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Vergiftung im Tennis: Spielmanipulation?

Martin Hill, 19. August 2016, Sport & Spiel

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Dass im Sport sehr viel Geld zirkuliert, ist nicht unbekannt. Aber nicht nur bei den Profis, Vereinen und Verantwortlichen selber, sondern auch hinter den Kulissen. Auch auf vermeintlich kleine Wettereignisse können Beträge gesetzt werden. Je nach Höhe und Quote sind demzufolge beachtliche Gewinne möglich.

Beim Junioren-Tennis in Wimbledon wurde in diesem Sommer Gabriella Taylor zur Aufgabe gezwungen. Schuld war eine Vireninfektion. Aber steckt vielleicht mehr dahinter? Sogar die Vermutung einer Spielmanipulation ist aufgekommen. Wie realistisch ist das? Immerhin ermittelt jetzt Scotland Yard.

Junioren-Wimbledon: Taylor gibt im Viertelfinale auf

Wimbledon ist das größte und wichtigste Turnier im Tenniskalender. Dies gilt natürlich auch für die Jugendspieler. Im Viertelfinale war für Gabriella Taylor Schluss. Die 18-jährige, derzeit auf Rang 381 der Weltrangliste, hat im Einzel gegen Kayla Day abgebrochen. Den ersten Satz hatte sie mit 6:4 gewonnen. Im zweiten Durchgang stand es 1:1.

Die britische Spielerin konnte das Match jedoch nicht fortführen. Zunächst wurde bei ihr eine Lebensmittelvergiftung vermutet. Aber die Symptome klangen nicht ab und im Krankenhaus wurde schlussendlich bakterielle Infektion festgestellt. Leptospirose lautet der Fachbegriff einer Erkrankung, die durchaus tödlich enden kann. Ihre Mutter brachte es auf den Punkt: „Meine Tochter ist fast gestorben.“ Sie führt weiterhin aus: „Möglicherweise hat irgendjemand davon profitiert, dass Gabriellas Taschen oft ohne Beaufsichtigung im Umkleideraum waren.“

Aber wer hätte Interesse eine Junioren-Tennisspielerin zu vergiften? Jetzt ermittelt Scotland Yard.

Wie wahrscheinlich ist eine Spielmanipulation?

Tatsächlich ist die Wahrscheinlichkeit sehr gering. Denn obwohl vielleicht irgendwo Wetten auf dieses Ereignis geschlossen werden konnten, so wäre jeder größere Einsatz auffällig gewesen. Die Spielerinnen standen nicht im Blickpunkt. Statistiken sind schwer zu finden. Deshalb können Wettanbieter das Duell schlecht bewerten. Gleiches gilt für potentielle Spieler. Somit wären bestenfalls kleine Wettbeträge gesetzt worden.

Auffälligkeiten diesbezüglich sind bei der Begegnung jedoch nicht bekannt geworden. Aber gibt es eine andere Erklärung? Die Infektion kann natürlich anderweitig übertragen worden sein. Gleichwohl ist eine Leptospirose in Großbritannien sehr selten.

Vor über zehn Jahren wurde jedoch schon einmal ein Fall aufgeklärt, wo Tennisspieler vergiftet wurden. Der Vater eines Spielers, Christophe Fauviau, musste sich wegen 28 belegten Fällen für die Verabreichung eines Beruhigungsmittels verantworten. Die Machenschaften kamen erst ans Licht als ein Tennisspieler bei einem Autounfall verunglückte und das Beruhigungsmittel „Temesa“ in seinem Organismus nachgewiesen wurde. Acht Jahre Haft waren die Folge.

Im aktuellen Fall gibt es noch keine Verdächtigen. Ob die Infektion der Tennisspielerin aufzuklären ist, bleibt zu bezweifeln. Scotland Yard hat die Ermittlung erst einem Monat nach der Tat aufgenommen. Tennis Wetten finden sich unter anderem bei William Hill.

Bildquelle: Fotolia/fotomek (Bild-ID: #111994056)

Vergiftung im Tennis: Spielmanipulation? 900 583 2016-09-06 16:50:12 Online-Casino.de

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