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Sind Sportwetten weniger vom Glück abhängig als Casino-Spiele?

Wie groß ist der Faktor Glück im Glücksspiel? Bild: Shutterstock.com

Sportwetten geben dem Spieler immer den Anschein, sie könnten das Glück bezwingen. Und zwar mit Statistiken. Diesen Vorsprung durch Wissen gibt es nur bei wenigen Casino-Spielen. Tatsächlich stimmen wir dieser Aussage zunächst zu. Und dennoch ist es richtig auch die Wetten als Glücksspiel zu bezeichnen. Spielausgänge lassen sich halt nicht immer prognostizieren. Und ohnehin gestaltet der Buchmacher die Quoten so, dass er am Schluss bestenfalls mit einem Gewinn dasteht. An dieser Stelle wollen wir unseren Vergleich jedoch nicht enden lassen. Sportwetten vs. Casino heißt es heute bei uns. Im Fokus steht folgende Frage: Wo ist das Glück der stärkere Begleiter?

Die Werbebotschaft der meisten Wettanbieter ist klar und deutlich. Gewinne dank Informationen. Fakten gibt es gerade im Fußball zuhauf. Doch Hand aufs Herz. Wie häufig hat dir dieser Vorsprung an Informationen geholfen? Oder bist du sogar besser gefahren, wenn du auf dein Bauchgefühl gehört hast? Im Online-Casino ist es nicht anders. Mal sprechen Spieler von einem Lauf, wenn sie am Automatenspiel eine Glückssträhne haben. Dann gibt es Tage, da will der einarmige Bandit keine virtuellen Münzen ausspucken. Doch wie sieht es eigentlich bei den Tischspielen aus. Ist es immer nur Glück, oder gibt es dort einen Vorsprung durch Können?

Wie hoch ist der Anteil vom Glück bei den Sportwetten?

Sportwetten sind ein Glücksspiel. Punkt! Dennoch liegt die Vermutung nahe, dass findige Spieler mit der richtigen Strategie, dank der Auswertung von Statistiken oder mit der Kenntnis von Serien einen Vorsprung erlangen kann. Dies ist meist eine verzerrte Sicht auf die Wahrheit. Kurzfristig können bei den Wetten sicherlich Erfolgserlebnisse auftreten. Doch die Mehrzahl der Spieler fällt auf die kleinen Tricks der Buchmacher herein. Häufig wird auf niedrige Quoten gesetzt. Bekommt Dortmund eine Wettquote von 1,25, so handelt es sich um eine Chance von 80 Prozent. Doch ist die statistische Wahrscheinlichkeit nicht viel kleiner? Hat der BVB nur sechs der letzten zehn Spiele gewonnen, so liegt die Chance bei dieser Statistik lediglich bei 60 Prozent. Folglich wäre die Quote für den Spieler gar nicht mal so fair. Ohnehin setzen zu viele Kunden auf die niedrigen Quoten.

Anders gesagt: Die Buchmacher wissen schon was sie machen. Aber jetzt habt ihr wieder mehr Wissen. Kleine Wettquoten immer zu vermeiden ist jedoch nicht der richtige Weg. Denn wer die mittleren bis hohen Quotierungen anspielt, fährt nicht zwingend besser. Strategen reden von der Suche nach Value Bets – also Quoten, wo die Wahrscheinlichkeit auf Eintritt des Spielergebnisses das Risiko auf Verlust des Einsatzes überwiegt. Hört sich logisch an. Doch diese langfristig beste Strategie dauerhaft erfolgreich anzuwenden, ist unglaublich schwierig. Faktisch gibt es nur einen, der bei Sportwetten immer gewinnt. Gemeint ist der Buchmacher. Dieser tangiert die Wettquoten nämlich so aus, dass die Rückzahlung an den Spieler bei 88 bis 98 Prozent liegt. Von dem übrigen Gewinn werden Personal und Steuern bezahlt.

Lassen sich dauerhaft erfolgreich Sportwetten platzieren? Ja, es ist möglich. Doch meist sind es fanatische Statistiker, die sich sehr intensiv damit befassen und selbst dann nur einen niedrigen Prozentsatz ihres Einsatzes als Gewinn verbuchen können. Über die Erhöhung des Einsatzes können dann dennoch interessante Gewinne entstehen.

Wie hoch ist der Anteil vom Glück bei Casino-Spielen?

Glück bei Wetten und im Casino / Bild: Shutterstock.com

Jetzt haben wir bei den Sportwetten sicherlich schon erkannt, dass Glück eine größere Rolle spielt, als allgemein hin angenommen. Bei den Casino-Spielen gilt es natürlich zu unterscheiden. Denn bei den Spielautomaten können wir uns bestenfalls am „Return to Player“ (RTP) orientieren. Diese Kennzahl sagt aus, wie viel Prozent des Einsatzes im Durchschnitt wieder zur Auszahlung gebracht werden. Dann informierst du dich noch über die Volatilität der Slots (hohe Volatilität = seltene, aber hohe Auszahlungen; niedrige Volatilität = häufigere, aber niedrigere Gewinne) und bist eigentlich gerüstet. Da die Auszahlungsquote aber bei 99 Prozent oder weniger liegt, macht das Casino langfristig Gewinn und der Spieler langfristig Verlust. Wobei auf kurze Strecke natürlich Gewinne für den Spieler möglich sind.

Etwas anders sieht es da bei den Tischspielen aus. Denn bei manchen Titeln kann sich der Spieler einen leichten Vorteil verschaffen. Dies gilt für Blackjack, wo jedoch das Wissen vorhanden sein muss. Wann nehme ich noch eine Karte? Wann teile ich den Stapel? Ähnlich sieht es beim Pokern aus, wo erfahrene Spieler das nötige Wissen haben. Sie erkennen anhand der Handkarten, wann sich ein potentes Blatt anbahnt. Ob es dann wirklich eintritt, ist eine andere Frage. Wer über die nötigen Fähigkeiten verfügt, der kann online auch gegen andere, echte Gegner spielen. Sind die anderen Spieler schlechter, dann sind die Erfolgsaussichten gut. Allerdings braucht es dennoch Kartenglück. Denn der beste Spieler wird mit den schlechtesten Karten nicht gewinnen.

Glück ist ein stetiger Begleiter: Es gibt im Online-Casino und bei den Sportwetten durchaus Möglichkeiten den Faktor Glück ein wenig zu begrenzen. Dennoch ist und bleibt es jeweils ein Glücksspiel. Durch den Return to Player (Casino) und die Quoten (Sportwetten) haben die Glücksspielanbieter Werkzeuge um selber die Gewinne einzufahren. Es lässt sich auch nicht pauschal sagen, dass Sportwetten weniger glücksabhängig sind als Casino-Spiele.

Sind Sportwetten weniger vom Glück abhängig als Casino-Spiele? 1200 1000 2022-06-13 10:58:44 Online-Casino.de

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