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Vietnam verweigert Bürgern den Casinobesuch

Martin Hill, 16. September 2016, Wirtschaft

In Vietnam dürfen die Bürger kein Casino betreten. Ein striktes Verbot untersagt diese Art von Glücksspiel. Der Staat selber hat unlängst beschlossen, diese Einschränkung zu lockern. Allerdings hält das Finanzministerium nichts von den geplanten Änderungen und erhält die Blockade aufrecht.

Der Glücksspiel-Markt, insbesondere Casino-Games und Sportwetten, sind ein aufstrebendes und attraktives Geschäftsfeld. Die Sperre von Vietnam für Casinos schreckt demzufolge Investoren aus dem Ausland ab.

Casino-Verbot in Vietnam: Ausnahmen von der Regel

Vietnamesen dürfen kein Casino betreten. Dabei gibt es im Land Casinos. Diese sind nicht vollständig leer. Denn eine Ausnahme besagt, dass Vietnamesen mit ausländischen Pass und Ausländer die Spielstätten aufsuchen dürfen. Allerdings sollen reichte Einheimische ihres Status wegen oder durch fließende Gelder ebenfalls Eintritt erhalten haben.

Casinos, wie der „Grand Ho Tram Strip“ sind dennoch hauptsächlich von Urlaubern angesteuert. Gleichwohl liegt der besagte Komplex am Strand und hat ein ruhiges und grünes Ambiente zu bieten. Aber warum wird Einheimischen das Spielen dermaßen strikt verwehrt?

Regierung möchte vor Spielsucht und Geldwäsche schützen

Die Probleme des Glücksspiels sind länderübergreifend die gleichen. Einige Spieler werden süchtig. Andere Nationen verweisen auf diese Problematik und fügen vorbeugende Maßnahmen ein. In Vietnam wird der Casino-Besuch durch Einheimische hingegen rigoros ausgeschlossen.

Weitere Gründe den Casino-Aufenthalt zu untersagen sind die Geldwäsche, welche vor Ort vorgenommen werden könnte. Zudem wird auf weitere kriminelle Handlungen verwiesen, welchen vorgebeugt werden soll. Dies geht auch aus einem Bericht von CNBC hervor.

Casinos für Einheimische: Ein Hoffnungsschimmer?

Zu Beginn des Jahres 2016 verdichteten sich die Anzeichen, dass die Haltung in Bezug auf das Glücksspiel von Seiten der Regierung gelockert würde. Denn die neue Regierung unter Nguyen Xuan Phuc hätte frischen Wind in die Regulierung bringen können. Das Finanzministerium hält jedoch lieber an alten Werten fest.

Es wurde zumindest angenommen, dass ein Modell wie in Singapur möglich wäre. Dort wird das Vermögen der Casino-Besucher geprüft. So kämen nur wohlhabende Personen in den Genuss des Glücksspiels. Gleichwohl würde ein sozialer Nachteil durch Spielsucht unwahrscheinlich.

Vietnam ist für Investoren unattraktiv

Casino-Spiele sind weltweit ein breites Geschäftsfeld. Durch die stringente Haltung der vietnamesischen Regierung bleiben Investoren aus dem Ausland jedoch fern. Dabei ist Vietnam ein Land im Aufschwung, wo eine derzeit junge und gebildete Bevölkerung heranwächst. Demzufolge wurden auch die Wachstumschancen im Glücksspiel-Sektor als hoch eingestuft. Dies macht Vietnam zu einer lukrativen Nation in Sachen Investitionen. Das Glücksspiel ist hiervon derzeit jedoch ausgenommen.

Spieler aus Vietnam müssen aktuell noch nach Kambodscha, Macau oder Hongkong ausweichen. Entsprechende Steuern fließen dann in diese Länder.

Bildquelle: Fotolia/De Visu (Bild-ID: #100246024)

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