Virtuelle Rennen sind keine Sportwetten

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Virtuelle Rennen sind keine Sportwetten

Martin Hill, 25. August 2015, Sport & Spiel

Pferderennen haben eine große Tradition. Das schnellste Pferd mit dem besten Jockey bekommt die Trophäe. Auf der Rennbahn können Menschen getroffen werden. Es herrscht großer Andrang und natürlich können Wetten auf die Pferde platziert werden. Frühere Erfolge, die Tagesform und auch den Eindruck, welchen die Tiere am Tag des Rennens machen, können das Glück für den Spieler begünstigen.

Allerdings gibt es im Kontrast dazu auch virtuelle Pferderennen. Hier müssen keine echten Pferde um die Wette laufen. Vielmehr wird das Rennen am Computer simuliert. Ein Gericht hat jetzt entschieden, dass es sich hierbei nicht um Sportwetten handelt.

Die unterschiedlichen Arten von Pferdewetten

Das Pferderennen ist für viele der Sport der Könige. Auf dem echten Parcours können die Spieler unterschiedliche Wetten abschließen.

Bei der Sieg-Wette muss das richtige Pferd angegeben werden, welches als erstes die Ziellinie durchläuft. Die Platz-Wette bringt einen Erfolg ein, wenn das Tier der Wahl unter den ersten Drei landet. Die Einlauf-Wette ist noch komplizierter. Hier müssen die besten zwei oder drei Pferde in der richtigen Reihenfolge getippt werden.

Natürlich gibt es je nach Rennbahn noch weitere Wetten, die angeboten werden. Auch im Internet kann auf einige Pferderennen getippt werden. Hierbei werden aber nur wenige Prozent des Umsatzes bei Sportwetten erzielt.

Die Virtual Racing Wetten gehören nicht zu den Sportwetten, wie ein Gericht kürzlich entschieden hat.

Gerichtsentscheid: Virtual Racing keine Sportveranstaltung

Was zeichnet eine Sportwette aus? Transportieren wir dieses Thema der Einfachheit halber einmal zum Fußball. Hier gibt es Statistiken, Verletzungen, Sperren, direkte Vergleiche, Tabellenpositionen, unterschiedliche Wettbewerbe und Serien, die es zu beachten gilt. Beim Pferderennen kann ebenfalls auf vergangene Erfolge und ähnliches geschaut werden.

Anders sieht es wiederum aus, wenn beim Rennen gar keine echten Pferde beteiligt sind. Beim Virtual Racing wird das Rennen nur simuliert. Laut Verwaltungsgerichtshof gehört diese Variante daher zum Glücksspiel und somit zu den Casino-Spielen.

Abschließend stellt sich noch die Frage, warum diese Entscheidung herbeigeführt werden musste. Ein Veranstalter sollte Abgaben nach dem Glücksspielgesetz zahlen. Diese sind um einiges höher, als die Abgaben, welche als Gebühren für Sportwetten zu entrichten sind. Der Verwaltungsgerichtshof bestätigte die Entscheidung des Bundesfinanzgerichtes, dass für virtuelle Rennen das Glücksspiel zuständig ist.

In diesem Artikel wurde der Sachverhalt anhand von Pferderennen beschrieben. Aber auch bei virtuellen Hunderennen oder sonstigen Wettbewerben, wo keine echten Tiere beteiligt sind, ist der Sachverhalt gültig. Eine Sportwette zeichnet sich dadurch aus, dass der Spieler durch Wissen und Kenntnis Einfluss nehmen kann und dass ist bei virtuellen Rennen nicht der Fall.

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