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Virtueller Sport: eSport1 überträgt Gaming in Deutschland

Sabina Kugler, 30. November 2018, Unterhaltung

E-Sport Trend längst nicht zu Ende (Bildquelle)

Als Spartensender soll eSport1 bereits am 24. Januar 2019 live auf Sendung gehen. Die Zielgruppe sind junge und spielbegeisterte Zuschauer in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Tatsächlich handelt es sich um ein interessantes Programm für alle Betrachter, die schon mit dem Smartphone in der Hand aufgewachsen sind. Auf den Streaming-Kanälen, wie Twitch, glühen seit Jahren die Leitungen wenn die eSportler ein prominentes Match austragen. Jetzt soll über das Fernsehen die breite Masse mit dem E-Sport Bekanntschaft machen.

Dass Sport1 mit seiner neuen Marke die eigene Position stärken möchte, ist offensichtlich. Denn schließlich versteht sich der TV-Sender als Nummer eins des Sports in Deutschland – zumindest auf freiempfänglicher Basis. Doch soll eSport1 nur für zahlende Kunden verfügbar gemacht werden, wie auch das Medienmagazin DWDL berichtet. Nichtsdestotrotz handelt es sich um den ersten eSports-Sender in Deutschland überhaupt. Ob die größtenteils junge Kundschaft bereit ist für den elektronischen Sport zu bezahlen, wird sich zeigen.

Ausrichtung und Programmpunkte von eSport1

Bislang haben wir immer von einer jungen Zielgruppe gesprochen. Und tatsächlich werden die Älteren wohl eher weniger etwas mit einem Sport anzufangen wissen, wo sie keine echten Spieler in der Übertragung zu sehen bekommen. Allerdings sind es nicht nur die Millennials, die sich mit Computerspielen beschäftigen. Wer jetzt 30 oder sogar 40 Jahre alt ist, der hat in seiner Jugend vielleicht bereits am Commodore 64 oder Amiga seine ersten Schritte in der virtuellen Welt getan. Später kamen der PC und diverse Spieleplattformen hinzu. Und wenn wir die Zielgruppe in einem Altersabschnitt von 10 bis über 40 Jahre fassen können, so werden sich viele Zuschauer angesprochen fühlen.

Olaf Schröder äußert sich als Vorstandsvorsitzender der Constantin Medien AG und Sport1 GmbH folgendermaßen: „Mit unserem neuen Sender eSport1 unterstreichen wir unsere Vorreiterrolle im Bereich eSports und bauen unser Engagement weiter aus. Wir haben eSports im gesellschaftlichen Diskurs von Beginn an konsequent als Sportart klassifiziert und darüber berichtet.“ Gleichwohl spricht Schröder davon, die „junge Sportart“ weiter vorantreiben zu wollen. Doch was ist genau geplant? Zunächst einmal wird die Übertragung an 24 Stunden täglich, sieben Tage die Woche stattfinden. Der Sendeplatz wird mit den Spielen Dota 2, Overwatch, Counter-Strike, Fifa 19 und weiteren Titeln gefüllt werden. Im Fokus stehen hierbei Live-Berichterstattungen von großen Turnieren. Weiterhin kommen Highlight-Formate ins Programm. Magazine sollen zudem selber produziert werden.

Erstes Magazin: eSport1 mag der erste, reine TV-Sender sein, der sich mit eSports beschäftigt. Das erste Magazin läuft jedoch auf ProSieben Maxx unter dem Namen ran eSports schon länger.

 eSports: Die Grenze zwischen Sport und Spiel

Professioneller Spieler vor dem PC (Bildquelle)

Um den E-Sport ist in den vergangenen Wochen und Monaten eine interessante Diskussion entstanden. Einerseits möchten die Profi-Spieler, dass eine Anerkennung als Sportart stattfindet. Dies würde insbesondere die Aufenthaltserlaubnis in anderen Nationen erleichtern. Politiker und Offizielle aus Sportkomitees sehen es jedoch anders. Sie sehen eSports nicht als echte Sportart an oder fürchten sich vor den Folgen. Schließlich könnten Kinder und Jugendliche, die ihre Zeit vor dem PC oder der Spielekonsole verbringen, dann davon sprechen eine Sportart zu betreiben. Ist E-Sport ein Sport? Schröder äußert sich auch zu diesem Problemfall: „Mit dem Start des ersten eSports-Senders im deutschsprachigen Raum werden wir noch stärker dazu beitragen, die Präsenz und Akzeptanz dieser jungen Sportart weiter voranzutreiben – sowohl bei den Zuschauern, als auch bei den werbetreibenden Unternehmen, Branchenverbänden aus Wirtschaft, Sport und Medien, sowie in der Politik.“

Übrigens muss für die Einführung von eSport1 der Kanal Sport1US weichen, dessen Inhalte künftig auf Sport1+ zu sehen sein werden. Der Startschuss fällt im Januar 2019 mit der Übertragung des Dota-2-Events „The Chongqing Major“ aus China. 16 Mannschaften nehmen daran teil und kämpfen dabei um ein Preisgeld in Höhe von einer Millionen Dollar. Wer den Sender buchen möchte, der informiert sich über die Plattformen Telekom, T-Mobile Austria. 1&1, A1, Vodafone Deutschland oder Zattoo Unitymedia. Im kommenden Jahr sollen bereits 1.200 Stunden live von nationalen und internationalen Turnieren übertragen werden.

Ausverkaufte Stadien: in Deutschland mag E-Sport nicht so populär sein, wie in Asien. Doch hat es bereits beim League of Legends Finale 2015 dazu ausgereicht, die Mercedes-Benz-Arena in Stuttgart mit 60.000 Zuschauern zu füllen.

Hinweise auf großes Interesse am E-Sport

YouTuber verdienen inzwischen ihren Lebensunterhalt mit Streams von Computerspielen. Und auf Twitch sieht es ähnlich aus. Dort wird ein Millionenpublikum angesprochen. Ein weiterer Fingerzeig sind die Wettanbieter, die schon seit Jahren ihr Angebot an eSports-Wetten weiter ausbauen. Und diese Branche ist bekannt dafür ein Näschen für Trends zu haben. Nicht zuletzt haben in der Vergangenheit schon Events in Deutschland stattgefunden. Diese waren gut besucht. Außerdem hat EinsPlus bereits ein LoL-Finale übertragen. Acht Stunden am Stück lief der eSports auf dem Kanal. Freilich kam die Zuschauerzahl damals nicht an König Fußball ran. Doch die Quoten lagen immerhin über dem üblichen Schnitt des Senders.

Dass Preisgelder in Deutschland und international schon die Millionen-Grenze geknackt haben, wiegt ebenfalls schwer. Mit einer erhöhten Aufmerksamkeit und weiteren Zuschauern, werden sich weitere Sponsoren finden lassen. Das Potential ist längst nicht ausgeschöpft. Und eSport1 möchte in Deutschland, Österreich und der Schweiz eine Rolle als Vorreiter bei der Übertragung einnehmen.

Virtueller Sport: eSport1 überträgt Gaming in Deutschland 1200 1000 2018-11-30 10:14:47 Online-Casino.de

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