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Novomatic: So sehen die Zahlungen an Steuern und Gewinnen aus

Martin Hill, 4. Juni 2018, Wirtschaft

Wer erhält die Sportwetten Steuer? (Bildquelle)

Novomatic ist ein Unternehmen in Österreich, welches sich dem Glücksspiel verschrieben hat. Egal ob Casinos oder Sportwetten, die Novomatic AG hat seine Finger im Spiel. Für viele Menschen ist das Thema noch immer negativ behaftet. Daher nutzt der Konzern die Gunst der Stunde und positioniert sich auch als kompetenter Steuerzahler. Weiterhin wird die Gewinnausschüttung an die Spieler in den Fokus gerückt.

Wenn Spieler ihre Münzen in die Spielautomaten stecken, so erhalten sich im Durchschnitt zwischen 85 und 95 Prozent des Einsatzes zurück. Große Gewinne werden hierbei durch die Verluste des Einzelnen aufgegangen. Insgesamt schüttete die Novomatic AG an österreichische Kunden einen Betrag von 1,1 Milliarden Euro aus. Es ist der bisherige Höchstwert.

Über Kundenauszahlungen und Steuerzahlungen der Novomatic AG

Novomatic ist eines der größten Unternehmen in Österreich. Allerdings ist der Glücksspielkonzern, welcher 2017 einen Rekordumsatz erzielt hat, viel im Ausland tätig. Dennoch ist hervorzuheben, dass die Auszahlung an Kunden in Österreich im Jahr 2017 auf 1,1 Milliarden Euro angestiegen ist. 2016 betrug die Ausschüttung noch eine Milliarde Euro. Ungefähr die Hälfte der Gewinnauszahlung entfällt hierbei auf die Automatensalons. Insgesamt sind es 147 Standorte in den Bundesländern Kärnten, Steiermark, Niederösterreich, Burgenland und Oberösterreich. Insgesamt sind es 2.234 Automaten, welche in diesen Salons aufgestellt sind. Während die Rückzahlungsquote von 85 bis 95 Prozent – diese variiert je nach Bundesland – bekannt ist, fehlt es an Informationen, wie viel Geld die Spieler in die Spielgeräte stecken. Die andere Hälfte der Auszahlung fand bei den Sportwetten statt. Hier werden insgesamt 250 Standorte unter dem Namen Admiral betrieben. Allerdings entfällt dieser Anteil nicht auf das Glücksspiel. Denn Sportwetten sind laut österreichischer Rechtsprechung nicht als Glücksspiel einsortiert.

Das Geschäftsjahr 2017 war für die Novomatic AG sehr erfolgreich. Denn der Umsatz konnte auf einen Wert von über 2,5 Milliarden Euro gesteigert werden. Es handelt sich um einen Anstieg um elf Prozent. Allerdings ist der Anteil des Umsatzes, der in Österreich generiert wird, vergleichsweise gering. Nur 250 Millionen Euro entfallen auf das Heimatland des Konzerns. Die Rede ist vom Umsatz, also dem Geld, welches nach Ausschüttung der Gewinne bei Novomatic verbleibt. Obwohl ein Großteil des Umsatzes im Ausland erzielt wird, stellt das Unternehmen gerne seine Rolle als Steuerzahler heraus. Im Jahr 2017 wurden daher 91 Millionen Euro an Steuern gezahlt. Gerade weil es ein Anstieg im Vergleich zu 2016 ist, wo noch 85 Millionen Euro gezahlt wurde, ist es dennoch eine Erwähnung wert. Es handelt sich somit um einen Anstieg von sieben Prozentpunkten.

So sehen die Abgaben aus: Die Steuern der Novomatic AG setzen sich aus Sozial- und Glücksspielabgaben, den Wettgebühren und einer Ertragssteuer zusammen. Weltweit wurden übrigens 539 Millionen Euro an Steuern gezahlt.

Casinos Austria braucht den Vergleich mit Novomatic nicht scheuen

Logo der Casinos Austria aus Österreich

Wenn wir uns lediglich auf die Steuern konzentrieren, so ist der teilstaatliche Casinos Austria Konzern in Österreich noch wichtiger als die Novomatic AG. Hier können wir ebenfalls von Rekordzahlen berichten. Denn die Casag führte 622 Millionen Euro an Steuern ab. Es handelt sich knapp um das Siebenfache der Abgaben von Novomatic. Allerdings hat der Konzern aus Niederösterreich auch beim teilstaatlichen Unternehmen einen Anteil. Der Umsatz von Casinos Austria beziffert sich 2017 auf vier Milliarden Euro. Der Auslandsanteil umfasst hierbei 134 Millionen Euro. Der Hauptteil entfiel auf die Internetpräsenz win2day, welche mit 1,6 Milliarden Euro zu Buche schlägt. Zu erwähnen ist, dass hier auch legal Lotto gespielt werden darf. Trotz der Lizenzierung ist es ein offenes Geheimnis, dass zwei Drittel des Glücksspielmarktes in den Händen von Anbietern ohne Konzession aus Österreich sind.

Natürlich möchten wir auch auf die Gewinnausschüttung der Casag eingehen. Denn der Konzern zahlte im Geschäftsjahr 2017 einen Betrag von 2,74 Milliarden Euro aus. Damit liegen sich auch bei diesem Wert, zumindest auf Österreich bezogen, vor Novomatic. In diesem Sinne ist auch Casinos Austria immer wieder bemüht zu betonen, welchen Wert das eigene Unternehmen für Österreich hat. Dies bezieht sich nicht nur auf die Gewinnauszahlung, sondern auch auf die gezahlten Steuern und nicht zuletzt auf die Arbeitsplätze vor Ort.

In Österreich die Nummer eins: Obwohl Novomatic ebenfalls ein wichtiger Arbeitgeber in der Alpenrepublik ist, gilt dies für Casinos Austria ungleich mehr.

Die Wichtigkeit von Novomatic und Casinos Austria für Österreich

Beide Konzerne stellen ihre Wichtigkeit gerne heraus. Aktuelle Kennzahlen geben ihnen Recht. So verweist Novomatic auch gerne auf die 25.000 Angestellten des Konzerns, wenngleich nur 3.300 davon in Österreich tätig sind. Bei Casinos Austria sind es zusammengenommen 4.200 Personen, die für den Konzern arbeiten. In Österreich sind 2.400 Menschen tätig. Nach neuen Erkenntnissen hat der Novomatic-Chef 2006 von einer geplanten Gesetzesverschärfung gehört und prompt reagiert. Ein Brief an Finanzminister Grasser, in welchem mit einer Abwanderung ins Ausland gedroht wurde, ist aufgetaucht. Die Rede war konkret davon, dass in diesem Fall einem Großteil der Angestellten gekündigt werden müsste. Die Verschärfung wurde jedoch nicht umgesetzt. Erst 2015 fand ein das Verbot des kleinen Glücksspiels (Automatenspiel) in Wien statt. Die Presse hat sich ausführlich mit diesem Thema beschäftigt.

Novomatic: So sehen die Zahlungen an Steuern und Gewinnen aus 1200 1000 2018-06-04 17:05:06 Online-Casino.de

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