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Suchtgefahr in Bayern: 70.000 Spieler

Martin Hill, 21. September 2015, Sport & Spiel

Der Verein Condrobs hat ermittelt, dass gut 70.000 Menschen in Bayern eine Gefährdung beim Glücksspiel in Bezug auf Sucht aufweisen. Aktuell wird von 37.000 pathologischen Spielern ausgegangen. Diese Zahl wird um 34.000 Personen erweitert, die ein problematisches Verhalten beim Spielen an den Tag legen.

Ein Experte des Vereins führt aus, dass Menschen mit Suchtproblemen im Glücksspiel durchschnittlich 24.000 Euro Schulden ansammeln. Dabei wird nicht nur das eigene Geld, sondern auch das Vermögen der Familie und Kapital von Freunden verspielt.

Suchtberatungsstellen im Freistaat

In Bayern stehen 22 Suchtberatungsstellen zur Verfügung. Im Jahr 2014 wurden diese Stellen von 1.800 Spielern und 300 Angehörigen in Anspruch genommen. Süchtige können sich in Selbsthilfegruppen therapieren. Experten ermittelten, dass knapp über ein Drittel der pathologischen Spieler nach einer Therapie den Absprung schaffen.

Der Freistaat Bayern erstreckt sich über 70.550 km². Die Einwohnerzahl beläuft sich auf über 12,6 Millionen Menschen. Im Rahmen des Glücksspiels, welches auch vom Staat durch Toto und Lotto, sowie Oddset betrieben wird, muss regelmäßig verantwortungsbewusstes Spielen gepredigt werden. Wer nur Geld setzt, welches entbehrlich ist, kann auch ruhigen Gewissens verlieren.

Deutschlandweite Statistiken zum Thema Glücksspiel

Natürlich wird nicht nur in Bayern gespielt. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung hat 2014 eine Studie veröffentlicht, nach welcher 78 Prozent der Menschen im Alter von 16 bis 65 Jahren schon mindestens einmal mit Glücksspiel in Berührung gekommen sind.

Insbesondere Männer lassen sich von der Chance auf schnelle Gewinne verführen. 81 Prozent der Männer und 75 Prozent der Frauen hatten mit Glücksspiel Kontakt. Als Einstieg dient zu 41 Prozent die Lotterie. Hier wird am häufigsten das staatliche 6 aus 49 in Anspruch genommen. Die Rubbellose und Sofortlotterien waren für 17 Prozent der Einstieg.

Für Jugendliche ist es gesetzlich verboten zu spielen. Dennoch kommen bereits drei Prozent der Heranwachsenden im Alter von 14 bis 15 Jahren mit Glücksspiel in Berührung. Insbesondere die Sportwetten sind in dieser Altersgruppe vertreten. Dies steigert sich noch weiter. Im Alter von 16 und 17 Jahren erhöht sich die Anzahl auf 7 Prozent. Die Statistik geht vom regelmäßigen Spielen, mehrmals im Monat, aus.

Statistisch sind männliche Immigranten stark gefährdet. Auf die Gesamtheit der Bevölkerung bezogen sind es 50 Prozent der Einwohner Deutschlands, die monatlich Geld in Glücksspiel investieren. Dabei sind es zumeist geringe Beträge bis 20 Euro im Monat. Fünf Prozent dieser Spieler investieren jedoch zwischen 50 und 100 Euro. Vier Prozent übersteigen die 100 Euro monatlich sogar.

Jugendliche, die regelmäßig Spielen, investieren im Durchschnitt etwa 30 Prozent ihres verfügbaren Geldes für Glücksspiel.

Suchtgefahr in Bayern: 70.000 Spieler 300 200 2016-09-05 16:14:33 Online-Casino.de

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