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Tschechen und Griechen im Glücksspiel-Wandel?

Martin Hill, 2. Dezember 2015, Recht & Gesetze

In Griechenland stehen die Finanzen derzeit nicht zum Besten. Da ist es nicht verwunderlich, dass neue Wege Einnahmequellen zu erschließen gesucht werden. Eine effektive und naheliegende Lösung scheint eine Steuer auf die Umsätze beim Glücksspiel zu sein. Die Planung steht schon länger. Jetzt wurde sie mit der voraussichtlichen Einführung der Fünf-Cent-Steuer konkreter.

Auch Tschechien befindet sich in einem kleinen Glücksspiel-Wandel. Das Spielen soll in Prag künftig erschwert werden. In diesem Zusammenhang steht ein Verbot der Gaming-Clubs in der Hauptstadt Tschechiens bevor.

So funktioniert die neue Glücksspiel-Steuer in Griechenland

Beim Glücksspiel in Griechenland sollen künftig Sportwetten und Lotterien besteuert werden. Die Fünf-Cent-Steuer, wie sie genannt wird, soll ungefähr 400 Millionen Euro in den leeren Staatssäckel spülen.

Aber auch an diesem Prinzip gibt es Kritiker. Allen voran ist Christoforou vom ehemaligen, staatlichen Lotto- und Sportwetten-Anbieter (OPAP) zu nennen. Er gibt zu bedenken, dass die Spieler insbesondere bei den Sportwetten die Abgabe ihrer Tipps reduzieren könnten. Würde sich das Spielverhalten grundlegend ändern, so wären die Mehreinnahmen wohl nicht realistisch geschätzt.

Die OPAP hat im Jahr 2014 500 Millionen Euro an den Fiskus abgeführt. Dieser Betrag setzt sich aus den 30 Prozent Mehrwertsteuer zusammen, welche auf Einnahmen abzugeben sind. Casino-Spiele sind von dieser Regelung bislang ausgeschlossen. Allerdings sollen zukünftig Lizenzen ausgestellt werden. Mit dieser Maßnahme werden voraussichtlich weitere 500 Millionen Euro eingenommen. Bereits vor vier Jahren wurden zeitlich begrenzte Lizenzen ausgestellt, welche dann obsolet wären.

Weitere Lizenzen sollen für Poker und Casino-Games ausgestellt werden. Hier drohen, neben den aktuellen, noch weitere Gerichtsverhandlungen. Für die Spielautomaten soll die OPAP weiterhin ihr Monopol halten.

Casino-Clubs in Prag wurden vollständig verboten

Vom Bürgermeister Adriana Krnacova wurde vorgeschlagen, die Video-Lotto-Terminals zur reduzieren. Diese als VLT bekannten Spielstätten haben in der Hauptstadt Prag überhandgenommen. Die Stadträte haben diesen Vorschlag begeistert aufgenommen und sogar noch ausgeweitet. Denn es wurde ein grundsätzliches Verbot der Gaming Clubs in Prag veranlasst.

Betroffen sind jedoch nicht die großen Casinos, für welche auch Touristen aus anderen Ländern und Städten anreisen. Aber die 212 kleinen Spielhallen müssen innerhalb eines Monats schließen. In bestimmten Fällen, wo Lizenzen gültig sind, werden diese voraussichtlich nicht verlängert werden. Die offiziellen Spielcasinos, ungefähr 100 an der Zahl, werden weiterhin ihren Spielbetrieb fortsetzen.

Das Stadtbild soll mit dieser Maßnahme positiv beeinflusst werden. In den Gaming Clubs haben sich teilweise dubiose Personen getroffen. Auf der anderen Seite stehen der Existenzverlust vieler Betreiber und die Förderung des illegalen Glücksspiels, wenn die zugelassenen Betriebe schließen müssen.

Tschechen und Griechen im Glücksspiel-Wandel? 300 200 2016-09-23 17:31:04 Online-Casino.de

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