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Revolte gegen den Casino-Kapitalismus?

Dieter Maroshi, 11. November 2016, Unterhaltung

Trump ist ein Meister der Kommunikation, behauptet Analyst Pepe Escobar auf RT (Russia Today) „Der Kassierer bei Wall Mart versteht ihn perfekt.“ Escobar versucht seine Interpretation des Trump Sieges und sieht politische Panik nach dem Erscheinen des großen Unbekannten, Donald Trump. Er nennt das Wahlergebnis einen „geopolitischen 11. September„. „Die ehemaligen Obama-Wähler, die abgewertete Mittelklasse, haben gegen die Wall Street und Goldmann Sachs gestimmt.“

Donald Trum und die Revolte gegen den Casino-Kapitalismus?

Alea jacta est (lat.: Die Würfel sind gefallen) Man kann sich kaum der Interpretationen und des Kaffeesatz Lesens von Spezialisten jedweder Couleur erwehren. Jeder interpretiert das Wahlergebnis nach seinen Interessen. Vom drohenden Untergang des Abendlandes bis zur friedvollen Entspannung mit Russland reicht die Bandbreite der Meinungen.

Abwarten und Tee trinken hätte meine weise Großmutter empfohlen. Jedermann/frau unterliegt dem Zwang zum Kompromiss im Leben, auch wenn man das Amt des Präsidenten der Vereinigten Staaten innehat, gilt diese banale Weisheit.

Casino-Kapitalismus!?

Mit Casinos hat Donald Trump seine einschlägigen Erfahrungen gemacht. Vielleicht keine schlechte Voraussetzung wenn man im Haifischbecken der Weltwirtschaft seine ersten Schwimmübungen absolvieren muss.

Donald Trump schuf das größte Finanzgrab, dass Atlantic City je gesehen hat behauptet Finanzen100.de.

Atlantic City, neben Las Vegas die bekannteste Casino-Stadt der USA, hat zahlreiche Erfolge gesehen und noch viel mehr Flops, darunter auch einige ehrgeizige Bauprojekte. Zum Beispiel von Milliardär – und seit neustem Präsident – Donald Trump. Er musste in Atlantic City 2012 sein Casino-Imperium begraben. Auf dem Höhepunkt betrieb Donald Trump drei Casinos in Atlantic City und alle gingen Pleite – eines von ihnen sogar zwei Mal. Den größten Paukenschlag verursachte jedoch das 2,4 Milliarden Dollar teure Revel.

2012 war das Casino-Hotel eröffnet worden, Geld kam von Morgan Stanley, die Eröffnungsshow von Beyoncé. In den folgenden zwei Jahren mussten die Manager sich zwei Mal mit dem Konkursgericht herumschlagen, bis das Casino schließlich die Türen für immer Schloss.

Gerne verweist Trump in Interviews und Reden auf seine ökonomischen Erfolge, auf das, was er alleine geschaffen hat. Sein Gespür für den richtigen „Deal“ sei es gewesen, das seinen Aufstieg in der New Yorker Immobilienbranche ermöglichte – und eine „minimale“ Starthilfe seines wohlhabenden Vaters (Trump spricht von einer Million). Zudem war der exzentrische Multimillionär 25 Jahre lang Besitzer und Manager eben dieser Casinos in Atlantic City, mit denen er ein finanzielles Fiasko erlebte und Verluste von 916 Millionen Dollar geltend gemacht hat.

Fairerweise muss man jedoch anmerken, dass die gesamte Casino Branche seit den Neunziger Jahren bis über das erste Jahrzehnt des neuen Jahrhunderts hinaus gelitten hat.

Casino Control Commission New Jersey

Die Folgen des „Casino-Kapitalismus“ amerikanischer Prägung verfolgen uns nun seit dem 15. Sept 2008, seit dem Zusammenbruch von Lehman Brothers und infolge der Subprime-Krise (Hypotheken Kredite mit nicht ausreichender Bonität). Auch die Wahl Donald Trumps kann man durchaus als langfristige Folgeerscheinung dessen werten. Ob mit oder ohne Donald Trump wissen wir – wir gehen unruhigeren Zeiten entgegen.

Foto Quelle: © Albert H. Teich / Shutterstock.com

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