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Malta plant Legalisierung von Kryptowährungen (Bitcoin & Ethereum)

Dieter Maroshi, 31. Juli 2017, Technik

Bitcoin überflügelte 2017 den Gold-Kurs (Bildquelle)

Malta möchte zukünftig den Weg für die Kryptowährungen freimachen. Im Sektor des Glücksspiels ist der Insel-Staat Malta unlängst für seine finanz- und steuerfreundlichen Gesetze bekannt. Eine Kryptowährung erlaubt das bargeldlose Bezahlen. Geld wird verschickt, vergleichbar einer E-Mail. Nur dass jede Adresse nur einmalig zu verwenden ist. Entsprechende Zahlungsmethoden sind in der Casino-Branche im Kommen. Daher ist es kaum verwunderlich, dass Malta sich um eine legale Verwendung der virtuellen Bezahlmethode bemüht.

Im Blickpunkt stehen hierbei insbesondere zwei Namen: Bitcoin und Ethereum. Malta bestreitet den Haushalt zu einem guten Teil durch die Einnahmen aus dem Online-Glücksspiel. Unternehmen aus zahlreichen Ländern siedeln sich vor Ort an, um in den Genuss von steuerlichen Vergünstigungen zu kommen. Das Bezahlen via Kryptowährung könnte zum Vorteil für Unternehmen und Spieler sein. Noch ist diese Art der Transaktion jedoch umstritten.

Malta Gaming Authority gibt Studie in Auftrag

Malta möchte die Kryptowährungen legal für Online-Casinos vor Ort bereitstellen. Entsprechende Pläne werden vorangetrieben. Um letzte Zweifel auszuräumen, Chancen und Risiken zu analysieren, sowie eine Einschätzung über den Nutzen geben zu können, wurde jetzt eine Studie in Auftrag gegeben. Dies ist ein weiterer Schritt der Malta Gaming Authority (MGA) hin zur Kryptowährung. Allerdings ist es unwahrscheinlich, dass die Umsetzung noch im Jahr 2017 stattfindet. Denn die Ergebnisse der Studie sollen erst im letzten Quartal vorliegen. Erst kürzlich wurde ein Whitepaper veröffentlicht, welches im Hinblick auf das Online-Spielen erstellt wurde. Unter den Schlüsselfaktoren für die Zukunft wurden die Kryptowährungen bereits angesprochen. Die Untersuchung bezog sich auch auf die Tatsache, was unternommen werden muss, um mit der Technologie Schritt halten zu können. Die MGA hält Bitcoin und Co für sicher. Darüber hinaus wird dieses Verfahren wegen des Wettbewerbsvorteils in Erwägung gezogen. Joseph Cuschieri äußerte sich in seiner Rolle als Vorstandsvorsitzender der MGA zum Thema.

„Die Art und Weise, wie die Regierung die Kryptowährungen umsetzt, wird zu gegebener Zeit und nach der Durchführung der Risikobewertung, bekanntgegeben. Sobald die Ergebnisse der Studie ausgewertet wurden, bezieht die MGA Stellung zur Verabschiedung von Kryptowährungen.“

Malta: Technologische Spitze bei Online-Casinos und Kryptowährungen

Malta fährt aktuelle eine aggressive Strategie um seine Vormachtstellung im Bereich des Online-Glücksspiels auszubauen. Durch den Brexit wird Gibraltar England zugeordnet, womit die Konkurrenz geschwächt wurde. Dennoch ist von Seiten Joseph Muscats, Ministerpräsident von Malta, zu vernehmen, dass entscheidende Innovationen nicht ausgelassen werden dürfen. Weiterhin führt er aus, dass „wir diejenigen sein müssen, die andere kopieren“ und nicht umgekehrt. Über die vergangenen Jahre wurden genügend Informationen zum Thema eingeholt. Laut Muscat ist jetzt die Zeit zum Handeln gekommen.

Mit diesem Entschluss sind jedoch einige Probleme zu umschiffen. Dazu gehören Maßnahmen zum Verbraucherschutz. Auch das Thema Geldwäsche, insbesondere im Zusammenspiel mit der Konkurrenz aus dem Ausland, wird Thema werden. Maltas Offenheim gegenüber der Technologie lässt sich im Fundament der Wirtschaftskraft suchen, welche sich auf die Online-Casinos gründet. Mit dem Schaffen einer Infrastruktur für Kryptowährungen sollen auch neue Investoren nach Malta gelockt werden. Dies gab Cushieri selber zu verstehen, ergänzte jedoch, dass Malta die Auswahl trifft. Denn wer glaubt die Gesetze oder die Gerichtsbarkeit unterlaufen zu können, ist nicht willkommen. Die Offiziellen auf Malta sehen die Blackchain-Technologie am ehesten geeignet, die Interessen ihrer Partner und deren Spieler zu schützen, illegales Verhalten einzudämmen und das Glücksspiel zu regulieren.

Blockchain: Im Zuge der Umsetzung von Kryptowährungen ist immer von der Blockchain die Rede. Das Konzept beschreibt dezentrale, transparente und doch unveränderliche Überweisungen. In der Szene ist eine Floskel bekannt: „Be your own bank“. Vornehmlich geht es darum, bei der Verwaltung von Geld nicht mehr von den großen Organisationen abhängig zu sein. Kryptographische Verfahren gewähren hierbei ein hohes Maß an Sicherheit.

Sliema hat bereits den ersten Bitcoin-Geldautomaten aufgestellt

Bitcoins über Bankautomaten beziehen (Bildquelle)

An der Nordostküste der Insel Malta ist Sliema gelegen. Eine Stadt, die für ihre vielfältigen Einkaufsgelegenheiten bekannt ist. Ein lokales Start-Up hat jetzt den ersten Bitcoin-Automaten in Sliema aufgestellt. Die Nutzer haben folgende Möglichkeiten: Einerseits können Bitcoins erworben werden. Weiterhin ist es möglich, den Kontostand des virtuellen Zahlungsmodells via Q  R-Code abzurufen. Technisch umgeht der Krypto-Automat einige Hürden. So ist beispielsweise keine Anmeldung bei einem Austausch-Service im Web mehr nötig.

Allerdings möchte das Start-Up ebenfalls verdienen. Daher ist es kaum verwunderlich, dass Gebühren für die Benutzung einbehalten werden. In diesem Fall sind es acht Prozent je Transaktion. Im Internet sind Geldwechsel günstiger möglich, beispielsweise ab 1,49 Prozent für die Banküberweisung oder 3,99 Prozent mit der Kreditkarte. Allerdings müssen hierbei noch Wechselkurse berücksichtigt und Bankgebühren für die Überweisung einberechnet werden. Ein Vorzug der Bitcoin-ATM ist, dass der Wechsel sehr schnell vonstattengeht. Online kann durch die Überprüfung der ID ein Zeitrahmen von bis zu 24 Stunden verstreichen, bevor ein Wechsel durchgeführt ist. Ziel des Automaten ist, die Technologie einem größeren Publikum bereitzustellen. Wer über den Bitcoin-Geldautomaten einen Wechsel vornimmt, kann sich die Bestätigung per Telefon oder Mail zukommen lassen.

Unabhängig: Über Kryptowährungen ist Geld ohne Grenzen zu verschicken. Es braucht kein Geldinstitut mehr, nur noch einen Absender und einem Empfänger.

Malta plant Legalisierung von Kryptowährungen (Bitcoin & Ethereum) 300 250 2017-07-31 15:04:56 Online-Casino.de

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