Aktuelle Casino Nachrichten für Deutschland
Recht & Gesetze, Sport & Spiel, Steuern, Technik, Unterhaltung und Wirtschaft

Novomatic-Chef: Casinos Austria bekommt neue Aufsichtsräte

Martin Hill, 4. Mai 2018, Wirtschaft

Logo der Casinos Austria aus Österreich

Kaum sind die Gerüchte über neues Personal bei der teilstaatlichen Casinos Austria entstanden, schon beginnen die Spekulationen. Harald Neumann ist Boss bei Novomatic. Das Unternehmen aus Gumboldskirchen hält 17 Prozent an der Casag. Neumann bestätigte, dass die Suche nach neuen Aufsichtsräten begonnen hat. Allerdings möchte sich der starke Mann bei Novomatic nicht an den Spekulationen beteiligen.

Die Zielsetzung ist unterdessen klar. Zunächst sollen neue Aufsichtsräte besetzt werden. Anschließend gilt es in diesem Kreis einen neuen Vorstand zu bestimmen. Innerhalb der nächsten Monate werden die freien Posten im Aufsichtsrat besetzt werden. Laut Neumann sei es bereits „relativ klar“, wie viele Positionen von den Eigentümern der Casinos zu besetzen sind. Eine genaue Zahl wurde jedoch nicht genannt.

Wer erhält den Vorsitz im Aufsichtsrat der Casag?

Der größte Aktionär ist die tschechische Sazka-Gruppe. Die Eigentümer führen aktuell Gespräche mit dem Finanzministerium. Denn die sogenannte ÖBIB, eine Staatsholding, hält ein Drittel an den Aktien von Casinos Austria. Während die Tschechen als größter Aktionär gerne den Vorsitz übernehmen würden, möchte der Staat diesen Posten lieber weiterhin in der eigenen Hand sehen. Derzeit wird ein Kompromiss angestrebt. Die Sazka-Gruppe bekommt einen weiteren Platz im Aufsichtsrat zugebilligt, während der Staat weiterhin die Führung innehat. Diesbezüglich kursiert bereits ein Name durch die Gerüchteküche: Martin Skopek. Dieser Mitarbeiter hat sich bereits als Erste-Group-Manager ausgezeichnet. Derzeit hat Walter Rothensteiner den Vorsitz. Der ehemalige Raiffeisen-Zentralbank-Chef sitzt dem Gremium mit 18 Aufsichtsräten vor. Zwei Frauen finden sich unter den Räten.

Ob überhaupt ein vierter Aufsichtsratsposten erwogen wird, sei eine Sache des neuen Aufsichtsrats. Dementsprechend ist hier nicht mit einer schnellen Entscheidung, zumindest für die Öffentlichkeit, zu rechnen. Denn bis zum Ende des nächsten Jahres stehen die Verträge des aktuellen Aufsichtsrates noch. Erst im Anschluss treten die neuen Kandidaten ihre Posten an und entscheiden, ob eine weitere Stelle zu besetzen ist. Natürlich ist auch Novomatic in die Gespräche bezüglich dieser wichtigen Personalentscheidung involviert. Das Glücksspielunternehmen aus Gumpoldskirchen reiht sich mit den Aktien (17 Prozent), zwar hinter der Staatsholding (33) Prozent und der Sazka-Gruppe (34 Prozent) ein, hat aber natürlich ebenfalls ein Mitspracherecht. Neumann äußerte sich zudem positiv über die Zusammenarbeit des aktuellen Aufsichtsrates. Dieser besteht aus Alexander Labak, Bettina Glatz-Kremsner und Dietmar Hoscher. Der Novomatic-Chef führt seine Einschätzung auf die aktuellen Zahlen und die durchgeführten, sowie anstehenden Projekte zurück.

Führungskrise: Allerdings ist Alexander Labak im Unternehmen nicht unumstritten. Mit der Belegschaft soll es Knatsch geben. Neumann schätzt Labak hingegen als „eine direkte und offene Persönlichkeit“ ein und führt zudem an, dass er über die Kritik an seiner Person nur in der Zeitung liest.

Novomatic gehörte zum Bieterkreis von Casinos Austria International

Bildquelle: Novomatic Gruppe

Uneins war sich Casinos Austria allerdings beim Verkauf der Auslandstochter. Gerade jetzt wo die Abteilung International wieder in die schwarzen Zahlen kommt, sollte ein Verkauf vorangetrieben werden. Dies ging sogar so weit, dass erste Angebote eingeholt wurden. Allerdings ist der Verkauf letztlich, trotz Interessenten, abgeblasen worden. Casinos-Chef Labak soll die Ausschreibung ohne Absprache mit den Partnern vorangetrieben haben. Die Öbib tat diesbezüglich seinen Unmut kund. Schlussendlich gab es innerbetrieblich so viel kontra, dass der Verkauf gar nicht bis zur Abwicklung kam. Novomatic soll mit einem Angebot von bis zu 120 Millionen Euro zum engsten Bieterkreis gehört haben. Angeblich soll ein Konkurrent sogar bereit gewesen sein, 200 Millionen Euro zu zahlen. Es war die Rede von einem deutschen Automatenkonzern.

Novomatic wollte Gerüchten zufolge das Gebot von 120 Millionen Euro nicht weiter erhöhen – trotz Meldung über den Rekordumsatz. Zudem war auch die Rede von weiteren Angeboten aus dem Ausland. Erst im März sprach Vize-Aufsichtsrat Pavel Horak von einer Handvoll potentiellen Interessenten. Inzwischen sind die Beteiligten am Bieterverfahren unerheblich. Denn erst vor zwei Wochen hat Labak den Verkauf absagen müssen. Jetzt soll Casinos Austria International behalten werden. Allerdings steht eine neue Strukturierung der Beteiligungen auf dem Plan. Das operative Geschäft soll, bei Casinos im Ausland wo die Casag die Kontrolle hat, stärker in den Fokus rücken. Andere Investments sollen wie bisher weiterlaufen. Dahingegen steht eine Abstoßung von Projekten auf dem Plan, die keinen Gewinn versprechen.

Zu viele Köche? Nicht nur Labak steht intern wohl in der Kritik. Von Seiten Novomatic gab es auch eine negative Rückmeldung an Pavel Horak von der Sazka-Gruppe. Denn der Vizeaufsichtsratschef hat gegenüber den Medien zu viel preisgegeben – wie das Shareholder-Agreement zwischen Sazka und Novomatic.

Casinos Austria sperrt 60.000 Personen aus

Kürzlich sind Zahlen bekanntgeworden, welche in Bezug zu den heimischen Spielbanken gesetzt werden kann. Die Casinos Austria haben 60.000 Spieler aus ihren Spielpalästen ausgesperrt. Dies verkündete Vorstand Dietmar Hoscher gegenüber den Medien. Betroffen sich Personen mit einer Spielsucht. Diesbezüglich verweist die Casag auf das Personal, welches diesbezüglich im Einsatz ist und entsprechende Verwaltungsaufgaben wahrnimmt. Diesbezüglich sind bisweilen die Einkommens- und Vermögensdaten zu erheben. Denn nur auf diesem Weg ist zu belegen, ob jemand über seinen Verhältnissen spielt. Klagen von Spielern soll es laut eigener Aussage jedoch seltener geben, als dies von außen dargelegt wird. Der gesetzliche Spielerschutz wird mit dem notwendigen Ernst betrieben. Wer über seinen Verhältnissen spielt wird ermahnt die Besuche einzuschränken. Andernfalls folgen zeitweise oder dauerhafte Sperren.

Novomatic-Chef: Casinos Austria bekommt neue Aufsichtsräte 1200 1000 2018-05-04 15:36:47 Online-Casino.de

Weitere Casino News