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Mehrwertsteuer auf Bitcoin-Wechsel entfällt

Martin Hill, 2. November 2015, Steuern

Bislang gab es keine Regelung, ob der Umtausch von Euros in Bitcoins mehrwertsteuerpflichtig ist. Nach einer Entscheidung des EuGH ist keine MwSt. fällig. Dies betrifft allerdings nicht die Gewinne, welche mit dem Handel erzielt werden. Diese müssen nach wie vor versteuert werden. Lediglich beim Umtausch entfällt die Mehrwertsteuer.

Hier musste das Gericht eine Abwägung zwischen Zahlungsmittel oder Dienstleistung tätigen. Was ist der Bitcoin? Die Richter sind zu der Entscheidung gelangt, dass es sich um ein Zahlungsmittel handelt. Ähnliche wie Banknoten werden jetzt auch Bitcoins von der Mehrwertsteuer ausgenommen.

Schweden: So wurde die Verhandlung in Gang gesetzt

Den Prozess hat David Hedquist heraufbeschworen. Eine eigentlich einfache Frage hat den Stein ins Rollen gebracht. Er wollte wissen, ob auf einer Online-Plattform der Umtausch von Bitcoins in Fremdwährungen der Umsatzsteuer unterliegt.

Diese Frage stellte er der Umsatzsteuerkommission in Schweden. Es wurde die gleiche Antwort gegeben, wie jetzt vom EuGH. Allerdings vertrat die Steuerbehörde des Landes eine andere Auffassung. Hier wurden diese Transaktionen als Dienstleistung definiert und wären somit umsatzsteuerpflichtig gewesen.

Der Sachverhalt landete vor dem Gericht im Luxemburg.

Auswirkungen des Gerichtsbescheids für Deutschland

Deutschland hat für eine Regelung mit Umsatzsteuer bei den Bitcoins plädiert. Die Argumentation lautete darauf, dass der Staat bei den gesetzlichen verwendeten Zahlungsmitteln eine hoheitliche Aufgabe wahrnimmt. Dies ist beim Bitcoin nicht der Fall und deswegen hätte, nach Auffassung Deutschlands, Umsatzsteuer draufgeschlagen werden dürfen.

Dennoch ist auch hier zu beachten, dass beim Kauf und Verkauf innerhalb eines Jahres Gewinne zu versteuern sind. Auf die Abgeltungssteuer, wie sie bei Aktion anfällt, wird jedoch verzichtet. Bei der Steuererklärung fallen Gewinne und Verluste mit Bitcoins unter „Sonstige Einkünfte“.

Wird Bitcoin irgendwann zur Hauptwährung?

Eine digitale Währung wurde oftmals schon diskutiert. Banknoten unterliegen der Verfälschung und für Münzen werden Metalle benötigt. Warum also nicht eine Bargeldlose-Gesellschaft einführen, wo digital und mit Karten bezahlt wird. Auch der Bargeld-Diebstahl wäre ausgeschlossen.

Bitcoin hätte hier aber noch einen sehr weiten Weg vor sich. Denn das Zahlungsmittel ist vielfach gar nicht bekannt. Obwohl 60.000 Händler ein Bezahlen mit der digitalen Währung erlauben, ist die Variante noch nicht bei der breiten Masse des Volkes angekommen.

Ein wichtiger Schritt wäre, wenn Firmen anfangen die Gehälter der Mitarbeiter digital und bestenfalls in Bitcoins zu bezahlen. Derzeit zeichnet sich eine solche Entwicklung aber nicht ab. Digitale Bezahlmethoden werden weiter heiß diskutiert werden. Eine Lösung, welche Händler, Unternehmen und Arbeitnehmer gleichermaßen zufriedenstellt und dabei noch massentauglich ist, muss aber noch gefunden werden.

Mehrwertsteuer auf Bitcoin-Wechsel entfällt 900 187 2017-01-11 13:10:21 Online-Casino.de

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