Rumänien: Kein Online-Glücksspiel mehr?

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Rumänien: Kein Online-Glücksspiel mehr?

Martin Hill, 8. August 2016, Wirtschaft

Die Glücksspiel-Anbieter sind nicht nur in den großen Nationen aktiv. Zahlreiche Länder werden inzwischen mit der Möglichkeit zu Wetten oder zu Spielen versorgt. Während die Spieler gewinnen können, gehört der Wettbetreiber immer zu den Gewinnern. Aber in Rumänien zeigt sich jetzt eine ungewöhnliche Tendenz.

Denn nach dem Rückzug von Ladbrokes, folgt nun William Hill. Es werden keine Wetten mehr im Balkanstaat angeboten.

Warum ziehen sich die Wettanbieter aus Rumänien zurück?

Diese Frage stellen sich sicherlich nicht nur die Bewohner und Spieler aus Rumänien. Denn jedes Land bedeutet für den Betreiber eine weitere Einnahmequelle. An unterschiedliche Gesetze ist man gewöhnt und auf Einnahmen wird nur ungern verzichtet.

Immerhin leben in Rumänien über 20 Millionen Einwohner. Bukarest ist sogar die sechstgrößte Stadt innerhalb der Europäischen Union. „Regularische Entwicklungen“ sind die einzige Erklärung, welche für den Rückzug bekannt ist.

William Hill bezieht sich hierbei wohl auf die Bedingungen für Spieler über das Internet. Vielleicht wird auch bloß auf eine sicherere Rechtslage gewartet. Es ist nicht ausgeschlossen, dass die Anbieter eine Rückkehr vornehmen. Im Zuge einer ordentlichen Geschäftsplanung war es vielleicht die bessere Lösung einen vorübergehenden Rückzug anzutreten.

Wie bekommen Spieler ihr Geld zurück?

Die Spielerkonten wurden bereits am 02. Juni deaktiviert. Allerdings geschah dies ohne große Vorankündigung. Einige Glücksspieler werden von dieser Entwicklung überrascht worden sein. Plötzlich war es nicht mehr möglich Wetten zu platzieren oder das virtuelle Casino zu betreten. Geld lag aber vielleicht noch auf dem Konto.

William Hill hat dafür aber vorgesorgt. Der Kundendienst ist mit der Problematik vertraut. Spieler können durch eine Überweisung veranlassen. Sollte dies auf gewohntem Wege nicht möglich sein, so stehen die Kundenberater zur Klärung von Problemen bereit. Nach aktuellem Stand der Dinge können bisherige Kunden aus Rumänien nicht mehr spielen. Es werden auch keine neuen Kunden angenommen.

Rumänien will Wirtschaft ankurbeln

Noch immer ist der Grund für den Rückzug nicht sehr eindeutig. Eine Änderung hat es jedoch in der Regulierung gegeben. Ein neu eingeführtes Programm, mit doch recht hohen Steuern für Betreiber, könnte als Begründung dienen. Eine Erhöhung von 400.000 auf 448.000 RON steht auf dem Plan. Hierbei handelt es sich um einen Betrag in Höhe von über 100.000 Euro.

Ladbrokes hat sich auf die geänderte Gesetzeslage bezogen, als der Rücktritt aus Rumänien bekanntgegeben wurde. Die Anbieter schauen sich ihre Einnahmen und Gewinn natürlich zuvor an und vergleichen diese mit den Ausgaben. Der Markt Rumänien scheint derzeit nicht lukrativ genug, um auch noch Risiken einzugehen.

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