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Tote Gewinner im Glücksspiel: Zu schön um wahr zu sein

Vermeintliche Gewinne per Post im Detail prüfen

Dass mit Glücksspielen Schindluder getrieben wird, ist nicht neu. Wenn auf dem Briefumschlag bereits in großer Schrift und für jedermann ersichtlich der Gewinnbetrag aufgedruckt ist, braucht der Umschlag gar nicht mehr geöffnet werden. In diesem Fall ist es jedoch noch eine Nuance kurioser. Denn ein Toter hat angeblich gewonnen. Für die Witwe ein leicht zu durchschauender Trick. Doch sollten entsprechende Schreiben ernstgenommen werden. Wer reingelegt wird, muss schlussendlich mit einem Verlust rechnen.

Zunächst einmal sollte heutzutage jede Gewinnmitteilung genau überprüft werden. Dies gilt selbst wenn diese mit dem Brief eintrifft und seriös verfasst ist. Besonders skeptisch sollten Adressaten werden, wenn diese gar nicht selber an einem Glücksspiel teilgenommen haben. Und eine Gewinnbenachrichtigung per Mail ist ebenfalls unwahrscheinlich. Kurz gesagt: Es gilt aufzupassen, nicht auf einen Betrug reinzufallen. Besonders ältere Mitbürger sind gefährdet.

Schreiben ohne Absender: Toter gewinnt vermeintlich 300 Euro

Ein kleiner Betrag in Höhe von 300 Euro wurde als Gewinnsumme genannt. So klein, dass die Empfänger nicht stutzig werden sollen. Müssen sie aber. Doch der Reihe nach. Eine Frau erhielt ein Schreiben. Ein Absender war darauf nicht zu finden. Schließlich ging der Brief jedoch nicht an die Dame des Hauses, sondern an ihren verstorbenen Mann. Und dieser weilt bereits seit 2005 nicht mehr unter den Lebenden. Trotzdem erhielt er eine Einladung, welche folgendermaßen formuliert ist: „Die Auszahlung findet statt am: 29. August 2019 in einer wunderschönen Ferienregion.“ Zuvor wurde großspurig formuliert: „Ihr Los hat jetzt doppelt gewonnen“. Eine konkrete Losnummer wurde ebenfalls angegeben. Da es in diesem speziellen Fall schon 14 Jahre her ist, dass der angebliche Spieler verstarb, ist der Trick leicht zu durchschauen.

Doch worum geht es den Tätern? Im Brief wird darauf verwiesen, dass in Oederan, Niederwiesa, Flöha, Frankenberg, Mittwaida und Hainichen zugestiegen werden kann. Schlussendlich wird auf einen Bustransfer in die Region Naturpark verwiesen. An dieser Stelle schrillen bei unseren Lesern sicherlich letztlich die Alarmglocken. Es hört sich sehr nach Kaffeefahrt an und genau darauf läuft es im Endeffekt hinaus. Um den Bus möglichst voll zu bekommen, wird darauf hingewiesen, dass der Gewinner, dessen Partner und bis zu zwei Gäste an der Reise teilnehmen können. Doch obwohl von einer Gewinnübergabe die Rede ist, könnten sich die Teilnehmer wohl nicht über die versprochenen 300 Euro freuen. Viel wahrscheinlicher ist, dass sie zum überteuerten Kauf von Haushaltswaren genötigt werden sollen.

Fall aus Chemnitzer Region: Obwohl der konkrete Brief im Großraum Chemnitz adressiert war, können ähnliche Fälle in ganz Deutschland auftreten. Dabei sollte nicht nur an die eigene Person gedacht werden, sondern ebenso an die Eltern und Großeltern, die das Ganze vielleicht nicht durchschauen.

Polizei Chemnitz klärt auf: Noch kein Betrug

Kein Datenabgleich am Telefon

Zunächst einmal warnt die Polizei in Vertretung durch Pressesprecherin Jana Ulbricht davor, Post dieser Art leichtfertig zu vertrauen. „Generell sollte man stutzig werden, wenn wie in diesem Fall weder ein Absender noch ein Veranstalter genannt werden“ führt die Sprecherin aus. Für wichtig hält sie, dass Jüngere die Älteren aufklären. Doch ist es der erste Fall für die Chemnitzer Beamten, welcher nach diesem Muster vonstattengeht. Die Polizistin rät dazu, entsprechende Post sofort wegzuschmeißen. Tatsächlich handele es sich jedoch an dieser Stelle noch nicht um einen Betrug. Bestenfalls als Vorbereitungstat kann es angesehen werden. Dies mag auch daran liegen, dass nicht mehr nachzuweisen ist, ob ein Verstorbener ein Los gekauft hat.

Interessant ist hingegen das Postfach, an welches die Rückantwort erwartet wird. 15 04 21 in Bremen ist nämlich hinlänglich bekannt. So geht vom Kreisausschuss Lahn-Dill-Kreis eine Warnung bezüglich dieses Postfachs aus. Gleiches gilt für die Adresse 33 01 10. Beide sind gewissermaßen als „Schwindel-Adressen“ bekannt. Tatsächlich sind bei solchen Betrugsversuchen häufig Senioren die Opfer. Diese sind noch nicht immer mit entsprechenden Tricks vertraut. Außerdem hoffen sie eventuell darauf, ihre Rente mit dem vermeintlichen Gewinn ein Stück weit aufwerten zu können.

Verbraucherschutz warnt: Tatsächlich werden manche vorgetäuschten Gewinne nur deshalb verschickt, um an die Daten der Opfer zu kommen. Daher sollten bei dem Wort „Datenabgleich“ Die Alarmglocken schrillen. Hier eine Aufklärung zum Thema von der Verbraucherzentrale.

Die Kaffeefahrt hat noch längst nicht ausgedient: Vorsicht Abzocke!

Busunternehmen und Wirte profitieren von Kaffeefahrten ebenso wie die Anbieter von Waren. Wird kein Hehl aus der Tätigkeit gemacht, ist dies alles legal. Werden die Senioren jedoch bedrängt oder sollen gar „Wunderkuren“ geboten werden, geht es in die Illegalität. Letzteres ist eine Methode, wo Mittel gegen bestimmte Krankheiten verkauft werden. Unlängst sind Fälle bekannt, wo ein solches Wundermittel gegen Demenz für 1.600 Euro an den Mann oder die Frau gebracht werden sollte. Tatsächlich handelt es sich um ein Nahrungsergänzungsmittel, welches in der Apotheke für 80 Euro erhältlich ist.

Diese Gewinnspanne zeigt sehr gut auf, warum sich Kaffeefahrten für die Betreiber noch immer lohnen können. Der MDR berichtet von einem Jahresumsatz der Veranstalter in Höhe von 2 bis 3 Millionen Euro. Doch gleichwohl wird aufgezeigt, wie den Gaunern mit Hilfe von geschulten Lockvögeln das Handwerk gelegt werden konnte. In diesem Sinne ist auch unser Ratgeber von Interesse, seriöse Online-Casinos zu finden.

Tote Gewinner im Glücksspiel: Zu schön um wahr zu sein 1200 1000 2019-07-29 08:20:30 Online-Casino.de

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