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So wirkt sich das Coronavirus auf Sportwetten und Fußball aus

Sabina Kugler, 11. März 2020, Sport & Spiel

Coronavirus sorgt für Geisterspiele / Shutterstock.com

Am heutigen Mittwoch, den 11. März 2020, wird es das erste Geisterspiel in der Fußball Bundesliga geben. Betroffen ist das Nachholspiel zwischen Borussia Mönchengladbach und dem 1. FC Köln – ein Derby. Dennoch bleiben die Ränge leer. Gesundheitsminister Jens Spahn hat unlängst empfohlen, auf alle Großveranstaltungen mit über 1.000 Besuchern konsequenter zu verzichten. Zumindest Nordrhein-Westfalen, wo das Coronavirus am weitesten verbreitet ist, und Bayern haben sich diesem Wunsch gebeugt. Andere Bundesländer sind bislang nicht auf den „Corona-Zug“ aufgesprungen. So wird beim Duell des FC Bayern München zu Gast beim 1. FC Union Berlin das Stadion gut gefüllt sein.

Ohnehin scheint das Coronavirus Deutschland in zwei Lager zu teilen. Die einen reagieren angespannt, tätigen Hamsterkäufe und sind deutlich verunsichert. Die andere Gruppe spielt das Virus herunter und sieht es nicht gefährlicher als eine normale Grippe an. Dass eine zu schnelle Ausbreitung das Gesundheitssystem in Deutschland lahmlegen könnte, wird dabei übersehen. Wir halten fest: Vorsorge ist gut. Panik ist schlecht. Daher ist es durchaus interessant zu sehen, wie die Deutsche Fußball Liga und ihre Teilnehmer mit der Situation umgeht.

Auswirkungen von Corona auf den deutschen Fußball

Finden bald alle Spiele der Bundesligen oder des gesamten Profifußballs ohne Zuschauer statt? Ausgeschlossen ist dieses Szenario nicht. Ein Beispiel bietet die Schweiz. Dort wurden ohnehin Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Personen vorerst bis zum 15. März verboten. Es ist durchaus anzunehmen, dass dieses Verbot darüber hinaus aufrechterhalten bleibt. Auf Geisterspiele hatten die Schweizer scheinbar keine Lust. Prompt wurden die Spiele einfach verlegt. Bis Anfang April finden keine weiteren Begegnungen in den Schweizer Ligen statt. Deutschland handhabt den Umgang mit dem Coronavirus teilweise noch etwas lockerer. Einige Bundesländer ordnen Geisterspiele an, andere mischen sich bislang nicht ein. Doch ist es paradox. Denn so reisen beispielsweise die Fans der Münchener Bayern mit nach Berlin. Ein Virusträger reicht aus, um diverse Leute anzustecken. Und die Rückverfolgung ist hier praktisch ausgeschlossen.

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) sprach in einem offenen Brief davon, dass die Gesundheit der Fans die oberste Priorität genießt. Weiterhin wurde darauf verwiesen, dass in den unterschiedlichen Lebensbereichen der jeweils angemessene Weg zu finden ist. Gemeint ist die Gratwanderung zwischen berechtigter Vorsorgte und übertriebener Vorsicht. Dennoch deuten erste Geisterspiele darauf hin, dass leere Ränge in den kommenden Wochen zum bekannten Bild in den Stadien der Proficlubs werden können. Gladbach vs. Köln ist das erste Geisterspiel in der Bundesliga überhaupt. Doch schon am kommenden Wochenende findet auch das Revierderby zwischen Borussia Dortmund und dem FC Schalke 04 ohne Zuschauer statt. Wenn Düsseldorf und Paderborn, sowie Köln und Mainz aufeinandertreffen, dann ebenfalls vor leeren Tribünen. Nordrhein-Westfalen hält sich an die Empfehlung von Gesundheitsminister Spahn.

Wie schaut es in der 2. Bundesliga aus: Auch hier agieren die Clubs unterschiedlich. In Nordrhein-Westfalen finden die Spiele ohne Publikum statt.

Was ist die beste Lösung: Geisterspiele, Absagen oder Verschiebungen?

Coronavirus beeinträchtigt Fußball / Shutterstock.com

Dass Coronavirus betrifft jeden von uns. Beim Fußball werden wir uns künftig in der 1. und 2. Bundesliga auf diverse Geisterspiele einstellen müssen. Es ist durchaus möglich, dass sich diese Prozedur zumindest bis zum Saisonende fortsetzt. Doch verfügen die Clubs aus den ersten beiden Ligen mitunter über finanziell ganz andere Möglichkeiten, als Drittligavereine. Weiterhin ist besonders bei den Bundesligisten der Zeitdruck ein anderer. Denn hier laufen Teams noch im Pokal und sogar in den internationalen Wettbewerben auf. Verschiebungen kommen daher kaum in Frage. Die Spiele finden daher mit großer Wahrscheinlichkeit statt, dann aber immer häufiger ohne Zuschauer.

Kein Zweitligist hat es ins Pokal-Halbfinale geschafft. Somit wird nur noch in der Liga gespielt. Hier wäre es wohl möglich Spiele zu verlegen. Wie sinnvoll dies ist, sei einmal dahingestellt. Es ist längst nicht gesagt, dass Corona durch wärmeres Wetter ausgebremst wird. Eventuell sind in wenigen Wochen also mehr Menschen infiziert als jetzt. Daher ist anzunehmen, dass der Spielplan hier ebenfalls konsequent eingehalten wird. In der 3. Liga sind die Mannschaften auf die Einnahmen der Zuschauer mitunter angewiesen. Grundsätzlich gab der DFB die Order aus, den Spielbetrieb wie geplant vorzunehmen. Zuständig sind die Gesundheitsämter. Geben diese keine Beschränkungen vor, so dürfen Zuschauer auf Einlass hoffen. In München hat das Gesundheitsamt allerdings bereits alle Großveranstaltungen mit 1.000 oder mehr Besuchern untersagt.

Springen weitere Bundesländer auf den Corona-Zug auf? Auch in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz wird über das Verbot von Veranstaltungen mit 1.000 oder mehr Besuchern diskutiert. Die Wahrscheinlichkeit auf weitere Geisterspiele wächst.

Werden die Sportwetten vom Coronavirus beeinflusst?

Erstmal beschweren sich einige Bundesligisten unter der Hand wegen einer eventuellen Verzerrung des Wettbewerbs. Denn in Leipzig wird beispielsweise vor Fans gespielt. Die Düsseldorfer dürfen dies im Duell mit dem Konkurrenten um den Klassenerhalt – den SC Paderborn – nicht. Auch für Sportwetter ergibt sich hier ein ungewohntes Bild. Denn der Heimvorteil fällt ohne Unterstützung der Zuschauer geringer aus.

Und die Buchmacher selber müssen beispielsweise mit Spielabsagen wie in der Schweiz umgehen. Sind die Spiele nur verschoben, so verzögert sich die Auswertung der Wetten. Bei Absagen müssten Einsätze zurückerstattet werden. Tatsächlich beeinflusst das Coronavirus also ebenfalls das Wettgeschäft.

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