Umstritten: Sexy Werbung im Casino Baden

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Umstritten: Sexy Werbung im Casino Baden

Martin Hill, 10. August 2016, Unterhaltung

„Baden im Glück“ ist der Slogan des Casinos. Daher ist es wenig verwunderlich, auch in Anlehnung an das Thema, dass beim Glücksspiel mit Freude und hübschen Gesichtern geworben wird. Aber ab wann geht die Werbung zu weit? In jedem Fall versucht das schweizerische Casino in Baden die ganze Bandbreite auszunutzen.

Nachdem in den vergangenen Jahren einige Vorwürfe in Bezug auf Sexismus an das Casino herangetragen wurden, ist die aktuelle Werbung nach Angaben der Lauterkeitskommission noch im Rahmen.

Wie sieht Werbung im Casino Baden aus?

Hier kann beinahe schon eine Chronologie erstellt werden. Denn erstmals wurde das Casino 2006 wegen der Freizügigkeit angeprangert. Damals war ein aufblasbarer Delphin zu sehen, mit einer hübschen Frau rittlings darauf drapiert. Die Szene wurde im Casino abgelichtet, direkt auf dem Spieltisch für das Roulette. Der Delphin war wohl eine Anspielung auf den Slogan „Baden im Glück“.

Hier hatte die Lauterkeitskommission der Schweiz (SLK) noch eine Rüge ausgesprochen, welche das Grand Casino Baden hinnehmen musste. Eine Herabwürdigung und sexistische Darstellung waren die Vorwürfe. Das beworbene Produkt und die Freizügigkeit der Frau auf dem Delphin ließen keinen Zusammenhang erkennen.

2008 wurde eine ähnliche Kampagne gestartet. Neben einer schönen Frau mit engem Kleid und Champagner-Flasche, war diesmal auch ein Sixpack zu sehen. Abschließend springen wir zum Jahr 2012, wo ein leicht bekleidetes Model (Sira Topic) als Bedienung, Cocktail Dame, Entertainer und Kartenverteiler auftritt.

Die letzte Kampagne hält, obwohl sexy Werbung, den Rahmen ein.

SLK sieht Casino Werbung als angemessen

Die SLK kann keine Diskriminierung bei der Werbung des Casino Badens feststellen. Es wird argumentiert, dass leichter bekleidete Damen im Glücksspiel-Angebot die Regel seien. Wer ein Casino aufsucht, der muss sich auch mit dem Entertainment anfreunden können.

In die gleiche Kerbe schlägt auch der Betreiber Detlef Brose. Er erläutert, dass die Werbung eine Anspielung auf die Burlesque Mode der 1920er Jahre darstellt. Tatsächlich war es beabsichtigt eine Verbindung mit dem Unterhaltungsangebot des Casinos darzustellen.

Es gibt aber auch Gegner dieser Werbekampagne. Dazu gehört die SP-Politikerin Arezina. Sie sieht die Werbung sexistisch und kritisiert, dass Frauen dort als Produkt verkauft werden. Ein politisches Vorgehen gegen die Plakate scheint nicht unwahrscheinlich.

Grundsätzlich ist die englische Redewendung „Sex Sells“ natürlich auch hier anzuwenden. Sie bedeutet, dass sich ein Produkt besser verkauft, wenn der Inhalt möglichst anregend präsentiert wird. Dies kann Psychologisch begründet werden. Denn ein Produkt bleibt besser im Gedächtnis, wenn es mit etwas Erregendem im Verbindung gebracht wird.

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