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Schweiz gleicht Lotto und Poker an Casino-Spiele an

Martin Hill, 22. Oktober 2015, Recht & Gesetze

In der Schweiz galten bislang andere Regeln bei der Versteuerung von Gewinnsummen als dies in Deutschland der Fall ist. Künftig soll es Gewinnern in der Schweiz möglich sein, die Gewinne nicht mehr versteuern zu müssen. Bislang wurden diese über das Einkommen angerechnet. Dies betrifft Summen, die beim Lotto und beim Wetten gewonnen werden.

Die Nation ist hierbei bemüht ein Ungleichgewicht aufzuheben. Denn die Summen, die in Casino-Spielen gewonnen wurden, müssen auch derzeit nicht als Einkommen versteuert werden. Der Bundesrat hat sich jetzt für eine Gleichbehandlung entschieden. Dies bedeutet, dass Lotto und Wetten künftig weder von der Verrechnungs-, noch von der Einkommenssteuer betroffen sein sollen.

Schweiz öffnet Casinos für weitere Spiele

Die neue Reglementierung wird für Casinos in der Schweiz neue Wege eröffnen. So können zahlreiche Geldspiele angeboten werden, die aktuell verboten sind. Darunter fallen Online-Varianten von Blackjack, Roulette, sowie weitere Spiele.

Im selben Atemzug sollen die Gesetze gegen illegale Online-Casinos verschärft werden. Die Strafen sollen an die modernen Zeiten angepasst werden. Es ist das Ziel die Geldwäsche zu verhindern, den Jugend- und Spielerschutz zu gewährleisten. Zudem ist geplant den Zugang zu illegalen Anbietern aus dem Ausland zu stoppen.

In diesem Sinne werden Lotto, Sportwetten und auch Geschicklichkeitsspiele finden ihre neue Heimat im Geldwäschereigesetz. Die Spielbankenabgabe bleibt hingegen in ihrer derzeitigen Form verankert. Zudem wird weiterhin daran festgehalten die Erträge aus Sportwetten und Lotto für gemeinnützige Ziele einzusetzen.

Private Pokerturniere werden gestattet

Die vom Bundesrat geplante Änderung betrifft auch die Durchführung privater Pokerturniere in der Schweiz. Bislang mussten entsprechende Turniere, selbst wenn diese nur im Freundeskreis abgehalten wurden, mit einer Bewilligung genehmigt werden. Dies ist nun nicht mehr notwendig.

Die geplanten Änderungen in diesem und den anderen Bereichen waren gewissermaßen überfällig. Die zwei aktuell gültigen Gesetze glänzen nicht mit Aktualität. Einer der Rechtstexte stammt noch aus dem Jahr 1923, wo weder Online-Casinos nicht existent und diverse andere Glücksspiele kaum bis gar nicht gefragt waren.

Kritik an der geplanten Gesetzeslage

Insbesondere die Casinos vor Ort sind mit den neuen Gesetzen und den erweiterten Rechten für die Online-Branche unzufrieden. Es wurde sogar von einer Existenzgefährdung gesprochen. Suchtverbände prangerten hingegen an, dass die Regelungen noch Lücken aufweisen.

Aber auch in anderen Ländern müssen und mussten die Casinos lernen mit der Konkurrenz aus dem Internet klarzukommen. Mancherorts geht es mit den Zahlen wieder aufwärts. Es kann sicherlich eine friedliche Co-Existenz zwischen dem „Stadtcasino“ und der Online-Variante geben.

Schweiz gleicht Lotto und Poker an Casino-Spiele an 300 200 2016-09-23 17:20:06 Online-Casino.de

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