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Swiss Casinos gehen online: Playtech als Partner gewonnen

Martin Hill, 12. November 2018, Technik

Quelle: Swiss Casinos

Die Swiss Casinos aus der Schweiz sind bemüht eine Online-Präsenz aufzubauen und damit auf dem heimischen Markt Kunden im Glücksspiel zu gewinnen. Tatsächlich sollte dies nicht so schwer fallen, da ausländische Operatoren bei den Eidgenossen neuerdings rechtlich keine Chance haben, ein Online-Casino zu betreiben. Doch fehlt den Schweizer Spielbanken bislang die Expertise. Außerdem braucht es Inhalte, mit denen das Portfolio im Internet gefüllt werden kann. Und hier kommt Playtech als Partner ins Spiel.

Die Lage in der Schweiz lässt sich aktuell kaum mit anderen europäischen Ländern vergleichen. Denn die heimischen Glücksspielanbieter können sich gewissermaßen auf das Hausrecht im Internet innerhalb der Schweizer Grenzen berufen. Seit der Volksabstimmung, die zu Ungunsten der Casinos aus dem Ausland ausfiel, dürfen nur Unternehmen aus dem eigenen Land den Glücksspielmarkt im World Wide Web bedienen. Dies lässt sich die Swiss-Casino-Gruppe natürlich nicht zwei Mal sagen. Eine Partnerschaft wurde gesucht und gefunden. Der Weg zur Online-Präsenz ist geebnet.

Swiss Casinos und Playtech kooperieren: Wohin geht die Reise?

In der Branche ist es für die Betreiber von Casinos üblich, dass namhafte Partner an Bord geholt werden. Playtech gehört ohne Frage dazu. Denn der Anbieter hat viele Jahre Erfahrung auf dem Gebiet. Zunächst einmal muss jedoch die Internetpräsenz aufgebaut werden. Hier gibt es eine klare Zielsetzung, welche jedoch noch keinen exakten Termin enthält. Es ist lediglich bekannt, dass der Onlinegang im kommenden Jahr erfolgen soll. Die Swiss Casinos sprechen bei der Zusammenarbeit gleich von mehreren Gründen. In der Erklärung sind die Worte „Vertrauenswürdigkeit“, „Erfahrung“ und „Zuverlässigkeit“ gefallen. Da Playtech schon Konzessionen in diversen Ländern besitzt und inzwischen seit fast 20 Jahren auf dem Markt aktiv ist, hätte es sicherlich kaum eine bessere Wahl geben können.

Marc Baumann ist CEO bei den Swiss Casinos. Er hat die Partnerschaft mit dem Spieleentwickler noch einmal ins rechte Licht gerückt: „Wir freuen uns außerordentlich, mit Playtech einen international erfahrenen und innovativen Partner gefunden zu haben. Damit werden wir unseren Kunden in der Schweiz ein attraktives Angebot bieten können.“ Tatsächlich ist hier noch ein interessantes Stichwort gefallen. Denn natürlich steht und fällt die Attraktivität mit der Auswahl und Umsetzung der Games. Mit Playtech als Partner kommt die Branche einem Versprechen nach, was gewissermaßen im Zuge der Netzsperre gemacht wurde. Denn es wurde verkündet, dass die Online-Angebote der ausländischen Konkurrenz nicht nachstehen sollen. Spieler aus der Schweiz sollen sich ein heimisches Online-Casino aussuchen und dort auf den gleichen Umfang treffen, wie andere Operatoren ihn bieten. Ob dieses Versprechen, trotz fehlender Konkurrenz aus dem Ausland, einzuhalten ist, wird die Zeit zeigen.

Kooperation ein Paradoxon? Einerseits sperren die Schweizer Online-Casinos aus dem Ausland aus und dann holen sie sich Hilfe von namhaften Partnern, die jedoch nicht aus der Schweiz stammen.

Wie gestaltet sich das Glücksspiel in der Schweiz im Jahr 2019?

Mit einem VPN ist die Netzsperre zu umgehen. (Bildquelle)

Die Netzsperre ist beschlossen, umgesetzt ist sie hingegen noch nicht. Der Stichtag für die Einführung des Gesetzes ist der 1. Januar 2019. Ein halbes Jahr danach sollen die Zugangssperren ihre Gültigkeit erhalten. Glücksspielunternehmen mit Sitz im Ausland dürfen dann von der Schweiz aus nicht mehr zu erreichen sein. Dies gilt zumindest, sofern diese keine Lizenz von den Eidgenossen vorweisen können. Kritiker sehen das Vorgehen mit Skepsis. Denn eine Netzsperre ist für den findigen Internetnutzer leicht zu umgehen. Umgekehrt ist die Abstimmung zugunsten der Schweizer Casinos ausgegangen. Diese dürfen ihre Spiele fortan online vermarkten. Allerdings muss dafür zunächst der Grundstein gelegt werden. Die Swiss Casinos haben mit der Partnerschaft mit Playtech gewissermaßen das Fundament gebaut.

Doch wann startet der Internetauftritt? Wie bereits angesprochen, braucht es dafür zunächst eine Lizenz. Die Einreichung eines Konzessionsgesuchs bei der Eidgenössischen Spielbankenkommission ESBK ist für das Jahr 2019 geplant. Hinsichtlich der Lizenzvergabe wird wohl ein Zeitrahmen im Sommer oder Herbst angepeilt. Natürlich hat sich ebenfalls der Software-Entwickler zur geplanten Zusammenarbeit, in Form Shimon Akad, gemeldet: „Playtech freut sich über die Zusammenarbeit mit der Swiss Casino Gruppe, der führenden und sehr erfolgreichen Marke in der Schweiz. Playtech hat eine langjährige Erfolgsgeschichte in der Zusammenarbeit mit führenden Marken in den wichtigsten Glücksspielmärkten der Welt und wir freuen uns auf eine lange und erfolgreiche Partnerschaft mit Swiss Casino.“ Für die Seriosität der Entwickler spricht übrigens auch, dass sie in London an der Börse gelistet sind.

Folgen weitere Netzsperren? Bislang deutet nix darauf hin. Allerdings war es Bestandteil der Kritik, dass in der Schweiz vielleicht weitere Sperren in anderen Branchen folgen könnten.

Was bewirkt das neue Geldspielgesetz in der Schweiz?

Mit dem Start ins kommende Jahr, tritt das Geldspielgesetz in Kraft. Im ersten Halbjahr findet die Entscheidung über Konzessionserweiterungen statt. Wer Online-Poker oder –Roulette anbieten möchte, der muss sich dafür bewerben. Die Sperre wird zum 1. Juli 2019 gültig. Weiterhin enthält das Gesetz Vorschriften für Poker-Turniere außerhalb von Spielbanken, zu Lotterien und Tombolas. Tatsächlich ist die Zusammenarbeit mit ausländischen Operatoren sogar gesetzlich geregelt. Nur wenn der Veranstalter seinen Sitz in einem Hochrisikostaat hat, ist die Partnerschaft untersagt.

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