. Regierungschef Ho Iat Seng bringt es auf den Punkt: „Es ist eine sehr schwierige Entscheidung, aber wir müssen es tun: für die Gesundheit der Bürger“. Damit meint er die Schließung der Casinos und in der Erweiterung dazu den in Erwägung gezogenen Einreisestopp vom chinesischen Festland. Dabei hat das Coronavirus schon vor dieser Entscheidung seine Spuren hinterlassen. Denn die Anzahl der Touristen ist im Vergleich zum Vorjahr im Januar um 87 Prozent zurückgegangen. Schon vor den Casinos schlossen die Ämter und Schulen. Dass die Spielbanken folgten, war nach zwei Infizierten Angestellten die logische Konsequenz.

Macau in der Rezession: Schon vor dem Jahr 2019 gingen die Umsätze leicht zurück. Der Coronavirus sorgt in 2020 dafür, dass die Spielermetropole vor dem chinesischen Festland einen schweren Start ins Neue Jahr erlebt.

Wie lange bleiben die Casinos auf Macau wirklich geschlossen?

15 Tage sind geplant. Doch aktuell scheint dieser Zeitraum reinste Utopie. Derzeit sind weltweit 24.534 Fälle des Coronavirus gemeldet. 24.324 Infizierte leben auf dem chinesischen Festland. Das restliche Asien folgt mit 112 Fällen, wohingegen in Europa 26, in Nordamerika 15 und in Ozeanien zwölf bestätigte Meldungen vorliegen. Macau selber hat zehn Infizierte gezählt. Die hohe Anzahl an Patienten in China lässt jedoch vermuten, dass die Krankheitswelle nicht schon Mitte Februar sein Ende findet. Demzufolge könnten die Spielbanken auf Macau für längere Zeit geschlossen bleiben.

Tote gab es auf Grund des Virus bislang nur in Asien. Insgesamt fielen 492 Erkrankte dem Coronavirus zum Opfer. Die Zahl wird über die nächsten Tage weiter ansteigen. Auf Macau werden die Einwohner darum gebeten, zuhause zu bleiben. Die Wohnungen sind bestenfalls nur dann zu verlassen, wenn der Einkauf zu erledigen ist. Nicht nur für die Wirtschaft auf Macau, sondern vielmehr für die Menschen in Asien und auf der ganzen Welt ist  zu hoffen, dass das Coronavirus sich schnellstmöglich gezielt bekämpfen lässt. Der Spiegel hat weitere Informationen vorbereitet.

Macau schließt wegen Coronavirus 41 Casinos für 15 Tage 1200 1000 2020-02-05 08:34:48 Online-Casino.de

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