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Studie: Deutsche mit immer weniger Glücksspiel

Martin Hill, 29. März 2016, Unterhaltung

Glücksspiel und Wetten sind im Internet allgegenwärtig. Aber auch im echten Leben ist es schwer sich diesem Angebot zu entziehen. So laufen einige Fußballmannschaften mit einem Sportwetten-Anbieter als Partner auf und in der Werbeunterbrechung tritt Oliver Kahn als Werbebotschafter für Tipico auf.

Dennoch ist ein Rückgang im Glücksspiel der Deutschen zu verzeichnen. Offizielle Statistiken belegen, dass das Angebot immer weniger wahrgenommen wird. Eine Ausnahme sind junge Männer, die anfällig für das Wettangebot sind.

Entwicklung des Glücksspiels in Deutschland

Es ist zehn Jahre her, da hat eine Studie vom Stern nachgewiesen, dass 55 Prozent der Befragten innerhalb der vergangenen 12 Monate zumindest einmal an einem Glücksspiel teilgenommen haben. Aktuelle Zahlen zeigen, dass dieser Prozentsatz auf 38 zurückgegangen ist. Diese Daten wurden von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung erhoben. Befragt wurden 11.500 Einwohner zwischen 16 und 70 Jahren.

Insbesondere das klassische Lotto 6 aus 49 ist im Rückgang begriffen. Dies ist wenig verwunderlich, wird mit Eurojackpot (hier war eine Zunahme zu verzeichnen) und Euromillions ein europäisches Angebot offeriert, welches einem ähnlichen System zugrunde liegt. Zudem geben einem Sportwetten und Casino-Spiele bisweilen das Gefühl, sein Glück selber in der Hand zu haben. Auch Rubbellose haben an Beliebtheit gewonnen.

Dahingegen ist die Nutzung von Spielautomaten zurückgegangen. Dennoch wird eben diese Art des Spiels häufig von Personen mit problematischem Spielverhalten in Anspruch genommen. Spielsüchtige finden sich zu 40 Prozent am Automaten, zu 23 Prozent in Spielhallen/-banken und zu 20 Prozent bei den Sportwetten wieder.

Sportwetten sind auf dem Vormarsch

Schon in jungen Jahren wird den Kindern und Jugendlichen die Liebe zum Fußball eingeimpft. Es wird mit den Lieblingsvereinen mitgefiebert und um dieses Gefühl noch zu steigern und persönlich am Geschehen beteiligt zu sein, wird Geld auf das Spiel gesetzt.

Männer im Alter von 18 bis 20 Jahren nutzen die, aktuell als illegal betrachteten Sportwetten zunehmend. In den vergangenen zwei Jahren hat sich die Zahl der Spieler in dieser Zielgruppe verdoppelt. Grundsätzlich sind Männer ein Vierfaches so gefährdet spielsüchtig zu werden, wie Frauen.

Die Anzahl der Spieler mit problematischem Verhalten kann bestenfalls geschätzt werden. Die Studie, welche in Berlin angefertigt wurde, geht von 300.000 bis 675.000 Einwohnern Deutschlands aus, welche pathologisch spielen.

Auch der Jugendschutz wird in der Studie erwähnt. Denn Eltern müssen sensibilisiert werden, ihren Kindern keine Rubbellose in den Lotterieannahmestellen zu kaufen. Hier sei ein Unterschied zum Rummel zu definieren, wo der Gewinn vielleicht in einem Plüschbären besteht. Kinder sollen nicht schon in frühen Jahren mit dem Glücksspiel vertraut gemacht werden.

Studie: Deutsche mit immer weniger Glücksspiel 900 411 2016-09-30 07:13:30 Online-Casino.de

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