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Streik im Casino Hamburg legt Betrieb lahm

Martin Hill, 23. August 2016, Wirtschaft

Leere Plätze in den Spielautomaten: Auch wegen der Online-Casinos? (Bildquelle)

Der klassische Casino-Satz, welcher beim Roulette Anwendung findet, bekommt hier eine völlig neue Bedeutung: „Nichts geht mehr!“ Denn dieser Ausspruch trifft derzeit auch auf das Casino in Hamburg zu. Dort haben die Mitarbeiter ihre Arbeit niedergelegt. Das gewohnte Spielvergnügen liegt somit auf Eis und die Stammkunden müssen sich derzeit Alternativen suchen.

Der Streik ist unbefristet und Ver.di möchte mit dieser Aktion mehr Gehalt für die Croupiers und Mitarbeiter aus dem Service durchsetzen. Betroffen ist hierbei nicht ein spezielles Casino, sondern direkt vier Etablissement der Spielbank Hamburg in der Hafenstadt. Sehr viele der 300 Angestellten haben sich an der Niederlegung der Arbeit beteiligt und kämpfen jetzt für bessere Arbeitsbedingungen.

Welche Spielbetriebe beteiligen sich am Streik?

Der Betreiber hat seine Spielstätten über die Stadt verteilt. An der Arbeitsniederlegung beteiligen sich die Casinos an Steindamm, an der Reeperbahn, bei der Mundsburg und an der Esplanade. Die Eigentümer dürften von den Streiks wenig überrascht gewesen sein. Denn innerhalb der letzten Wochen hat es mehrfach Warnstreiks gegeben.

Hierbei wurde den Betreibern die Möglichkeit gegeben, mit besseren Arbeitsbedingungen gegenzusteuern, bevor die Arbeit über einen längeren Zeitrahmen niedergelegt wurde. In dieser Zeit hat es durchaus Tarifverhandlungen gegeben, welche jedoch nicht fruchtbar verlaufen sind. Da keine Einigung erzielt wurde, forderte Ver.di zum Streik auf.

Welche Aspekte sind Bestandteil des Arbeitskampfes?

Im Mittelpunkt eines Streiks stehen die Forderungen der Betroffenen, welche sich in diesem Sinne von Gewerkschaften vertreten lassen. Konkret wird eine Steigerung des Grundgehalts eingefordert, um den ebenfalls gestiegenen Lebenshaltungskosten gerecht zu werden. Dieser Aspekt betrifft die Croupiers und die Mitarbeiter im Service.

Weiter Forderungen betreffen das Urlaubs- und Weihnachtsgeld, welches künftig allen Mitarbeitern gewährt werden soll. Da innerhalb eines Casinos nicht nur am Tage, sondern auch in der Nacht gearbeitet wird, steht auch eine Erhöhung der Zuschläge zur Debatte. Weiterhin wird eine Verkürzung der Arbeitszeit für bestimmte Mitarbeiter verhandelt.

Derzeit besteht jedoch ein Verhandlungsstopp. Und auch auf den Spielbetrieb hat die Arbeitsniederlegung Auswirkungen. So wurde eine Poker-Meisterschaft in Hamburg abgesagt. Da der Programmablauf hier nicht gesichert werden konnte, wurde schon vorab die Reißleine gezogen.

Laut Ver.di werden Streiks und entsprechende Aktionen in Regelmäßigkeit vorgenommen, bis eine Annäherung bei den Verhandlungen in Sicht ist. Erst zu diesem Zeitpunkt sollen die Gespräche überhaupt wieder aufgenommen werden. Die Beteiligten bei Ver.di machen deutlich, dass sie das Thema nicht werden schleifen lassen. Es wird eine Handlung von der Geschäftsführung erwartet, die ein Entgegenkommen zu ihren Arbeitnehmern zeigt.

Bildquelle: Fotolia/Lsantilli (Bild-ID: #66511575)

Streik im Casino Hamburg legt Betrieb lahm 900 600 2016-11-23 14:18:04 Online-Casino.de

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