Schwarze Liste gegen illegales Online-Spiel

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Schwarze Liste gegen illegales Online-Spiel

Martin Hill, 24. September 2015, Recht & Gesetze

Online Glücksspiel ist erlaubt und bringt dem Staat Steuern in die Kasse. Tatsächlich hat sich diese Rurik zu einer Wirtschaftskraft mit hohem Volumen entwickelt. Aber noch immer gibt es Schwarze Schafe, die das Recht beugen und sich nicht an die gesetzlichen Vorgaben halten. Hier fließen Gelder, die dem Staat vorenthalten werden.

Aber nicht nur die Schädigung in wirtschaftlicher Hinsicht ist zu hinterfragen. Auch der Jugendschutz, die Sicherheit der Spieler und der Umgang mit Sucht werden weniger professionell gehandhabt, als dies in den meisten Online-Casinos der Fall ist. Gegen solche illegalen Anbieter, die es für Lotto und Wetten ebenso gibt, wie für Poker und Co. könnte künftig mit einer Schwarzen Liste vorgegangen werden.

Was würde eine Schwarze Liste bewirken?

Auf dieser Liste würden die Unternehmen bzw. Glücksspiel-Seiten im Internet vermerkt werden, die sich nicht an das Gesetz halten. Dies wäre der Fall, wenn dem Staat Gelder vorenthalten werden oder wenn auch Minderjährigen das Spielen dort gestattet wird. Vorteilhaft für den Gesetzgeber wirkt sich aus, dass die Konteninformationen bekannt sein müssen, damit Spieler Geld überweisen können.

Viele dieser Summen fließen via Kreditkarte vom Spieler zum Unternehmen. Lotto sieht genau hier einen Ansatzpunkt, um diesen Geldfluss zu unterbinden. Auf der Schwarzen Liste wären die Firmennamen und die Kontenverbindungen notiert. So wüssten die Geldinstitute, dass Zahlungen an diese Institutionen zu unterbinden sind.

Geschäftsführer Saarland-Sporttoto Michael Burkert führt aus, dass diese Anbieter weder auf das Alter, noch auf die Spielsucht Rücksicht nehmen und Überweisungen deswegen unterbunden gehören.

Payment-Blocking: Steuern und Datenschutz

Diese Methode, die Firmen auf einer Schwarzen Liste zu notieren, um Zahlungen zu blockieren, wird auch als Payment-Blocking bezeichnet. Diese Zahlungsblockade wäre aus Sicht des Datenschutzes unbedenklich. Ein Datenschutz-Experte hat sich dahingehend geäußert, dass der Staat keine Möglichkeit hat gegen die Firmen im Ausland vorzugehen.

Die Banken hierzulande könnten jedoch angewiesen werden, Zahlungen an diese Unternehmen einzustellen. Da die Deutschen Bürger fast ausschließlich Überweisungen von ihren deutschen Banken vornehmen, wäre diese Sperrung eine elegante Lösung. Der Spieler würde in diesem Sinne auch nicht geschädigt, sondern geschützt.

Derzeit wird aber eine Anhörung verlangt, um weitere Datenschutzrechtliche Konsequenzen zu klären. Fraglich ist der Umgang mit den Namen der Spieler, der entsprechenden Anbieter und auch der Art des Spiels.

Auch der Staat würde von dieser Blockade indirekt profitieren. Der gesamte Glücksspielzweig erzielt im Jahr 11,3 Milliarden Euro Umsatz. 1,7 Milliarden Euro werden jedoch von Online-Anbietern ohne staatliche Zulassung eingenommen und folglich nicht versteuert.

Schwarze Liste gegen illegales Online-Spiel 300 200 2016-09-23 17:15:45 Online-Casino.de

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