Aktuelle Casino Nachrichten für Deutschland
Recht & Gesetze, Sport & Spiel, Steuern, Technik, Unterhaltung und Wirtschaft

PokerStars verärgert Spieler mit Änderungen

Martin Hill, 3. Dezember 2015, Sport & Spiel

PokerStars ist das bekannteste und beliebteste Online-Portal für Spieler. Zum kommenden Jahr sind Änderungen geplant, welche die Nutzer nicht gerne hinnehmen. Diese betreffen insbesondere das VIP-Programm.

Demzufolge wollen die Spieler der Plattform ein Zeichen setzen. Die letzten drei Tage bis einschließlich heute soll ein Streik durchgeführt werden, um den eigenen Standpunkt zu verdeutlichen. Sie wollen ihre Multiplikatoren, in Abhängigkeit vom jeweiligen Level, auf die VIP Poker Points behalten. Poker ist auch deshalb so beliebt, weil im Gegensatz zum Blackjack das Können des Einzelnen zählt.

Welche Änderungen stehen bei PokerStars an?

Aus den unterschiedlichen Leveln werden Stufen gemacht. Das System teilt die Spieler somit in 20 Kategorien ein. Jede Stufe entspricht fünf VIP Poker Points. Wer diese nicht innerhalb eines Monats erspielt, bekommt seine Punkte um die Hälfte verringert.

Die Frequent Player Points werden durch eine neue Währung, den StarsCoin, ersetzt. Negativ wird auch hervorgehoben, dass bei diversen Spielen (Pot-Limit, No-Limit mit 5/10 und mehr US-Dollar, sowie einigen anderen Spielen) die VIP Poker Points ihre Gültigkeit verlieren.

Auch die Prämien, welche besonders aktive Spieler auszeichnen sollen, werden verringert. So sollen die Vorteile für Spieler des Status „Supernova“ oder „Supernova Elite“ auf 30 Prozent festgeschrieben werden. Beim Platinum Level werden die Boni um 10 Prozent zurückgefahren.

Schlussendlich wird es weitere Restriktionen bei der Nutzung von Software geben, die über Drittanbieter bereitgestellt wird. Heads-up-Displays und Programme zum Tracking werden nicht explizit verboten, in ihrem Leistungsumfang aber stark eingeschränkt. Software um die Sitzordnung zu verändern wird komplett verboten.

Warum führt PokerStars diese Änderungen ein?

Eric Hollreiser ist Vizepresident im Sektor Corporate Communications bei PokerStars. Er hebt den Unterhaltungswert und den sozialen Aspekt hervor. Die „Poker-Ökonomie“ soll zukünftig nachhaltig und ausgeglichen aufgezogen werden. Das Spiel soll wieder mehr auf das Können einzelner Spieler ausgerichtet werden.

Besonders VIP-Spieler, die ihren Status in der Vergangenheit erspielt haben, fühlen sich benachteiligt. Kein Wunder also, dass in diversen Foren zum Streik aufgerufen wurde. Es wird argumentiert, dass durch die geplanten Änderungen keine Besserbehandlung der Freizeitspieler erreicht wird. Große Namen aus dem Pokergeschäft unterstützen den Streik. Tatsächlich ist von 2.000 Spielern die Rede, welche den Boykott durchziehen. Es bleibt die Frage offen, wie sehr sich der Pokerraum am Streik stört.

Nicht zum ersten Mal wird in einem ähnlichen Zusammenhang eine Gewerkschaft für Pokerspieler gefordert. Fraglich wäre jedoch, ob die Unternehmen hinter den Pokerräumen sich überhaupt auf Verhandlungen einlassen würden. Der Wunsch nach einer Gewerkschaft ist nur ein weiteres Ventil der Spieler ihrem Unmut Luft zu machen. Denn PokerStars kann Änderungen beliebig durchsetzen.

PokerStars verärgert Spieler mit Änderungen 300 200 2016-09-23 17:30:47 Online-Casino.de

Weitere Casino News