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Novomatic: friedliche Lösung mit Tschechen

Martin Hill, 4. Februar 2016, Wirtschaft

Bildquelle: Logo der Novomatic Gruppe

Novomatic und ein Konsortium aus Tschechien bieten um die Anteile der Casino Austria AG. Nachdem keine schnelle Lösung für eine Partei gefunden werden konnte, soll nun ein langwieriger Rechtsstreit vermieden werden. Daher setzen sich die Interessengruppen an „einen Tisch“ und suchen nach einer Lösung, mit der alle Beteiligten zufrieden sind.

Derzeit bieten sich Versuche eines Vergleichs an. Harald Neumann, von der Novomatic GmbH, möchte innerhalb von maximal sechs Wochen eine Lösung präsentieren können. Dies hat er bei der ICE (internationale Glücksspielmesse) in London verkündet.

Casag: Eine friedliche und schnelle Lösung

Seit vielen Wochen gibt es schon ein Hin und Her zwischen beiden Parteien in Bezug auf den Erwerb der Casino Austria Anteile. Schließlich hat sich auch Hans Jörg Schelling von der Eigentümervertretung als Finanzminister zu Wort gemeldet und um eine Beilegung des Streits gebeten. Dies wäre auch im Interesse des Unternehmens.

Zumindest sind beide Parteien übereingekommen, dass eine friedliche Lösung im Sinne der Casag gefunden werden soll. Allerdings ist dieser Weg noch nicht vorgezeichnet. Wird die Novomatic AG auf zugesicherte Anteile verzichten? Oder werden die Tschechen ihr aktuelles Angebot nochmals überdenken?

Schlussendlich ist auch die Staatsholding ÖBIB mit einem Drittel der Anteile an den Gesprächen zur Lösung beteiligt. Von einer fabelhaften Chemie zwischen Novomatic und dem tschechischen Konsortium kann hingegen nicht die Rede sein. Allerdings ist keine der Parteien an einem jahrelangen Rechtsstreit interessiert, welcher die eigenen Planungen wiederum verzögern würde.

Wer bekommt die Kontrolle über die Casag?

Diese Frage soll in den Verhandlungen beantwortet werden. Novomatic hält derzeit ungefähr 40 Prozent. Eingeschlossen sind hierbei Verträge, mit der UNIQA, Leipnik-Lundenburger Invest und der MTB Stiftung. Entsprechende Dokumente über den Erwerb wurden der Bundeswettbewerbsbehörde vorgelegt. Bereits als finalisiert gilt der Einkauf in die Lotterien, welche als Tochter der Casinos betrachtet werden. Hier hält Novomatic 24 Prozent. Weiterhin würden Anteile erworben werden, sollte sich der Staat zum Verkauf entschließen.

Die CAME Holding ist der Türöffner für die Tschechen. Diese wiederum wurde der Vienna Insurance Group entnommen. Mit 11,3 Prozent ist das Konsortium derzeit beteiligt. Somit gelten die Tschechen als Miteigentümer der Medial Beteiligungsgesellschaft, welche insgesamt 38 Prozent an der Casino Austria AG hält.

Problematisch ist das Vorkaufsrecht. Die Tschechen pochen darauf, weil sie in die Beteiligungsgesellschaft eingestiegen sind. In diesem Fall könnte Novomatic nicht ohne Widerstand an die Anteile von UNIQUA und der Leipnik-Lundenburger Invest herankommen. Derzeit liegt die Entscheidungsgewalt endgültig wohl beim Kartellgericht. Wird zuvor eine Einigung zwischen den Parteien erreicht, ist dieser Stand obsolete.

Novomatic: friedliche Lösung mit Tschechen 900 367 2016-11-23 14:33:14 Online-Casino.de

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