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Stuttgart verringert Anzahl von Spielhallen

Martin Hill, 13. Juni 2016, Wirtschaft

Egal ob die Etablissements als Spielhalle, Spielothek oder doch anderweitig bezeichnet werden, die hohe Anzahl war den Stuttgartern ein Dorn im Auge. Über Jahre war die Anzahl immer weiter gestiegen, so dass auch das Stadtbild darunter gelitten hat. In der jüngeren Vergangenheit konnte die Anzahl jedoch erstmals wieder verringert werden.

Aber nicht nur die Spielhallen, auch die Wettbüros, machen sich in der Stadt breit. Mit dem Einbringen einer Vergnügungsstätten-Satzung sollen beide Formen des Glücksspiels weiter zurückgedrängt werden.

Entwicklung der Spielhallen in Stuttgart

Das Landesglücksspielgesetz hat erste Erfolge vorzuweisen, indem die Zahl der Spielotheken verringert wurde. Aber warum war dies überhaupt nötig? Werfen wir doch einen Blick auf die Entwicklung der Anzahl an Spieletablissements.

Im Jahr 1999 waren lediglich 13 Spielhallen in Stuttgart vertreten. Jährlich eröffneten mehrere Einrichtungen dieser Art. Ein großer Boom setzte ab 2006 ein. Dass in dieser Branche gute Einnahmen möglich waren, hat sich bemerkbar gemacht. 2012 und damit nur 13 Jahre nach der ersten hier aufgeführten Zählung, war die Anzahl an Spielhallen auf 132 angestiegen.

Der rasante Anstieg seit 2006 ist leicht zu erklären. Die Spielverordnung des Bundes wurde gelockert. Bis die Länder ihre eigenen Gesetze oder Satzungen aufgesetzt hatten, war dies eine gute Chance für den Betrieb einer Spielhalle.

Aber auch die Wettbüros haben sich in der Vergangenheit ausgebreitet. Ohne konkrete Zählung wird die Anzahl hier auf bis zu 35 Stück geschätzt.

Inzwischen soll die Anzahl der Spielhallen wieder auf 123 abgesenkt worden sein. Bislang nur ein leichter Rückgang, aber einer mit Signalwirkung. Dort sollen 1.200 Automatenspiele aufgestellt sein. Weitere 1.400 Spielautomaten finden sich zudem in der Gastronomie.

Die Gesetzgebung ist Grund für den Rückgang, welcher wohl noch fortgeführt wird. Spielhallen müssen bei der Neuzulassung 500 Meter Abstand zum nächsten Etablissement vorweisen. Dies gilt gleichermaßen zu Schulen und Einrichtungen der Jugend.

Weitere Entwicklung und Stadtplanung

Die Kommunalpolitiker waren bezüglich der Stadtentwicklung besorgt. Fenster der Spielhallen waren verklebt, um keinen Blick nach innen zu erlauben. Dies zeigt ein unschönes Stadtbild, welches nicht zum Entspannen und Genießen einlädt.

Ab der zweiten Jahreshälfte 2017 endet die Übergangsfrist für bestehende Betriebe dieser Art. Werden die strengen Vorgaben hier nicht erfüllt, drohen Schließungen. Allerdings sind zahlreiche Anträge auf Verlängerung dieser Frist eingegangen. Eine deutliche Verringerung des Angebots an Spielhallen ist in absehbarer Zeit vorgesehen.

Auch wenn genügend Spielotheken bestehen bleiben, so wird die Ballung der Geschäfte zurückgehen. Zudem wurde ein Vergnügungsstättengesetz beschlossen, welches die Spielbetriebe auf lediglich sechs Zulässigkeitsbereiche beschränken wird.

Bildquelle: Flickr/Mark Goebel

Stuttgart verringert Anzahl von Spielhallen 900 594 2016-09-07 07:51:18 Online-Casino.de

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