Spielbanken: Einlass erst nach Scannung?

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Spielbanken: Einlass erst nach Scannung?

Martin Hill, 16. August 2016, Sport & Spiel

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An den Spielbanken scheiden sich die Geister. Die einen erfreuen sich an der einen oder anderen Stunde gemütlicher Unterhaltung mit der Chance auf einen Jackpot. Die anderen sehen hier die Gefahr der Spielsucht und empfehlen grundsätzlich sich fernzuhalten.

Damit es nicht zur Spielsucht kommt und die Gäste wohlbekannt sind, werden diese für gewöhnlich vor dem Einlass kontrolliert. Und eben hier setzen die Städte Cottbus und Potsdam an und wollen den Ablauf, zumindest für die Stammkundschaft, auf das nächste Level heben. Über ein Scanner-Verfahren soll das Einlasssystem vereinfacht werden und mehr Tempo erhalten. Einlass wird freilich auch ohne diesen Prozess gewährt.

Einlasskontrollen in den Etablissements der Brandenburgischen Spielbanken GmbH

Aus einer Mitteilung der Brandenburgischen Spielbanken GmbH veröffentlicht auf t-online.de geht hervor, dass die neuen Einlasskontrollen kurz vor der Umsetzung stehen. Schon am 18. August 2016 ist geplant, dass die Kundschaft via Scanner überprüft wird. Dies trifft zunächst auf die Spielbanken in Cottbus und Potsdam zu.

Die Vorteile betreffen insbesondere regelmäßige Kunden. Denn die Kontrolle für den Einlass ist für gewöhnlich schon ein wenig zeitaufwändig. Diese Einlasskontrolle kann zukünftig mittels Scanner wesentlich verkürzt werden. Das Anstellen in einer Menschenmenge, um Einlass gewährt zu bekommen, sollte sich somit auf ein Minimum beschränken.

Natürlich ist die Scannung keine Pflichtmaßnahme. Es handelt sich um ein Entgegenkommen für die Stammkundschaft, um diese schneller einzulassen. Ansonsten besteht die reale Gefahr über eine gewisse Dauer, die ebenso gut zum Spielen hätte verwendet werden können, anzustehen. Aber nicht einmal die Stammkundschaft muss sich registrieren.

Für einmalige Besucher macht das Verfahren zur Registrierung freilich wenig Sinn. Warum soll an dem Scanner-Verfahren teilgenommen werden, wenn kein erneuter Besuch und somit kein erneuter Einlass geplant ist.

Ein Wehrmutstropfen bleibt, denn der einmalige Vorgang sich für die Scannung zu registrieren, wird natürlich ein wenig Zeit in Anspruch nehmen. Hier besteht die Gefahr, dass der Andrang insbesondere an den ersten Tagen groß ist. Wem der Aufwand gleich zu Beginn zu viel ist, der wartet noch etwas ab und holt die Registrierung später nach. Wie gesagt, der Prozess ist keine Pflichtveranstaltung.

Sind die Daten erst hinterlegt, ist das Prinzip schnell erklärt. Der regelmäßige Gast kommt zu seinem Casino, hält die Hand hin und lässt sich den Scanner auflegen. Dieser erkennt den Besucher und identifiziert diesen. Schnell und unproblematisch wird Einlass gewährt. Die offizielle Inbetriebnahme des Systems wird am 18. August 2016 in Cottbus vonstattengehen. Mit dabei auch Daniela Trochowski, welche vom Finanzstaatssekretariat kommt.

Es bleibt freilich abzuwarten, ob das System von den Bestandskunden angenommen wird.

Bildquelle: Fotolia/Lsantilli (Bild-ID: #66511575)

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