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Podolski verlässt XTiP: Was ist mit Tipico und Kahn?

Dieter Maroshi, 30. Oktober 2020, Wirtschaft

Wettanbieter dürfen nicht mehr mit Testimonials werben (Bildquelle)

Lukas Podolski scheidet als Markenbotschafter der XTiP Sportwetten aus. Der Online-Buchmacher gehört zur Gauselmann-Gruppe aus Espelkamp. Doch aktuelle Gesetze haben eine weitere Anstellung des Weltmeisters von 2014 unmöglich gemacht. Abschließend äußerten sich beide Seiten sehr wohlwollend über die bisherige Zusammenarbeit. Nachdem XTiP die Lizenz zum Vertrieb von Online-Wetten erhalten hat, will der deutsche Konzern im Hintergrund diese Grundlage jedoch nicht gefährden. Allerdings ist Podolski nicht der einzig glanzvolle Name, der für einen Wettanbieter wirbt. „Ihre Wette in sicheren Händen“ bewirbt Oliver Kahn – der ehemalige Torwart-Titan – den Buchmacher Tipico. Ist hier auch bald Schluss?

Wieso ist eine Anstellung von prominenten Persönlichkeiten aus dem Kosmos des Sports nicht mehr gestattet. Tatsächlich lässt es sich auf die Lizenzierung im Zuge der Duldung herunterbrechen. Anbieter wollten eine Konzession in Deutschland und haben diese auch erhalten. Sportwetten sind damit zu 100 % legal. Um später hoffentlich auch die Online-Casinos in einem möglichst großen Umfang mit Spielen zu bestücken, gilt es sich an die neuen Vorschriften zu halten. Und darin steht eben geschrieben, dass weder Sportfunktionäre, noch aktive Sportler für einen Anbieter die Werbetrommel rühren dürfen. Damit werden wir Lukas Podolski künftig nicht mehr in den Werbebotschaften von XTiP sehen. Und Oliver Kahn?

Lukas Podolski darf nicht mehr für XTiP werben

Wir haben Mitte Oktober – als erstes deutsches Unternehmen überhaupt – eine staatliche Konzession für das Veranstalten von Sportwetten erhalten“, klärt Markus Ettlin in seiner Rolle als Verantwortlicher für das Wettgeschäft der Gauselmann Gruppe auf. „Die Freude über die Konzessionserteilung ist bei uns sehr groß. Leider hat sie auch eine bittere Kehrseite. Denn jetzt gilt die strenge Regel, dass Sportfunktionäre und aktive Sportler nicht mehr im Umfeld einer Sportwettmarke präsent sein dürfen.“ Wer sich außerhalb von Deutschland mit dem Fußball nicht sonderlich gut auskennt, der fragt sich vielleicht welche Rolle Podolski aktuell bekleidet. Tatsächlich steht er mit seinem 35 Jahren noch immer auf dem Fußballplatz. Nach seinen Stationen Köln, Bayern, Arsenal, Inter Mailand, Galatasaray Istanbul und Vissel Kobe, hat es ihn erneut in die Türkei – nach Antalyaspor – verschlagen. Dort absolvierte er sechs Spiele und schoss ein Tor. Die letzten beiden Partien stand Podolski sogar als Mannschaftskapitän auf dem Feld.

„Das bedeutet das sofortige Ende für unseren Kooperationsvertrag mit Lukas Podolski, der eigentlich bis Ende 2021 und länger laufen sollte“, führt Ettlin weiterhin aus und brachte im Anschluss noch sein Bedauern dazu zum Ausdruck: „Das ist jammerschade, denn Lukas ist und bleibt für uns der ideale Markenbotschafter – natürlich, ehrlich und authentisch.“ So haben wir Podolski auch auf und abseits des Fußballplatzes erlebt. „Uns bleibt jetzt nur noch, ein herzliches Dankeschön für die erfolgreiche Zusammenarbeit zu sagen, bei der auch – wie könnte es bei Poldi anders sein – der Spaß nicht zu kurz gekommen ist“, so der für Sportwetten-Verantwortliche bei XTiP. Natürlich ließ es sich auch Lukas Podolski selber nicht nehmen, sich zur Beendigung der Zusammenarbeit zu äußern: „Wenn ich etwas mache, dann muss ich auch dahinterstehen, das ist mir immer wichtig gewesen. Und genauso war es bei der Zusammenarbeit mit XTiP. Aber Gesetz ist Gesetz, das muss man genauso sportlich sehen wie die Entscheidung des Schiedsrichters.“

Podolski setzt sich für seine Stiftung ein: Der Fußballer schob noch folgende Bemerkung nach: „Mir hat die Zusammenarbeit mit XTiP immer viel Spaß gemacht und wir haben viel zusammen bewegt, ganz besonders auch für meine Stiftung, die benachteiligten Kindern und Jugendlichen hilft.“ Zur Pressemeldung.

Darf Oliver Kahn weiterhin für Tipico werben?

Für Kahn hat der FC Bayern Priorität / Shutterstock.com

Auch Tipico ist bereits auf der White List des Regierungspräsidiums Darmstadt zu finden. Sie dürfen ihre Sportwetten also ebenfalls vollkommen legal unter die Leute bringen – und zwar im Internet und im Wettshop. Demzufolge gilt auch für den deutschen Primus sich an geltende Gesetze zu halten. Doch von einer sofortigen Trennung zwischen Oliver Kahn und Tipico ist bislang nix zu lesen. Allerdings sollte der neue Vorstand des FC Bayern München beim Wettanbieter Medienberichten folgend ohnehin mit Beginn des Jahres 2021 aufhören. Damit wäre dieses Problem erledigt. Bleibt bloß die Frage wie entspannt es die Wettbewerbshüter und Verantwortlichen für Sportwetten-Konzessionen sehen, dass Oliver Kahn vielleicht noch über zwei Monate als Testimonial seine Auftritte hat.

Oliver Kahn wird aktuell als Vorstandschef aufgebaut. Der ehemalige Welttorhüter soll diese Rolle Ende des Jahres 2021 von Karl-Heinz Rummenigge übernehmen. Am kommenden Wochenende muss Kahn jedoch um zwei seiner Rekorde bangen. Thomas Müller kann seinen Vereinsrekord mit dem 260. Sieg für den FC Bayern einstellen. Und es ist absolut logisch, dass Müller diesen Rekord im Laufe der Saison sogar noch ausbaut. Auch Manuel Neuer kann einen Kahn-Rekord knacken. Denn bleibt der Torwart zu Null, so stellt er die 196 „weißen Westen“ des heutigen Sportfunktionärs ein. Und ein Sieg zu Null ist gegen den 1. FC Köln durchaus wahrscheinlich.

Partnerschaft seit 2012: Über sieben Jahre lang hat die Partnerschaft zwischen Tipico und Oliver Kahn gehalten. Jetzt scheint die Zusammenarbeit sich dem Ende entgegen zu neigen. Ohnehin gab es schon Kritik, ob Kahn in seiner Rolle im Vorstand und als Testimonial für Tipico nicht ein Interessenkonflikt droht.

Podolski verlässt XTiP: Was ist mit Tipico und Kahn? 1200 1000 2020-10-30 09:02:26 Online-Casino.de

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