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Übernahme: Bwin.Party ist heiß begehrt!

Martin Hill, 10. Juli 2015, Wirtschaft

Verhandlungen wegen der Übernahme von Bwin.Party laufen seit einiger Zeit. Kernpunkt der Gespräche ist die Höhe des Kaufpreises. In den letzten Wochen ist es ruhig um die Abgabe des Spielesegments von Bwin geworden. Dennoch werden im Hintergrund Verhandlungen gelaufen sein. Aber ist auch der Verhandlungstisch größer geworden?

GVC hat sein Interesse unlängst bekundet. Je mehr Interessenten vorhanden sind, desto besser ist jedoch die Verhandlungsposition für Bwin. Jetzt steigt wohl auch Amaya Gaming in den Poker um die Gaming Sparte ein. Allerdings soll die Übernahme nicht eigenständig gestemmt werden. Vielmehr fungiert die Firma als Geldgeber für GVC Holdings. Ein weiterer Rivale, die 888 Holdings, haben ebenfalls Interesse bekundet.

Welche Rolle spielt Amaya bei der Übernahme?

Amaya ist Betreiber der Poker-Marken Full Tilt und PokerStars. In diesem Sinn ist es ihr Anliegen die Konkurrenz zu schwächen und die eigene Position zu stärken. Aus diesem Grund liegt ein Zusammenschluss mit GVC für die Übernahme nahe. Es wird angenommen, dass Amaya als Geldgeber fungiert. Damit könnte selber auch wieder der amerikanische Markt betreten werden.

Ein weiterer Grund für Amaya sich an der Übernahme zu beteiligen ist, dass 888 nicht doch noch das Rennen macht. Das Unternehmen mit den drei Zahlen im Namen gilt als größter Konkurrent. Die Übernahme durch GVC würde Amaya mehr in die Karten spielen. So könnte der Rivale abgehängt und die eigene Position gestärkt werden.

Was kostet eine erfolgreiche Übernahme?

Aus den letzten Aussagen von Bwin.Party, wo neben Poker auch Black Jack und weitere Games gespielt werden können, kann geschlussfolgert werden, dass einer Übernahme kaum noch etwas im Weg steht. Es ist sogar fraglich, ob überhaupt noch gefeilscht wird. Aktuell werden von Amaya und GVC zusammen 900 Millionen britische Pfund geboten. Dies entspricht ungefähr 1,39 Milliarden US-Dollar oder 1,25 Millionen Euro.

Dieses Angebot entspricht ca. 1,52 Euro je Aktie. Nach Aussage des Unternehmens wurde das Angebot geprüft. Es können beidseitige Vorteile, auch für die Aktionäre, erkannt werden. Es wird ein finales Angebot innerhalb der nächsten Tage erwartet. Die Garantie eines Vertragsabschlusses wurde nicht gewährt. Die Anzeichen auf eine schnelle Einigung verdichten sich jedoch.

Monopolstellung von Amaya bei Poker?

Von einer Monopolstellung kann weder jetzt noch im Anschluss gesprochen werden. Allerdings gehören die größten Marken der Pokerwelt ganz eindeutig zu Amaya. Ob dies für Kunden langfristig Auswirkungen hat, bleibt abzuwarten. Das Interesse von Amaya an Bwin.Party ist, mit der Erweiterung der Marktstellung leicht zu erklären. Auch die Konkurrenz, welche ebenfalls Interesse gezeigt hat, wird durch die angestrebte Übernahme in eine schlechte Position gerückt.

Übernahme: Bwin.Party ist heiß begehrt! 300 200 2016-09-23 16:03:13 Online-Casino.de

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