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Spielhallen nicht unterschätzen

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Spielsucht war bisher immer so ein „Männerding“. Die meisten an Spielsucht erkrankten Menschen sind Männer – zumindest war das in der Vergangenheit nicht anders. Nun leiden allerdings auch immer mehr Frauen an der Sucht nach dem Glücksspiel. Das Problem sind die Maschen der lokalen Spielhallen, denn diese nutzen Gesetzeslücken, um ihre ganz persönlichen Tricks zur Kundengewinnung anzubringen. Schlupflöcher gibt es in der deutschen Gesetzgebung leider noch immer zu viele. Zwar dürfen sich Spielhallen nur noch Spielhalle nennen, und auch das Werben auf Fensterscheiben ist verboten. Das hält Betreiber aber noch lang nicht davon ab, Ideen zu entwickeln.

Verlockend: Geldautomaten in unmittelbarer Nähe

Bestes Beispiel für die besagten Schlupflöcher ist eine Spielhalle in Lechhausen, die ihren Kunden das Geld holen besonders leicht macht. Direkt vor dem Eingang befindet sich ein Geldautomat. Die Verlockung, sich schnell „Nachschub“ zu holen, ist entsprechend groß. Spielsuchtexperten können dieses Verhalten der Betreiber nicht nachvollziehen, denn diese wiederum erlauben ihren Gästen, ohne große Unterbrechung unermüdlich weiter zu zocken. Der Ordnungsreferent der SPD, Dirk Wurm, nennt den Standort des Geldautomaten „moralisch bedenklich.“ Die Stadt selbst hat in diesem Fall jedoch keine Handhabe, denn das Aufstellen von Geldautomaten außerhalb der Spielhallen stellt keine Straftat oder Ordnungswidrigkeit dar. Lediglich in den Räumlichkeiten der Etablissements ist die Aufstellung verboten. Und es gibt diverse weitere Spielhallen, die ähnlich agieren. Dass sie dann behaupten, sie tun alles gegen Spielsucht, ist doch mehr als unglaubwürdig. So wird auf der Webseite der besagten Spielhalle beispielsweise offeriert: „Unsere geschulten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind in der Lage, problematisches und pathologisches Spielverhalten zu erkennen.“

Selbstkontrolle immens wichtig

Die Caritas kann solche Aussagen nicht bestätigen, denn jährlich kommen mehr Spielsüchtige in die Beratung. Inzwischen sind es rund 200 Stück. Udo Büchner-Kühn, der in der Caritas arbeitet, sagt dazu ganz klar: „Die Sozialkonzepte der Betreiber bringen nach unserer Auffassung nichts.“ Speziell Gaststätten stellen immer häufiger Geräte auf, das sie finanziell von diesen Einnahmen abhängig sind. Diese Kneipen-Automaten stellen für die Caritas ein besonders großes Problem dar.

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