Schweizer muss 2 Millionen Pfund an Casino zahlen

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Schweizer muss 2 Millionen Pfund an Casino zahlen

Martin Hill, 7. August 2015, Recht & Gesetze

Ein Schweizer Geschäftsmann war im Februar 2014 im Ritz Casino in London zu Besuch. Dort verbrachte er einige Zeit und ließ sich Chips im Wert von 2 Millionen britischen Pfund aushändigen. Dieser Einsatz wurde innerhalb kurzer Zeit verspielt. Das Geld war verloren oder doch nicht? Denn der Spieler, Safa Abdulla Al-Geabury, wollte seinen Verlust nicht einsehen.

Schlussendlich kam es zur Klage des Ritz Casinos und zur Gegenklage des Spielers. Das Londoner Etablissement konnte dem Richter jedoch die besseren Argumente liefern und gewann den Rechtsstreit abschließend. Der Spieler muss seine ausstehenden Schulden bezahlen.

Warum das Casino Klage einreichen musste!

Al-Geabury ließ dem Ritz Casino kaum eine andere Wahl. Zunächst wollte sich der Spieler weitere 5 Millionen britische Pfund in Chips aushändigen lassen. Dies wurde verwehrt. Das Casino drängte auf die Zahlung. Beim Ausstellen des Schecks stellte sich jedoch heraus, dass dieser nicht gedeckt ist. Um die ausstehenden Schulden reinzuholen, wurde das Gericht konsultiert.

Der Geschäftsmann hat sein Geld beim Roulette verspielt. Nach seiner eigenen Ansicht hätten die Mitarbeiter des Casinos ihn gar nicht spielen lassen dürfen. Rückblickend und nach Beratung mit seinem Anwalt stellt sich Al-Geabury als Opfer dar.

Warum Al-Geabury Gegenklage eingereicht hat!

Das Casino hat dem Spieler die Chance auf einen hohen Gewinn geboten. Und auch wenn er nicht gewonnen hat, so wurde das Geld beim Glücksspiel verloren. Es erschließt sich daher von selbst, dass das Ritz Klage einreicht, um die ausstehenden Schulden bezahlt zu bekommen. Aber warum reicht der Spieler Gegenklage ein?

Al-Geabury hat schon länger ein Problem mit dem Spielen. Er beteuerte vor Gericht, dass er sich in allen Casinos und Spielstätten in London hat sperren lassen. Der Schweizer Geschäftsmann ging sogar so weit nicht nur auf die verlorenen 2 Millionen britischen Pfund zu klagen. Er erhöhte auf 3,4 Millionen Pfund, welche insgesamt in den vorangegangenen Jahren verloren wurden.

Warum das Gericht für das Ritz Casino entschieden hat!

Die Klage des Milliardärs wurde abgewiesen. Er hätte das Casino Personal beim Eintreten über seine Spielsucht informieren können. Erst das Geld zu verprassen und anschließend seiner Sucht die Schuld zu geben, war ihr wohl zu einfach. Zumal auf diesem Wege sehr viele Spieler versuchen könnten, nachträglich ihre Verluste vor Gericht zu erstreiten.

Der Schweizer muss jetzt nicht nur die 2 Millionen britischen Pfund überweisen. Weiterhin müssen die Zinsen, welche vom Februar 2015 bis Datum der Zahlung angefallen wäre, ebenfalls gezahlt werden.

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