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Poker-WM: Deutscher holt den Titel und gewinnt 10 Millionen

Das Spiel in den Concord Card Casinos läuft weiter. (Bildquelle)

Lediglich acht Jahre mussten die Deutschen warten, bis sie wieder einen Poker Weltmeister stellen konnten. Nachdem Pius Heinz im Jahr 2011 als erster Deutscher das Preisgeld nach Hause holte, legte Hossain Ensan 2019 nach. Doch obwohl der Spieler mit großem Vorsprung in das Finale ging, hatten ihn seine Konkurrenten zeitweise wieder eingeholt. Das Endspiel war durchaus spannend. Am Schluss geht der Titel nach Deutschland. Für Ensan ist der Sieg bei der World Series of Poker (WSOP) 10 Millionen US-Dollar Preisgeld wert.

Im Casino des Rio All-Suite Hotels zu Las Vegas fand das prestigeträchtige Turnier statt. Dort hatte sich der deutsche mit iranischen Wurzeln in Siegerpose und mit breitem Grinsen auf den Lippen fotografieren lassen. Immerhin gewann der Münsteraner im Alter von 55 Jahren die Poker-WM. Selbst in Euro umgerechnet verbleiben dem Spieler somit noch 8,88 Millionen.

Hossain Ensam setzt sich gegen 8.567 Kontrahenten durch

Über zehn Tage dauerte die Poker-Weltmeisterschaft an. Tatsächlich setzte sich der deutsche in den Vorrunden sehr souverän durch. Schlussendlich gelang es Ensam mit einem Stapel Chips ins Finale zu gehen, der seinen beiden Kontrahenten um über das Doppelte überlegen war. Ein Vorsprung, da waren sich Experten einig, der nicht so leicht zu verspielen ist. Doch so einfach war es nicht. Denn seine Konkurrenten dachten gar nicht daran vorzeitig das Handtuch zu werfen. Namentlich waren es der Kanadier Alex Livingston und der Italiener Dario Sammartino, die mit Hossain Ensam um die begehrteste Poker-Trophäe der Welt wetteiferten. Und beide Gegenspieler schafften es den Deutschen zu überholen. Unglaublich! Sie wechselten sich an der Spitze ab. Es schien fast, als hätten sie Ensam nicht mehr auf dem Schirm.

Doch dieser drehte den Spieß nochmals um. Zunächst wurde der Kanadier Livingston aus dem Turnier geschleudert. Und nach exakt 301 gespielten Händen verabschiedete sich auch der Italiener Sammartino aus dem Wettbewerb. Schlussendlich blieb nur Hossain Ensam übrig, der sich auf seinem Weg gegen insgesamt 8.567 Konkurrenten behauptete und sich jetzt Poker-Weltmeister nennen darf. Er führte den entscheidenden Schlag mit einem Paar Könige aus. Wenn wir nochmal auf den gesamten Finaltisch schauen, so werden dort folgende Nationalitäten vertreten: Vier Amerikaner, ein Serbe, ein Italiener, ein Kanadier, ein Brite und der Deutsche Ensam. Skribix verabschiedete sich als Erstes. Doch auch er sollte noch ein Preisgeld von einer Millionen US-Dollar mitnehmen.

Pius Heinz: Der Vorgänger von Ensam Hossain gewann 2011 die WSOP. Er strich ein kleineres Preisgeld in Höhe von 8,7 Millionen US-Dollar ein. Heute ist der Pokerspieler als Unternehmer aktiv und pokert nur noch zum Vergnügen.

Ensam äußert sich zu seinem Triumpf bei der Poker-WM

8.567 Spieler hätten den Pott gerne abgeräumt (Bildquelle)

„Es ist unglaublich, ich kann diesen Moment nicht verstehen“, äußerte sich Ensam beim englischen TV-Sender ESPN. Dieser Kanal zeigte das Finale in voller Länge live. Weiterhin fügte der Sieger an: „Es ist das beste Gefühl meines Lebens. Ich muss schlafen gehen und wieder aufwachen. Vielleicht weiß ich dann, dass ich das Armband habe.“ Ähnlich wie ein Pokal oder die Meisterschale im Fußball wird dem Sieger der World Series of Poker (WSOP) ein goldenes Armband verliehen. Es ist gewissermaßen das Erkennungszeichen, dass die Poker-WM in Las Vegas gewonnen wurde. De Münsteraner tritt erst seit 2013 bei größeren Turnieren an. Wenn wir seine Preisgelder, vor dem Triumph bei der WSOP zusammenrechnen, kommen wir auf ungefähr 2,6 Millionen US-Dollar.

Ensan möchte seinen Erfolg nicht der Glücksgöttin zuschreiben, weiß jedoch, dass auch Kartenglück dazugehört: „Es ging auf uns ab. Man braucht Glück, man braucht Können und einen guten Lauf.“ Treffend bringt er auf den Punkt: „Alles hat funktioniert.“ Es ist nicht so, dass das Poker-Spiel eine große Tradition der Deutschen wäre. Beim aktuellen Turnier in Las Vegas schafften es weitere vier Bundesbürger unter die besten 100. Am besten schnitt dabei noch Enrico Rudelitz ab. Er sicherte sich Platz 17 und kassierte doch immerhin noch 356.000 Euro. Auf dem 31. Platz landete Christopher Ahrens. Er erhält 233.000 Euro. Thormer Pidun landete auf Rang 33 und bekommt ebenfalls 233.000 Euro. Zuletzt ist Henning Wendlandt auf der 88 zu nennen, der immerhin mit 74.000 Euro die Heimreise antritt. Bald könnten Spieler dieses Kalibers häufiger gegen eine Poker-KI antreten. Diese hat zuletzt durchaus überzeugt.

Zweithöchstes Preisgeld: Der Deutsche wird mit seinen 10 Millionen US-Dollar nicht unglücklich sein. Doch im Jahr 2006 gewann Jamie Gold mit 12 Millionen eine noch höhere Summe.

Titel verpasst: Preisgelder des Zweiten und Dritten

Das goldene Armband trägt Hossain Ensam. Doch zumindest finanziell hat sich das Turnier auch für die anderen Spieler unter den Top drei gelohnt. Der Italiener Dario Sammartino hielt es am längsten aus. Er strich dadurch immerhin sechs Millionen US-Dollar ein. Beim letzten Blatt des Wettbewerbs erhöhte der Italiener den Einsatz immer weiter. Er spekulierte bei seinen Karten auf eine Straße oder sogar auf einen Flush. Doch Fortuna war ihm nicht hold. Im Gegenteil: Zuletzt wurde ein König umgedreht, womit Ensam bei der Spielvariante Texas Hold’em auf ein Paar Könige kam und gewann. Der dritte Platz geht folglich an Livingston. Dieser reist nach Kanada mit immerhin vier Millionen US-Dollar im Gepäck zurück. Eine weitere Zusammenfassung findet sich im Manager Magazin.

Poker-WM: Deutscher holt den Titel und gewinnt 10 Millionen 1200 1000 2019-07-19 08:06:08 Online-Casino.de

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