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Sachsen-Anhalt kündigt Partnerschaft mit Oddset

Christian Webber, 11. Februar 2016, Sport & Spiel

Das Land Sachsen-Anhalt hat über eine Kooperation mit der Oddset Deutschland Sportwetten GmbH im Markt der Sportwetten mitgemischt. Kürzlich wurde der Vertrag mit der ODS aber aufgehoben. Die Kündigung geschah, um einen finanziellen Verlust vom Land abzuwenden.

Dass sich der Staat am Spiel der Bevölkerung beteiligt, ist seit Lotto-Toto ein alter Hut. Sportwetten sind ein großer Markt und Sachsen-Anhalt wollte dort mitmischen. Eine Beteiligung in Höhe von 3,71 Prozent bei der ODS, dies entsprach einem Gegenwert von 228.000 Euro, wurde hinterlegt. Jetzt hat sich die Politik für eine risikoarme Variante entschieden und den Vertrag aufgekündigt.

Warum trug die Partnerschaft keine Früchte?

Wird die Politik deutschlandweit betrachtet, so sind die Probleme hausgemacht. Der Glücksspielstaatsvertrag aus 2012 sollte die Lizenzierung von 20 Anbietern regeln. Zuvor war die staatliche Oddset Sportwette erlaubt. Es sollten nun weitere Anbieter am Marktgeschehen teilnehmen dürfen.

Neben Lotto-Toto bewarben sich weitere Unternehmen. Vom Staat wurden Konzessionen vergeben. Die unterlegenen Anbieter klagten jedoch gegen die Vergabe. Seit bald vier Jahren hat sich dieser Rechtsstreit hingezogen. Der Europäische Gerichtshof hat den Glücksspielstaatsvertrag für rechtswidrig erklärt. Jetzt müssen erst noch neue Regeln erlassen werden. Auch dieser Vorgang wird sich hinziehen.

Bis eine höchstrichterliche Entscheidung für Klarheit auf dem Markt sorgt, werden weitere Monate, vielleicht sogar Jahre, vergehen. Schon in der jüngsten Vergangenheit war die ODS praktisch handlungsunfähig. Dies wird sich in naher Zukunft nicht ändern. Daher hat Sachsen-Anhalt vorsorglich beschlossen, sich mit Jahresbeginn 2017 (ab diesem Zeitpunkt gilt die Kündigung) zurückzuziehen.

Wird in der Zwischenzeit eine neue Rechtslage das aktuelle Modell ersetzen, könnte die Beteiligung neu bewertet werden.

Oddset kann weiterhin am Kiosk gespielt werden

Es muss der Unterschied zwischen der ODS Gesellschaft und der Oddset Sportwette am Kiosk hervorgehoben werden. Egal wie die juristische Entscheidung ausfallen wird, die Wette bleibt erhalten. Erhält die ODS schlussendlich eine Lizenz, so würde Lotto-Toto die Sportwette vertreiben. Ein Firmenanteil ist hierfür nicht notwendig. Lotto-Toto müsste aber auf geplante Profite verzichten. Als Veranstalter könnten sie wohl nicht mehr auftreten. Eine Vergütung würden sie lediglich für den Vertrieb erhalten.

Die ODS Gesellschaft sind bei der Vermarktung der Sportwetten im Internet Grenzen gesetzt. Gerade hier ist jedoch ein großer Markt zu bedienen. Bereits 2014 wurden in Deutschland schon über 4,5 Milliarden Euro im Web umgesetzt. Dies geht aus Informationen des Deutschen Sportwettenverbandes hervor. Tatsächlich wird ein Großteil des Geschäfts im Internet gemacht.

Für die ODS war der Weg vom Kiosk ins Web geplant. Jetzt bleibt vorerst doch nur der klassische Vertriebsweg offen.

Sachsen-Anhalt kündigt Partnerschaft mit Oddset 900 379 2016-11-23 14:32:45 Online-Casino.de

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