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Südtirol: 7.000 Bewohner süchtig nach Glücksspiel?

Christian Webber, 26. Oktober 2016, Sport & Spiel

Statistik zum Thema Glücksspiel

Am vergangenen Montag hat das Landesinstitut für Statistik (ASTAT) in einer Pressemitteilung verkündet, dass geschätzt 4.000 bis 7.000 Einwohner in Südtirol von der Glücksspielsucht betroffen sind. Die Daten wurden erhoben und ausgewertet. Mit den Statistiken sollen gezielt Maßnahmen ergriffen werden.

Die nördlichste Provinz Südtirol, mit seiner Landeshauptstadt Bozen, liegt in den Alpen und offenbart eine Einwohnerzahl von über 520.000 Bürgern. Zu 62 Prozent wird Deutsch gesprochen. Über 23 Prozent der Bürger unterhalten sich in Italienisch. Südtirol hat seit 1972 Rechte zur Selbstverwaltung erhalten. Die autonome Provinz ist durch starke Regionalkultur geprägt.

Süchtige und gefährdete Spieler in Südtirol

Neben der Schätzung mit bis zu 7.000 Süchtigen, kommt eine weitere Gruppe der gefährdeten Spieler hinzu. Diese zeigen ein problematisches Verhalten. Es handelt sich hierbei um 12.000 Personen.

Bei der Pressekonferenz zur Vorstellung der Studienergebnisse der ASTAT waren Fabio Bonifaccio, der Direkter des Landesinstituts, sowie seine Mitarbeiter Francesco Gsette und Stefano Lombardo anwesend. Aus dem Forum Prävention kam Christa Ladurner, sowie vom Dienst für Abhängigkeitserkrankungen Bettina Meraner. Den Abschluss bildete Helmut Zingerle vom Therapiezentrum Bad Bachgart.

Gesundheitslandrätin Martha Stocker sprach von einem „Dreiklang“ bestehend aus „Prävention, stationäre, sowie ambulante Behandlung und Verbote“. Zudem wurde darauf angespielt, dass die erhobenen Daten dabei helfen würden, konkrete Maßnahmen in der Zukunft zu treffen. Dies berichten auch die Südtirol News.

Statistische Daten zum Glücksspiel in Südtirol

Zunächst hat Bonifaccio darauf verwiesen, dass die Studie mit innovativen Mitteln durchgeführt wurde. Weil die Erhebung der Daten ausschließlich online stattgefunden hat, wurde ein Rücklauf von 49 Prozent erzielt. Das Ergebnis der Auswertung stützt sich somit auf 2.305 Fragebogen. Antworten im Web genießen den Status der Vertraulichkeit. Für die Behörde entstanden auf diesem Weg zudem geringe Kosten.

Über 82 Prozent der Südtiroler über 17 Jahren haben bereits an einem Glücksspiel teilgenommen. Es handelt sich in konkreten Zahlen immerhin um 350.000 Einwohner. Merkmal dieser Erhebung war, dass die Chance auf einen Geldgewinn bestanden hat. 46,5 Prozent der Bewohner spielen derzeit aktiv. Mit knapp 60 Prozent sind hier die Bürger im Alter von 21 bis 30 Jahren vertreten.

Erstaunlich ist hingegen das beliebteste Glücksspiel der Südtiroler: Das Rubbellos. Denn 156.000 Personen haben sich innerhalb des letzten Jahres am schnellen Glück versucht. Über 10.000 Bürger haben sich für Lottospiele, Kartenspiele oder das Spielcasino entschieden. 8.000 Menschen nutzen zudem Online-Spiele.

Wie anderswo auch, ist die Mehrzahl der Spieler männlich und jung. Sozial Schwächere, ohne Arbeit oder mit geringem Lohn, sind vom pathologischen Spielen häufiger betroffen. Zudem wurde statistisch aufgezeigt, dass Glücksspieler häufiger rauchen und trinken. Das gesellschaftliche Problem Glücksspiel soll in Südtirol angegangen werden.

Bildquelle: Fotolia/Kurt Kleemann (Bild-ID: #79112852)

Südtirol: 7.000 Bewohner süchtig nach Glücksspiel? 300 250 2018-07-04 13:54:18 Online-Casino.de

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