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Sotschi: Von Olympia zum Glücksspiel

Martin Hill, 25. September 2016, Wirtschaft

Staatsgebiet von Russland

Sotschi liegt in Russland und ist insbesondere von den Olympischen Spielen 2014 bekannt. Jetzt wird vor Ort aber investiert, um sich dem Glücksspiel zuzuwenden. Dadurch findet die vorhandene Infrastruktur eine neue Verwendung. Gleichwohl handelt es sich nicht um einen gemeinnützigen Gedanken. Vielmehr sollen Touristen in die Stadt gelockt werden, die dort beim Spielen entspannen und Einnahmen bringen.

Gleichwohl hat Sotschi als „Sport-Standort“ noch nicht ausgedient. Auch wenn die Tage von Olympia vor Ort vorbei sind, so steht als nächstes der Fußball im Blickpunkt. Denn sowohl mehrere Spiele des FIFA Konförderations-Pokals, als auch der Fußball Weltmeisterschaft 2018 werden im Stadion der Stadt ausgetragen.

Wird Sotschi zum Las Vegas Russlands?

Die Regierung in Russland ebnet derzeit den Weg, Sotschi zu einem Paradies für Zocker zu machen. Mit der Lage am Schwarzen Meer und bekannt geworden als Badeort, wird definitiv Erholung geboten. Das Glücksspiel könnte dem Standort weiterhin Glamour, Nervenkitzel und ein neues Image verpassen.

Von den Plänen bezüglich Sotschi berichtet auch Russia Beyond The Headlines. Die Stadt selber soll eine Glücksspielzone eingerichtet bekommen. Dies sehen zumindest die Pläne von Ministerpräsident Dmitrij Medwedjew vor. Ein Erlass wurde diesbezüglich schon im August unterzeichnet. Aber welche Bedeutung hat dieser Entschluss für das Leben vor Ort.

Bekannt sind die Skigebiete Rosa-Chudor und Gorki-Gorod. In diesen Bereichen soll ein Glücksspiel-Standort errichtet werden. Es handelt sich hierbei immerhin um eine Fläche in der Größenordnung von 165.000 Quadratmetern. Rechtlich stehen hier keine Hindernisse mehr im Weg. Bereits vor zwei Jahren wurde ein Gesetz verabschiedet, welches die Umwandlung in Casinogebiete ermöglicht.

In Russland darf seit dem Jahr 2009 nur in dafür ausgewiesenen Zonen betrieben werden. Seitdem gibt es im Land mehrere kleine Oasen, wo sich Spieler amüsieren dürfen.

Pläne mit Sotschi: Touristen und Gewinne

China ist mit ihren Regelungen zum Glücksspiel weniger großzügig. Daher wählen viele Spieler den Ausweg ins Ausland. Hier sieht Russland eine Chance die Touristen aus Fernost abzugreifen. Bereits ab November fliegt Tibet Airlines von Chengdu aus direkt nach Sotschi. Die Verantwortlichen für Reisen wollen hier All-Inklusive Angebote an den Mann oder die Frau bringen. Es soll sogar möglich sein, die Jetons in Renminbi (Währung in China) zu wechseln. Hierfür muss jedoch zunächst eine Änderung des Gesetzes für Sonderspielzonen durchgebracht werden.

Ein früherer Glücksspiel-Versuch in Russland ist fehlgeschlagen. Im Süden wurde die Glücksspielstadt Asow-City gegründet. 2010 öffnete hier das Orakul-Casino. Die Schulden sollen sich auf 8,5 Milliarden Rubel, umgerechnet 115 Millionen Euro, belaufen haben. Jetzt steht die Schließung bevor. Sotschi soll der neue Glücksspielstandort werden und hoffentlich Gewinne erwirtschaften.

Bildquelle: Fotolia/cbies (Bild-ID: #117970719)

Sotschi: Von Olympia zum Glücksspiel 300 250 2016-09-25 16:31:54 Online-Casino.de

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