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Macau: Weniger Gäste und mehr Verbrechen

Christian Webber, 3. August 2016, Wirtschaft

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Macaus ist noch immer das Glücksspielmekka der Welt. Nirgendwo lassen Spieler mehr Geld in den Casinos als dort. Dennoch gibt es derzeit keine guten Meldungen in der chinesischen Sonderverwaltungszone. Denn die Gäste werden weniger. Nicht nur das. Zunehmen tut hingegen das Verbrechen in Bezug auf Glücksspiel.

Es ist noch gar nicht lange her, da wollte sich die Glücksspielmetropole als Ausflugsziel für Familien etablieren. Entsprechende Resorts und Vergnügungsstätten haben eröffnet. Das Ziel „Casino-Urlaub“ ist bislang aber nicht aufgegangen. Aber vielleicht wäre die Anzahl der Besucher ohne diese Maßnahme auch noch weiter gesunken.

Entwicklung der Besucher in Macau

Zunächst ist eine positive Entwicklung der früheren Jahre festzuhalten. In der ersten Hälfte des Jahres 2010 kamen insgesamt 102.164 Millionen Macau-Pataca herein. Die besten Monate waren hier der Mai und Juli. Zum Jahr 2011 war ein großer Anstieg zu erkennen. Die ersten sechs Monate brachten direkt 148.338 Millionen Macau-Pataca ein. Die stärksten Monate waren identisch.

Machen wir jedoch ein Sprung auf die ersten Halbjahre von 2015 und 2016, so ist ein deutlicher Abstieg zu erkennen. Im vergangenen Jahr waren es insgesamt noch 140.260 Millionen Macau-Pataca. Hier waren der Januar und der März am stärksten ausgeprägt. Der Abfall zum Jahresende kam nicht von ungefähr. Denn die ersten sechs Monate brachten nur Einnahmen in Höhe von 125.561 Millionen Macau-Pataca ein. Damit ist ein Rückgang von über 10 Prozent zu verzeichnen.

Der Einbruch der Casino-Branche ist jedoch kein spezifisches Problem von Macau. Las Vegas schwächelt schon länger und auch die Casinos in Deutschland haben zum Teil große Probleme Gäste und Einnahmen zu bekommen. Bei Macau gehen die Sorgen jedoch noch weiter.

Glücksspielverbrechen in Macau nehmen zu

Während der Glücksspielsektor schon seit über zwei Jahren, in Bezug zu den Einnahmen, abbaut, gibt es neue Erkenntnisse aus dem Bereich der Kriminalität. Dies wird dem Image der Sonderverwaltungszone nicht gut tun.

Eine Schließung des Greek Mythology Casinos vor zwei Wochen, welche nur vorübergehend durchgesetzt wurde, passt hier ins Bild. Bemängelt wurden unter anderem die blockierten Notausgänge und das System zur Löschung von Bränden. Im MGM wurde trotz Rauchverbot gequalmt. Nicht zuletzt ist dies auf fehlende Ausweisungen des Rauchverbots zurückzuführen.

Wird das Jahr 2016 mit dem Vorjahr verglichen, so hat sich die Anzahl der Glücksspiel-Straftaten um über 15 Prozent erhöht. Ein Beispiel ist das Einschließen von Gästen, die ihre Hotel-Rechnungen nicht bezahlten konnten. Diese wurden festgehalten, bis ein Angehöriger das Geld beschafft hatte. Aber auch illegale Leihgeschäfte fallen in diese Kategorie.

Bildquelle: Fotolia/jojje11 (Bild-ID: #79239550)

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