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Spielbanken in Deutschland pausieren wegen Coronavirus

Coronavirus legt Spielbanken in Deutschland lahm / Shutterstock.com

Natürlich hat das Coronavirus Auswirkungen auf die Unterhaltungsindustrie. Egal ob Konzerte oder Fußballspiele, derzeit folgt eine Absage auf die nächste. Die Spielbanken in Deutschland sind hier keine Ausnahme. Bundeslandübergreifend schließen Casinos zum Wohle der Bürger und Mitarbeiter. Tatsächlich gilt es in der aktuellen Krise sich dem übergeordneten Ziel, den Virus zu bekämpfen oder zumindest deren Verbreitung zu verlangsamen (und damit das Gesundheitssystem zu entlasten) unterzuordnen. Dementsprechend ging die Schließung der Spielbanken deutschlandweit geordnet und durchaus mit Verständnis über die Bühne.

Einige Standorte haben eine fixe Zeitspanne genannt, bis wann die Casinos geschlossen bleiben. Andere verweisen auf die Floskel „auf unbestimmte Zeit“. Doch egal wie die Grundaussage derzeit ausfällt, solange keine Entspannung beim Umgang mit dem Virus zu erkennen ist, werden die Etablissements ihre Pforten für die Spieler nicht öffnen. Private Veranstaltungen mit über 100 Personen brauchen derzeit in den meisten Städten die Erlaubnis der Behörde. Nachfolgend möchten wir stellvertretend auf die Aussagen einiger Spielbankenbetreiber schauen.

Westspiel hat seine Spielbanken und Casinos geschlossen

Mit einem Marktanteil von gut 20 Prozent ist Westspiel einer der größten Spielbankenbetreiber in Deutschland. Zugehörig sind die Spielbanken in Aachen, Bad Oeynhausen, Bremen, Dortmund und Duisburg. Dass in diesen Etablissements jährlich über eine Millionen Besucher zu erwarten sind, ist derzeit eher ein Nachteil. Daher ist die Schließung der Casinos längst beschlossen und durchgesetzt. Neben den Spielcasinos bleibt auch die Spielstätte in Bremerhaven geschlossen. Neben den Spielbanken bleiben auch das Restaurant Syght, sowie das Tanzlokal Fox geschlossen. Weiterhin betroffen ist der Palmgarten.

Die Schließung wurde am Samstag, den 14. März 2020 bekanntgegeben. Die Westspiel Geschäftsführer Georg Lucht und Jochen Braun erklären: „Diese Entscheidung haben wir uns nicht leicht gemacht, aber sie ist in der aktuellen Situation der einzig richtige Schritt. Wir schützen damit unsere Gäste und Beschäftigten. Außerdem unterstützen wir mit dieser Maßnahme die Bemühungen das Virus einzudämmen.“ Tatsächlich arbeiten bei Westspiel rund 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Mit einer Abführung von 47 Prozent des Bruttospielertrages profitieren Land und Standortkommunen zum großen Teil am örtlichen Glücksspiel.

Bruttospielertrag 2018: Die aktuellsten Zahlen, die uns vorliegen, beziffern sich auf 107,7 Millionen Euro. 50,4 Millionen Euro wurden an die öffentliche Hand abgeführt.

Spielbanken Niedersachsen und Baden-Württemberg reagieren ebenfalls

Versammlungen sind zu verhindern / Shutterstock.com

Dass das Coronavirus vor Landesgrenzen nicht haltmacht, haben wir in Deutschland sehr schnell gesehen. Tatsächlich geht die Verbreitung relativ schnell voran. Und bis die getroffenen Maßnahmen in Richtung Versammlungsverbot einen Effekt zeigen, wird noch einige Zeit vergehen. Auch die Spielbanken Niedersachsen tragen ihren Teil dazu bei. Sämtliche Spielbanken (zehn Stück) mit staatlicher Lizenz bleiben geschlossen. Zunächst bleiben die Glücksspielhäuser bis einschließlich 31. März 2020 zu. Je nach Entwicklung der Pandemie kann sich die Schließung zum Wohle der Allgemeinheit weiter ausdehnen. 430 Mitarbeiter sind bei den Spielbanken Niedersachsen angestellt. Max Rösle setzte in seiner Rolle als Geschäftsführer die Sicherheit der Gäste und Angestellten als oberste Priorität an.

Womit wir unser Blickfeld zur Baden-Württembergischen Spielbanken GmbH & Co KG ausweiten. Schon am Freitag wurden dort die Standorte Baden-Baden, Konstanz und Stuttgart geschlossen. Dementsprechend schnell wurde reagiert. Denn erst an diesem Tag beschloss die Landesregierung die Pandemie durch eine Beschränkung von Versammlung einzudämmen. Geschäftsführer Otto Wulferding beteuerte, „bereits nach Bekanntwerden der ersten Corona-Erkrankungen n Baden-Württemberg in allen drei Häusern Vorkehrungen für unsere Mitarbeiter und Besucher getroffen“ zu haben. Weiterhin führt er aus, dass „die Gesundheit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie unserer Besucher und Gäste in den Casinos uns wichtiger ist als alles andere“.

Wiedereröffnung in Baden-Württemberg: Noch ist unklar, wenn die Standorte ihren Betrieb wiederaufnehmen. Von der Schließung sind die Clubs Bernstein (Baden-Baden) und New Grace (Stuttgart) ebenso betroffen.

Blick zu den Spielbanken Bayern und über Deutschland hinaus

Der Freistaat Bayern beheimatet neun Spielbanken, die seit vergangenem Samstag allesamt geschlossen sind. Es ist von einem bewussten und proaktiven Beitrag zur Eindämmung des Coronavirus die Rede. Weiterhin wird darauf verwiesen, dass die Spielbanken Bayern schon mit Beginn der Pandemie einen regen Austausch mit den Behörden eingegangen sind. Vorkehrungen um die Gäste und Mitarbeiter zu schützen, wurden frühzeitig eingeleitet. Allerdings sind wir unlängst in eine Phase der privaten Isolierung eingetreten, wo jede nicht notwendige Tätigkeit in der Öffentlichkeit zu hinterfragen ist. Daher bleiben die Spielcasinos bis einschließlich den 19. April 2020 zu. Wo die Casinos schließen, bleiben die Restaurants Alpenhof, Warsteiner Boulevard, Canchanchara, sowie Cantinetta al Lago vorerst geöffnet.

Inzwischen hat das Coronavirus auch die USA erreicht. Präsident Trump rief den Notstand aus. Das Wynn Resort, sowie angeschlossene Spieletablissements bleiben ab Dienstag geschlossen. Vorläufig ist von einer zweiwöchigen Sicherheitsmaßnahme die Rede. Auch das MGM bleibt zu. Hier sind sogar zwei Mitarbeiter direkt mit COVID-19 infiziert. Bislang gehen jedoch nicht alle Spielcasinos in Las Vegas diesen Weg. Derzeit bleibt beispielsweise das Caesars geöffnet. Auch in Tschechien haben die Spielbanken bis einschließlich 13. April dichtgemacht. In Österreich bleiben die Spielbetriebe vorerst bis zum 3. April zu. Die Slowakei nannte keinen Termin zur Wiederaufnahme des Spielbetriebes. Falls Fristen gesetzt sind, so steht längst nicht fest, ob eine Wiedereröffnung zu diesen Zeitpunkten möglich ist. Dies wird maßgeblich von der weiteren Verbreitung des Coronavirus abhängen.

Spielbanken in Deutschland pausieren wegen Coronavirus 1200 1000 2020-03-16 09:48:22 Online-Casino.de

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