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Novomatic erweitert Casino-Austria Anteile

Martin Hill, 27. Juli 2015, Wirtschaft

Der Wirbel im Österreichischen Glücksspiel- und Lotto-Sektor nimmt kein Ende. Nachdem drei Casino-Lizenzen für ungültig erklärt worden sind, erweitert die Novomatic AG jetzt seine Anteile an der staatlichen Lotterie. Die Einigung mit zwei Aktionären, die ihre Anteile zu fairen Preisen abtreten wollen, steht kurz bevor.

Die Entscheidung wird jedoch nicht ausschließlich durch die verhandelnden Unternehmen und Konzerne getroffen. Auch die Bundes- und Industriebeteiligungen in Österreich (ÖBIB), in diesem Fall vertreten durch den Finanzminister, haben ein Wörtchen mitzureden.

Wer möchte seine Casino-Austria Anteile verkaufen?

Dass Novomatic seine Anteile erweitern möchte, ist kein Geheimnis. Diverse Medien berichten bereits von der Einigung mit zwei Großaktionären. Weitere Halter von Wertpapieren prüfen das Angebot noch.

Zur Diskussion stehen insbesondere die Anteile der Medial Beteiligungs-Gesellschaft. Darunter befinden sich die Raiffeisen-Gruppe, Leipnik Lundenburger und UNIQA. Die letzten beiden Unternehmen besitzen derzeit 22 Prozent der Casinos. Weitere Beteiligungen in der Gruppe gehören dem Bankhaus Schelhammer & Schattera, sowie der Versicherung Vienna Insurance Group. Wo die anderen schon als sichere Verkäufer feststehen, sind diese beiden Unternehmen noch unsicher. So berichtet es der Kurier.

Die KPGM hat ein Gutachten anfertigen lassen, welches den Wert der Casag auf einen Betrag zwischen 440 und 500 Millionen Euro schätzt. Medien berichten von einem „guten“ Angebot von Novomatic.

Österreich selber hält aktuell knapp über 33 Prozent an der Casino Austria AG.

Wieso kann die ÖBIB noch eingreifen?

Syndikatsverträge machen das Verhandeln in Österreich aktuell kompliziert. Ist die Novomatic AG sich mit anderen Wertpapierhaltern einig, so muss das Finanzministerium den Deal prüfen. Kommt es zu dem Entschluss, den gleichen Betrag zahlen zu können und zu wollen, hat der Finanzminister das Recht zuzugreifen. Hierbei muss jedoch eine Frist von drei Monaten beachtet werden. Innerhalb dieses Zeitrahmens ist eine Entscheidung zu fällen.

Diverse Unternehmen sollen das hohe Angebot von Novomatic angenommen haben. Weiteren Aktionären wurde eine Offerte unterbreitet. Werden alle Angebote angenommen und greift die ÖBIB nicht ein, so könnte Novomatic zur Mehrheit kommen. Dies beinhaltet auch die Lotterien im Spielsystem 6 aus 45.

Dem Angebot geht die Vorgeschichte mit den Casino-Lizenzen voraus. Es soll Johann Grafs (Alleineigentümer der Novomatic) Traum sein, ein eigenes Casino in Österreich zu betreiben. Das erneute Ausschreiben der Lizenzen, und sein Unternehmen wurde bei der ersten Vergabe berücksichtigt, kann sich bis ins Jahr 2018 hinziehen. Jetzt schein ein Einstieg in die Casag geplant.

Der Finanzminister muss in den nächsten Monaten nun überlegen, was ihm die Mehrheit an den Casinos wert ist.

Novomatic erweitert Casino-Austria Anteile 300 200 2016-09-23 15:57:50 Online-Casino.de

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