Aktuelle Casino Nachrichten für Deutschland
Recht & Gesetze, Sport & Spiel, Steuern, Technik, Unterhaltung und Wirtschaft

Sport und Wetten: E-Sport fordert den Fußball heraus!

Martin Hill, 9. Juli 2018, Sport & Spiel

E-Sport vs. Vereinssport (Bildquelle)

Von vielen Sportfans wird der E-Sport noch belächelt. Die Statistiken der letzten Jahre zeigen jedoch sehr deutlich, dass der elektronische Sport auf dem Vormarsch ist. Diese Erkenntnis könnte dem klassischen Fußball schaden. Oder die Sportart muss eine entsprechende Entwicklung durchmachen. Denn natürlich sind die etablierten Wettkämpfe von Sponsoren abhängig. Diese bezahlen für Werbung jedoch dort, wo die Zuschauer sind. Attraktiv ist hierbei immer die junge Zielgruppe.

Womit wir zurück zum E-Sport (auch eSports genannt) kommen. Denn mit elektronischer Unterhaltung haben schon Kinder und Jugendliche Berührungspunkte – ähnliche dem Fußball. Eben diese Beschäftigungen können sich gegenseitig ergänzen oder im Wettstreit um Sponsoren und die Aufmerksamkeit der Fans treten. Buchmacher haben diesen Trend unlängst erkannt. Bei den großen Namen darf auf E-Sport gesetzt werden. Einige Wettanbieter haben extra dafür sogar einen gesonderten Bereich eingerichtet.

Ist E-Sport in der Lage den Fußball als Sport Nummer eins zu verdrängen?

Wenn wir die Zuschauerzahlen der 1. Bundesliga in Deutschland nehmen, so haben in der Saison insgesamt 13.426.855 Menschen die Spiele der Saison 17/18 besucht (Quelle: Kicker). Seit 1989 geht es mit dieser Statistik, damals waren es noch 6.048.207 Zuschauer, steil bergauf. Allerdings erinnern sich die Älteren noch an die Zeit zwischen den Saisons 77/78 bis 88/89. Mit einer Ausnahme haben die Zuschauerzahlen in dieser Zeitspanne nachgelassen. Ist eine solche Entwicklung auch heute möglich? Einige Experten sehen den Markt als übersättigt an. Vom Freitag bis Sonntag spielt die Bundesliga, nehmen wir die 2. Liga hinzu sogar bis Montag. Von Dienstag bis Donnerstag übernehmen Champions und Europa League das Steuer. Wir können also über eine längere Zeit des Jahres täglich Fußball schauen. Und diese Betrachtung ist praktisch auf den deutschen Profifußball beschränkt. Nehmen wir das Ausland und Spiele im Amateurbereich hinzu, so ist die Reizüberflutung perfekt.

Bislang hat die große Auswahl an Wettbewerben der Aufmerksamkeit des Profifußballs nicht geschadet. Dennoch ist von Fans immer häufiger zu hören, dass weniger manchmal mehr wäre. Die Veranstalter versuchen jedoch das Maximum herauszuholen. Mehr Zuschauer bedeuten bessere Sponsoren. Sollte der Fußball jedoch erneut in eine kleine Krise stürzen, könnte der E-Sport bereitstehen diese zu füllen. Im Livestream lassen sich die Veranstaltungen problemlos vom Computer oder über den Smart-TV anschauen. Und auf ProSieben MAXX finden inzwischen schon Veranstaltungen aus der E-Sport-Szene Platz. Egal ob League of Legends, Madden NFL, Counter-Strike: Global Offensive, DOTA2, Fifa oder Rocket League finden inzwischen im TV oder im Web-Stream Platz. Und die Zuschauerzahlen vor Ort und Online sind durchaus erwähnenswert.

E-Sport und Fußball: Viele Vereine öffnen sich dieser neuen „Spielform“ bereits. Neben dem VfL Wolfsburg und FC Schalke 04, sowie einiger ausländischer Vereine, hat jetzt auch Borussia Dortmund erste Schritte einleitet. Wohingegen die Erstgenannten eigene Teams angemeldet haben, strebt der BVB vorerst nur eine Marketing-Partnerschaft an.

So können wir das Potential beim E-Sport in Zahlen ausdrücken

Offizielles Logo „The International 2017“ (Bildquelle)

In diesem Sommer fand in Köln die ESL (Electronic Sports League) One Cologne statt. Austragungsort war die Kölner Lanxess Arena. Über das Wochenende, von Freitag bis Sonntag, waren die Plätze ausverkauft. 15.000 Zuschauer fanden sich jeweils ein. Ein Sprecher erklärte, dass fast 40 Prozent der Besucher extra aus dem Ausland angereist sind. So waren Gäste aus Indien, Amerika oder Australien vor Ort. Allerdings fanden sich bislang nur die Spiele ab dem Viertelfinale in der großen Arena wieder. Die Vorrunde begann bereits am Dienstag. Gespielt wurde Counter-Strike: Global Offensive. Fünf Spieler traten je Team an. Die Gewinner sind „Natus Vincere“ aus der Ukraine. Sie erhielten 255.000 Euro Preisgeld.

Weitere Zahlen belegen die aktuelle Popularität. Denn mehr als 2,4 Milliarden Stunden haben Zuschauer die eSports auf Twitch verfolgt. Weiterhin ist von 109 Millionen US-Dollar Preisgeld die Rede, welches 2017 ausgeschüttet wurde. Allein 38 Millionen davon gingen an Akteure des Computerspiels DOTA2. Counter-Strike folgt auf dem zweiten Platz mit 19 Millionen US-Dollar, vor League of Legends mit 12 Millionen US-Dollar. Allein das Turnier „The International 2017“ in Seattle hantierte mit unglaublichen Summen. 24,7 Millionen US-Dollar gewann das Team Liquid für den Sieg bei DOTA2. In diesem Jahr zählt der deutsche Spieler KuroKy mit einem Gewinn von bis dahin 3,48 Millionen US-Dollar zu den erfolgreichsten E-Sportlern überhaupt. Weitere Statistiken aus dem Jahr 2017 hat Sport1 zusammengestellt.

Großes Entwicklungspotential: Während die Fußballblase mit ihren großen Summen, sollten die Fans sich abwenden, platzen könnte, hat der E-Sport sein Potential unlängst noch nicht ausgeschöpft.

E-Sport und Facebook: Eine unfruchtbare Partnerschaft?

Auf Facebook sind die jungen Leute. Es handelt sich gleichwohl um die Zielgruppe beim E-Sport. Daher kam es wenig verwunderlich, dass das Soziale Netzwerk das Streaming übernimmt. Im Januar 2018 wurde dieser Deal verkündet. Jetzt gibt es erste Zahlen, mit denen die ESL nicht zufrieden ist. Als Begründung wird angeführt, dass der Stream auf Facebook komplizierter aufzurufen ist, als dies bei YouTube oder Twitch der Fall ist. Dennoch wurde ein Vertrag unterzeichnet. Und natürlich hat die Zusammenarbeit mit Facebook weiterhin großes Potential. Das Turnier, die ESL One Cologne, wurde dem englischsprachigen Publikum auf Facebook gezeigt, während deutsche Nutzer es bei Twitch verfolgen konnten. Laut Vertrag ist die ESL noch bis 2019 an Facebook gebunden. Steigen die Zugriffszahlen nicht, wird sich vermutlich ein anderer Partner gesucht werden.

E-Sport als Profi: Ähnlich wie den Fußballprofi, gibt es auch den E-Sport-Profi – kein Wunder, bei den genannten Preisgeldern. In Schweden kann das Spielen sogar studiert werden.

Sport und Wetten: E-Sport fordert den Fußball heraus! 1200 1000 2018-07-09 15:45:53 Online-Casino.de

Weitere Casino News