Online-Glücksspiel in Spanien und Polen

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Online-Glücksspiel in Spanien und Polen

Martin Hill, 24. August 2015, Recht & Gesetze

Der Markt des Online-Glücksspiels ist in vielen Ländern im Umbruch. Immer mehr Personen wählen den komfortablen Weg über das World Wide Web zum Spielen. Dieser Ansturm muss von staatlicher Seite souverän verarbeitet werden. Zudem geht es auch darum, die Staatssäckel mit weiteren Einnahmen zu füllen.

Casino-Spiele, wie Poker, Black Jack und Spielautomaten, sowie die überaus beliebten Sportwetten, sind neben den klassischen Lotterien wichtige und vor allem oftmals neue Quellen der Einnahmen. Wenn der Staat seinen Anteil aus dem Geschäft zieht, wächst natürlich auch der Druck auf eine angemessene Regulierung.

Spanien: Wachstumsmarkt Online-Glücksspiel

Erst in diesem Jahr wurden die Automatenspiele in Spanien offiziell eingeführt. Die Folge war ein Wachstum des Marktes. Die Regulierungsbehörde beziffert die Zahl der Spieler auf ungefähr 3,9 Millionen. Dies entspricht zum vorherigen Wert einem Wachstum von stolzen 51,7 Prozent. Die durchschnittliche Anmeldedauer kann jedoch zum Problem werden.

Viele Kunden werden von der Neugier zum Casino-Spiel gezogen. Der durchschnittliche Besucher war 3,27 Monate angemeldet. 41,7 Prozent der Kunden haben die Teilnahme an den Casino-Spielen nicht über einen Monat ausgedehnt. Die Betreiber müssen sich also etwas einfallen lassen, um die Spieler länger auf ihrer Plattform zu halten.

Im Umkehrschluss sind die spanischen Spieler sehr darauf bedacht große Verluste zu vermeiden oder nicht in einer Suchspirale zu geraten. Es spricht nichts dagegen mit dem Spielen aufzuhören, wenn ein Budget je Jahr oder Monat verbraucht ist. Bei den Spaniern sind mit über 60 Prozent die Sportwetten das liebste Online-Spiel. Poker folgt mit knapp 45 Prozent vor übrigen Casino-Spielen mit über 20,5 Prozent.

Polen: Online-Gaming aus der EU zugelassen

Vor wenigen Tagen verkündete Bronislaw Komorowski, Polens Präsident, eine Veränderung im Glücksspielgesetz. Demzufolge dürfen europäische Unternehmen jetzt ihre Dienste innerhalb des Landes anbieten. Diese müssen jedoch zwingend dem Hoheitsgebiet der EU angehören. Es wurden konkrete Bedingungen ausgearbeitet, die von potentiellen Anbietern einzuhalten sind.

Zu diesen Bedingungen zählen ein polnisches Büro, sowie ein Vertreter innerhalb des Landes. Unter dieser Voraussetzung sollen Kartenspiele, Würfel-Spiele, Cash Bingo, Automaten und weitere Wetten und Lotterien gestattet werden. Aktivitäten dieser Art sind jedoch nur dann zugelassen, wenn eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung oder eine Aktiengesellschaft diese durchführt.

Im Vergleich mit anderen Staaten hat Polen sehr strikte Regeln im Umgang mit dem Online-Gambling. Gerade Anbieter aus dem Ausland können nur erschwert Fuß fassen. Die jetzt etablierte Genehmigung hat bis zu diesem Status praktisch ein Jahr in Anspruch genommen. Erst in diesem August wurde der Entwurf vom Unterausschuss für Kontrolle der Ausführung des Haushaltsplanes genehmigt.

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