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Streik in Casinos

Christian Webber, 2. Oktober 2015, Wirtschaft

In Deutschland hat man sich inzwischen an Streiks gewöhnt. Mal wollen die Angestellten der Post mehr Geld, mal das Pflegepersonal in Altenheimen und Krankenhäusern. Auch die Bahn hat bewiesen, wie schnell ein System ohne ordentliche Vertragsverhandlungen zusammenbrechen kann. Ganz ähnliche Szenen spielen sich derzeit in Kambodscha ab – oder besser gesagt in der Hauptstadt Phnom Penh. Dort sind rund 400 Angestellte der Casino Branche auf die Barrikaden gegangen, weil ihnen schlechte Bezahlung und Arbeitsbedingungen geboten wurden. Sie alle demonstrierten vor wenigen Tagen vor dem Naga World Hotel, um auf ihre Forderungen aufmerksam zu machen.

Streik in der kambodschanischen Hauptstadt

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des besagten Casino Hotels forderten ganz klar, dass man ihnen endlich angepasste Löhne zahlen solle. Die Reaktion der Betreiber war allerdings nicht so, wie es sich das Personal erhoffte. Statt einer gütlichen Einigung setzte man hier auf Massenentlassungen. Entsprechend hoch kochte der Konflikt, denn das Salz in der Wunde stößt vor allen Dingen langjährigen Mitarbeitern auf. Die Thematik ist ähnlich wie in Europa. Ziel der Angestellten ist es, einen Mindestlohn zu erreichen, der höher ist als jetzt. Schließlich kämpfen gerade in Kambodscha noch immer viele Familien um ihre Existenz. Das Geld reicht für einen schlichten Lebensstandard vorne und hinten nicht. Auf der anderen Seite stehen unzählige Arbeitsstunden, die täglich in dem Hotelcasino geleistet werden. Und es ist nicht der erste Streik, der sich um diese immer wieder hochkochende Thematik dreht.

Hungerlohn in Casino

Die Proteste werden in Kambodscha mit gutem Grund geführt. Gerade einmal rund 80 Dollar werden den Mitarbeitern der Spielbank jeden Monat ausgezahlt. Selbst für dortige Verhältnisse kein Betrag, mit dem man gut über die Runden kommen könnte. Gefordert werden deshalb eine Erhöhung der Löhne auf umgerechnet 150 Dollar. Die Betreiber weigern sich allerdings strikt, diese Summe an ihre Mitarbeiter auszuzahlen – und das, obwohl viele selbst damit nur am Existenzminimum und – je nach Größe der Familie – weit darunter leben müssten. Aus Solidarität zu den bereits entlassenden Mitarbeitern wollen die übrigen nun weiter kämpfen. Wenn es sein muss, nehmen auch sie eine Kündigung in Kauf.

Kündigungen als Antwort auf Streik

Einer der Black Jack Dealer in dem Casino macht seine Forderungen deutlich. Er verlangt vom Betreiber, die bereits entlassenden Kollegen erneut einzustellen oder zumindest zu entschädigen, sollten sie sich gegen den Job entscheiden. Auch weitere Damen und Herren, die bisher ohne Gegenwehr für den Hungerlohn gearbeitet haben, werden die Arbeit nicht mehr aufnehmen, sollte es zu keiner Erhöhung kommen. Inzwischen wurde die Polizei eingeschaltet, die den Streik gegebenenfalls mit Hilfe von Gewalt beenden soll. Die Zukunft der Mitarbeiter ist dennoch ungewiss.

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