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Rückgang der Online-Spieler in Frankreich

Martin Hill, 1. Juli 2016, Wirtschaft

Das Online-Spielen hat über die vergangenen Jahre einen wahren Boom erlebt. Dies betrifft Casino-Games, ebenso wie Poker, Sportwetten und weitere Spiele. Der Aufschwung kann jedoch, wie Frankreich zeigt, zum Erliegen kommen. Denn dort finden immer weniger Spieler den Weg zum Online-Gaming.

Vielfach wird dies unterstützt. Aber auch die Regierung verdient weniger, wenn kaum jemand spielt. Unternehmen ziehen sich aus Frankreich zurück, weil ihre Einnahmen nicht ausreichen. Aber wie kam es überhaupt zu dieser Entwicklung?

Abschwung: Online-Glücksspiel in Frankreich

Das Land der Liebe und des Weines verliert seine Online-Spieler. Dies geht aus Informationen der unabhängigen Regulierungsbehörde ARJEL hervor. Betrachtet wurden die vergangenen Monate. Betroffen ist insbesondere das Pokerspiel, aber auch ähnliche Angebote wie Black Jack.

Eine erstaunliche Wende. Denn es ist kaum drei Jahre her, da waren Full Tilt Poker und PokerStars in aller Munde. Viele Spieler erstellten sich einen Account und freuten sich entweder über die Möglichkeit online spielen zu können oder sogar darüber beachtliche Gewinne einzufahren. Nach aktuellen Statistiken ist die Anzahl der Spieler in Frankreich jedoch um 54 Prozent gesunken.

Der Rückgang der Spieler wirkt sich natürlich extrem auf die Einnahmen der Unternehmen aus. Aber warum ist ein dermaßen breitflächiger Rückzug der Spieler aufgetreten?

Frankreichs Besteuerung der Online-Spieler

Es gibt mehrere Gründe, warum das Online-Spielen in Frankreich auf dem absteigenden Ast liegt. Die hauptsächliche Ursache sind jedoch die Steuern, welche Franzosen auf ihre Gewinne leisten müssen. Grundsätzlich ist eine Besteuerung in Ländern üblich, wo das Glücksspiel lizenziert wurde. Frankreich legt mit 33 Prozent bei den Abgaben einen Spitzenwert vor.

Weitere zwei Prozent bekommt das französische Finanzamt von den Gewinnen gutgeschrieben. Damit geht über ein Drittel der erspielten Einnahmen an den Staat. Diese Regulierung macht das Spielen und insbesondere das Gewinnen weniger lukrativ. In der effektiven Darstellung betragen die Abgaben sogar über 46 Prozent.

Andere Länder sind hier humaner. In Spanien werden 25 Prozent gefordert. In Dänemark sind es 20 Prozent und Finnländer müssen nur 15 Prozent abführen.

Was erwartet den französischen Glücksspiel-Markt?

Änderungen wurden schon durchgeführt. So haben Full Tilt Poker, Microgaming und OnGame ihre Websites in Frankreich eingestellt. Gesetzliche Änderungen müssten her, damit der Markt wieder Fuß fassen kann. Dazu wird es aber vorerst nicht kommen.

Präsidentschaftswahlen finden erst wieder im Jahr 2017 statt. Anschließend könnten Neuerungen durchgesetzt werden. Die aktuelle Regulierung betrifft aber nicht den gesamten Glücksspiel-Sektor. Bei den Sportwetten, Unibet und bwin stechen hier deutlich hervor, sind die Regeln humaner. Eine Angleichung des Online-Glücksspiels wäre nur logisch.

Rückgang der Online-Spieler in Frankreich 300 200 2017-01-02 09:59:31 Online-Casino.de

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