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Strafzahlung: Veräußert die Deutsche Bank Casinoanteile?

Martin Hill, 2. November 2016, Wirtschaft

Das Online-Glücksspiel floriert auch an der Börse (Bildquelle)

Die Deutsche Bank ist pleite und gleichzeitig zu groß, um wirklich Bankrott zu gehen. Schon jetzt wurden 6 Milliarden Euro für ausstehende Strafzahlungen zurückgelegt. Allerdings besagt ein Fakt, dass bereits eine Klage aus den USA auf 14 Milliarden US-Dollar abzielt. Jeder Cent wird gebraucht. Da bietet sich die Veräußerung der Casino-Anteile von Red Rock an. Die Deutsche Bank ist dort mit 17 Prozent beteiligt.

Immer wenn die Geschäfte der Banker nicht laufen und es Finanziell fehlt, wird den Geldinstituten Glücksspiel vorgeworfen. Die Deutsche Bank besitzt aber tatsächlich Anteile an einem Glücksspiel-Konzern und kann diese jetzt zu Geld machen.

440 Millionen Dollar für Casino-Aktien

Der US-Casino Konzern Red Rock Ressorts ist an der Börse. Die Deutsche Bank hält 17 Prozent der Anteile. Das Glücksspiel-Unternehmen hat verkündet, so geht es aus einem Bericht der Financial Times hervor, welcher sich direkt auf Red Rock beruft.

Marcus Schenk ist aktuell Chef der Deutschen Bank in Sachen Finanzen. In einer Konferenz via Telefon soll er deutlich gemacht haben, dass ein Buchgewinn in Bezug auf die Wertpapiere Red Rock erwartet wird. Dies lässt auf einen Verkauf schließen.

Beim derzeitigen Kurs wäre ein Erlös von 440 Millionen US-Dollar zu erwarten. In Anbetracht des vermeintlichen Schuldenberges wahrlich nur ein kleiner Betrag. Aber wie kam die Deutsche Bank überhaupt zu den Aktienanteilen?

Die Deutsche Bank als Aktionär bei Red Rock

Red Rock Casino – Resort – Spa in Las Vegas. Bildquelle: Wikimedia.org

Die Deutsche Bank ist ein Geldinstitut, welches sich mit unterschiedlichen Anlageformen beschäftigt. Natürlich werden auch Kredite vergeben. Auf diesem Wege wurde die Bank zum Gläubiger bei Red Rock. Eine Pleite, die schon etliche Jahre zurückliegt, hat dafür gesorgt, dass die ausstehenden Schulden in Anteile des Unternehmens umgewandelt wurden.

Die Deutsche Bank durfte sich folglich als Miteigentümer bezeichnen.

Der Börsengang des Unternehmens Red Rock stand erst vor einem halben Jahr an. So wurde die Miteigentümerschaft zu einem Anteil von 17 Prozent umgewandelt. Für die Deutsche Bank ergibt sich nun die Chance auszusteigen und gleichzeitig das Kapital rauszuziehen. Die vorgegebene Frist von sechs Monaten ist abgelaufen. Eigentümer sind jetzt zum Verkauf berechtigt.

Während neue Aktionäre sich beteiligen durften, konnten Altaktionäre bis hierhin nicht aussteigen. Ein Kursgewinn von 20 Prozent ist durchaus beachtlich. Experten sehen jedoch nicht, dass diese Hoch-Phase anhält. Es wird erwartet, dass neben der Deutschen Bank noch weitere Aktionäre die Verkaufsoption ziehen. Um den derzeit guten Kurs auszunutzen, empfiehlt sich ein zeitnaher Ausstieg.

Die Deutsche Bank darf sich unterdessen keine Hoffnung darauf machen, dass Berlin Staatshilfe leistet.

Bildquelle: Fotolia/Björn Wylezich (Bild-ID: #84528477)

Strafzahlung: Veräußert die Deutsche Bank Casinoanteile? 300 250 2016-11-21 17:08:20 Online-Casino.de

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