Aktuelle Casino Nachrichten für Deutschland
Recht & Gesetze, Sport & Spiel, Steuern, Technik, Unterhaltung und Wirtschaft

Recht: Blackjack Spieler unschuldig gesprochen

Recht und Gesetz

Blackjack ist ein Kartenspiel. Wer kein Stammgast im Casino ist, dem ist der Name 17 und 4 eher bekannt. Denn diese 21 Punkte dürfen nicht überschritten werden, ansonsten gewinnt die Spielbank. Ansonsten siegt, wer die höhere Punktzahl vorweisen kann. Im Zuge der Digitalisierung hat das Kartenspiel seinen Weg ins Internet gefunden.

Blackjack wird in unterschiedlichen virtuellen Casinos feilgeboten. Hier ist es möglich gegen den Computer, aber häufig auch gegen einen echten Live-Dealer zu spielen. Die Verifizierung der Echtzeit erfolgt meist über eine Chat-Funktion. Vor Gericht wurde ein Spieler im Januar 2015 schuldig gesprochen, bei einem ausländischen Anbieter gespielt und gewonnen zu haben. Dieses Urteil wurde inzwischen aufgehoben.

Rückblick: Warum wurde der Blackjack Spieler schuldig gesprochen?

Verurteilt wurde ein Malermeister einzig aus dem Grund, dass er bei einem Online-Anbieter gewonnen hatte, welcher im Ausland ansässig war. Sein Spiel war das Blackjack Kartenspiel. Die Verurteilung fand statt, weil es sich um unerlaubtes Glücksspiel gehandelt haben soll. Im Januar 2015 war es ein großer „Paukenschlag“. Die erste Entscheidung in einem Fall des unerlaubten Glücksspiels im virtuellen Segment.

Der Gewinn des Spielers belief sich auf über 200.000 Euro. Von diesem Geld hat das Amtsgericht München die noch verbliebenen 60.000 Euro einkassiert. Die Gewinnsumme wurde schon im Jahr 2011 erspielt. Zusätzlich wurde eine Geldstrafe in Höhe von 2.100 Euro verhängt. Gespielt wurde bei einem Anbieter, der seinen Sitz in Gibraltar hatte. Eine Zulassung für Deutschland war tatsächlich nicht gegeben.

Warum hatte der Gewinner nur noch 60.000 Euro übrig? Leider hat er das Geld nicht ausgegeben, sondern wieder beim Blackjack verloren. Von dem Urteil wurde sich Auswirkung auf andere Menschen im Web erhofft. Denn das Internet ist kein Rechtsfreier Raum. In diesem Sinne und so wurde letztes Jahr auch argumentiert, hätte sich der Malermeister selber erkundigen müssen, ob sein Glücksspiel bei dem Anbieter legal gewesen sei.

Inzwischen ist das Urteil aus 2015 aber hinfällig.

Revision erfolgreich: 60.000 Euro werden zurückgegeben

Über 18 Monate hat es gedauert. Jetzt hat sich das Blatt aber gewendet. Die 21 liegt für den Malermeister wieder oben. Er hat sein Geld zurückerhalten. Denn das Landgericht München hat das Urteil vom Amtsgericht gekippt. Das Ergebnis war, dass das deutsche Strafrecht in diesem Fall keine Anwendung finden darf.

Jetzt kann auch weiterhin der Standpunkt vertreten werden, dass in der Bundesrepublik auch weiterhin noch kein Online Casino Spieler eine Verurteilung hat hinnehmen müssen. Entweder ist die ausländische Lizenz ausreichend oder das Glücksspiel dürfte von Deutschland aus gar nicht möglich sein. Derzeit sitzt der Spieler gerichtlich am längeren Hebel.

Bildquelle: Fotolia/vege (Bild-ID: #113932848)

Recht: Blackjack Spieler unschuldig gesprochen 900 601 2016-11-03 11:45:02 Online-Casino.de

Weitere Casino News