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Novomatic Admiral darf in Österreich Automaten aufstellen

Martin Hill, 6. September 2017, Wirtschaft

Bildquelle: Novomatic Gruppe

Novomatic ist der größte Glücksspielkonzern in Österreich und einer der größten Unternehmen dieser Art weltweit. Ihre Heimat ist Niederösterreich. Dort musste das österreichische Traditionsunternehmen aber lange kämpfen, um Automaten aufstellen zu dürfen. Bereits 2012 ist die Konzession erteilt wurde. Nach eingehenden Klagen der Konkurrenten, wurde aber erst kürzlich Klarheit geschaffen. Novomatic ist jedoch nicht das einzige Unternehmen, welches die Erlaubnis zum Betrieb von Automaten in Niederösterreich erhalten hat.

Die Novomatic AG hatte die Erlaubnis schon vor längerer Zeit erhalten, diese wurde jetzt nochmals gerichtlich bestätigt. Jetzt wird das Tochterunternehmen Admiral mit der Aufstellung betraut. Allerdings darf die Amatic Entertainment AG aus Oberösterreich ebenfalls einige Spielautomaten in den Betrieb nehmen. Jetzt gilt es noch eine finale Frage zu klären: Wo dürfen wessen Automatenspiele aufgestellt werden?

Novomatic Admiral vs. Amatic Entertainment: Der Deal im Detail!

Wenn wir auf das Jahr 2012 zurückblicken, entdecken wir die Genehmigung ür Novomatic Automaten in Niederösterreich aufzustellen. Denn in diesem Jahr wurde die Lizenz offiziell vergeben. Allerdings waren diverse Konkurrenten des Traditionsunternehmens nicht einverstanden und klagten. Entsprechende Beschwerden haben jetzt tatsächlich gefruchtet. Denn nicht nur Novomatic Admiral darf jetzt Spielautomaten aufstellen, sondern auch Amatic Entertainment. Es handelt sich jeweils um Unternehmen aus Österreich, welche den Zuschlag erhalten haben. Die Entscheidung bezüglich dieser Zweiteilung soll vom Landesverwaltungsgericht bereits Ende Juli gefällt worden sein. Nach Aussage beider Unternehmen wurden keine Rechtsmittel eingelegt. Somit ist der Entscheid verbindlich. Lediglich Details gilt es noch auszuarbeiten.

Ungleichgewicht: Novomatic ist das größere Unternehmen und hat seine Machtstellung in Österreich halten können. Denn Admiral erhält die Erlaubnis zum Betrieb von 1.165 Geldspielgeräten in Niederösterreich. Amatic Entertainment darf unterdessen lediglich 210 Slots betreiben und stellt somit nur ein kleines Gegengewicht dar.

Beide Parteien zu Wort kommen lassen: Was sagen Admiral und Amatic?

Tatsächlich wird Novomatic davon ausgegangen sein, den Zuschlag zu erhalten. Das Kartellgericht verhinderte bereits den mehrheitlichen Einstieg bei Casino Austria. Jetzt dürfen dennoch legal in Niederösterreich Automaten aufgestellt werden. Novomatic verkündete den Deal am vergangenen Dienstag als perfekt und enthüllte weitere Details: Anstelle von zehn Jahren gilt die Erlaubnis sogar für 15 Jahre. Zudem darf sich der Tochterkonzern Admiral nicht nur um die Aufstellung kümmern, er ist sogar dazu verpflichtet den Betrieb zu gewährleisten. Damit betreibt Novomatic zukünftig in Niederösterreich, Kärnten, der Steinermark, dem Burgenland und Oberösterreich Automatenspiele. In jedem dieser Länder ist das „Kleine Glücksspiel“ genehmigt und Novomatic hat eine Konzession erhalten. Monika Poeckh-Racek freute sich als Vorstandsvorsitzende von Admiral über „ein klar geregeltes Umfeld“. Auch Robert Laimer als Vorstand bei Amatic äußerte sich entsprechend und begrüßte die „Rechtssicherheit für 15 Jahre“.

Weitere Details: Der Zeitraum von 15 Jahren in Bezug auf die Lizenz beginnt im November 2017. Spielautomaten dürfen nur in vorgesehenen Automatensalons betrieben werden. In den kommenden Wochen führen Novomatics Admiral und Amatic Entertainment Verhandlungen über die Standorte der Automaten.

Randaspekte: Welche Bereiche tangiert die Erlaubnis zur Automatenaufstellung?

In Österreich gelten Automaten als „kleines Glücksspiel“ (Bildquelle)

In Hinblick auf die Glücksspielgesetzgebung in Österreich wird immer wieder der Aspekt Jugend- und Spielerschutz in den Raum geworfen. Experten bezeichnen die Vergabe von Konzessionen und die Erlaubnis fürs Glücksspiel als den richtigen Weg. Denn ein genehmigtes Glücksspiel kann in Bahnen gelenkt werden. Bei einem rigorosen Verbot findet das Spiel ebenfalls statt. Dann aber in verrauchten Hinterzimmern ohne Regulierung der Jugend und des Spielerschutzes. Grundsätzlich entscheidet in Österreich jedes Bundesland selber. Wien hat bezüglich der Spielautomaten im Jahr 2015 ein rigoroses Verbot ausgesprochen. Lediglich die Spielcasinos dürfen neben den Tischspielen, auch Spielautomaten anbieten. Denn diese fallen unter die Bundesgesetzgebung.

Strengeres Glücksspielgesetz: Geht Österreich nicht weit genug?

Tillmann Fuchs ist parteifreier Politiker in Österreich. Er hält die Glücksspielgesetzgebung für nicht streng genug. Nach seiner Ansicht lassen sich die Gesetze einfach umgehen. Allein in Niederösterreich soll es 270 illegale Automaten geben. Die Behörden haben praktisch keine Handhabe dagegen. Denn gesetzlich ist nur der Betrieb verboten. Im Zweifel lässt sich aber schwerlich nachweisen, dass ein Spielautomat betriebsbereit ist. Die illegalen Betreiber kennen allerhand Tricks, um diesen Nachweis unmöglich zu machen. So wird beispielsweise mit hochauflösenden Kameras gearbeitet, auf denen sich die Beamten sofort erkennen lassen. Über die Kontrolle ist der Betreiber somit vorab informiert und kann sogar via Handy eine Sprengfalle innerhalb des Automaten zünden, welche einen weiteren Betrieb tatsächlich unmöglich macht. Fuchs fordert daher ein Verbot des Besitzes von Spielautomaten, um sämtliche Hintertürchen zu schließen.

Begleitkriminalität: Auch hier möchte Fuchs mit seiner Änderung eingreifen. Nach eigener Rechnung können die Einnahmen von 270 illegalen Automaten 25 Familien monatlich in den Ruin treiben. Diebstähle, Betrügereien und Morde können folgen, um anschließend das eigene Spielverlangen oder auch nur das Leben der Familie gewährleisten zu wollen.

Fuchs spricht sich weiterhin für eine verbesserte Koordination bei den Kontrollen aus. Innerhalb eines Teams sollen demzufolge ein Finanzpolizist, einem herkömmlichen Ordnungshüter, sowie ein Bezirkshauptmann und ein Schlosser vertreten sein. Letzterer ist in der Lage das Geldspielgerät zu öffnen und auf Unregelmäßigkeiten hin zu untersuchen. Laut dem Politiker stehen diese Fachkräfte bereits zur Verfügung. Nur die Koordination sei bislang nicht vorhanden.

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Novomatic Admiral darf in Österreich Automaten aufstellen 300 250 2017-09-06 17:43:48 Online-Casino.de

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