PaddyPower: Zweifelhafte Werbung mit Flüchtlingen

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PaddyPower: Zweifelhafte Werbung mit Flüchtlingen

Martin Hill, 3. Dezember 2015, Sport & Spiel

Als Wettanbieter ist PaddyPower auch über die Landesgrenzen Irlands ziemlich bekannt. Nicht zuletzt ist das skurrile Marketing ein Weg des Unternehmens auf sich aufmerksam zu machen. Zuletzt wurde eine Kampagne gestartet, welche das aktuelle Flüchtlingsthema aufnimmt. Der Erfolg ist zweifelhaft und die Werbebotschaft wurde als geschmacklos angezeigt.

Die irische Werbeaufsichtsbehörde hat der Kampagne einen Verweis erteilt. Demzufolge fanden nicht nur Passanten und Betroffene die Werbebotschaft unpassend.

Wie PaddyPower mit Flüchtlingen geworben hat

Calais ist eine Hafenstadt in Frankreich. Zahlreiche Flüchtlinge halten sich dort innerhalb eines Flüchtlingslagers auf. Es handelt sich um eines von Europas größten Auffanggebieten. PaddyPower hat in diese Stadt einen großen Lastwagen gefahren. Auf der Seite waren zahlreiche Sportler, wie Raheem Sterling, Andy Murray oder Mo Farah abgebildet.

Diese Profi-Sportler sind in England unter Vertrag. Geboren wurden sie jedoch in Jamaica, Somalia, Schottland und weiteren Ländern. Der Text des Sattelschleppers zeigte folgende Botschaft: „Immigrats, jump in the back! (but online if you´re good at sport)“

Eine freie Übersetzung könnte lauten: “Einwanderer, springt in den Lastwagen! (Aber nur wenn ihr in einer Sportart überzeugen könnt). Bei der irischen Werbeaufsichtsbehörde gingen Beschwerden wegen Beleidigung, Rassismus und generell wegen dem schlechten Geschmack bei der Auswahl von Werbung ein. Es wurde auch mehrfach angesprochen, dass diese Botschaft für eine negative Einstellung Immigranten gegenüber sorgen könnte.

Die Werbemaßnahme aus Sicht von PaddyPower

PaddyPower hat über die sozialen Netzwerke verkündet, dass Einwanderer nicht beleidigt werden sollten. Die Maßnahme wird als ausgefallen und voller Humor präsentiert. Die Werbung war freilich als Satire zu verstehen. Dennoch musste der Werbegag laut Anordnung der Werbeaufsichtsbehörde eingestellt werden.

PaddyPower argumentierte weiterhin, dass die hauptsächlichen Betrachter der Kampagne bereits Kunden waren und die Intention hinter der Werbung verstanden hätten. Dies ist nicht vollends von der Hand zu weisen, dann das Unternehmen ist schon mehrfach mit skurrilen Ideen im Bereich Werbung auffällig geworden.

Nicklas Bendtner, aktuell Fußballprofi beim VfL Wolfsburg, hatte seinerzeit mit PaddyPower auf einer Unterhose geworben. Da Werbung auf Kleidung verboten war, folgte die Disqualifikation für ein WM-Qualifikationsspiel, sowie eine Geldstrafe in der Größenordnung von 100.000 Euro. Der Spieler beteuerte jedoch die Hose von einem Freund geschenkt bekommen zu haben. Dies entsprach wohl der Wahrheit. Der Freund war jedoch der Besitzer von PaddyPower.

Auch mit ihren Wetten machen sie auf sich Aufmerksam. Als herauskam, dass Wayne Rooney sich einer Haartransplantation unterzog, wurden Wetten auf die spätere Frisur angenommen. Mit Bildern wurden Frisuren gezeigt, die kahle Stellen kaschieren können. Auffällige Werbungen im Casino oder bei Sportwetten sind nicht ungewöhnlich.

PaddyPower: Zweifelhafte Werbung mit Flüchtlingen 300 200 2016-09-23 17:31:00 Online-Casino.de

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