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Vorsicht Abzocke: Fake-Inkasso verschickt Lotto-Mahnungen!

Betrug per Post. Fake-Inkasso soll angebliche Lotto-Schulden eintreiben.

Wer Lotto spielt, der hofft auf das große Glück. Die Wahrscheinlichkeit auf den Millionen-Betrag ist gering, aber existent. Umgekehrt scheinen derzeit mal wieder Lotto-Betrüger einen Anlauf zu unternehmen. Sie verschicken im Namen erfundener Inkasso-Unternehmen Mahnungen und fordern die Empfänger zur Zahlung auf. Diese erfundenen Zahlungsaufforderungen kommen häufig angeblich von der Euro Lotto Zentrale oder von der Deutschen Gewinner Zentrale. Im Brief sind entweder die deutsche Lotterie 6 aus 49 oder die europäische Ziehung Eurojackpot genannt. Doch handelt es sich nur um eine Abzock-Masche. Daher sollten Empfänger keinesfalls leichtfertig Geld überweisen.

Wer noch nie in seinem Leben einen Lottoschein ausgefüllt hat, der kann über eine solche Mahnung natürlich nur müde lächeln. Hier ist der Betrugsversuch dann nur zu offensichtlich. Doch die Inkasso-Briefe scheinen derzeit großflächig verschickt zu werden. Folglich landen diese auch bei Personen, die sehr wohl Lotto spielen. Und dann ist die Verunsicherung groß. Manche Menschen zahlen lieber, bevor sie es mit dem Inkasso-Büro zu tun bekommen. Wobei die Inkasso-Unternehmen in diesem Fall nur erfunden sind. Daher nochmals die Warnung: Kein Geld überweisen.

So ist bei einem Fake-Inkasso Lotto-Betrug vorzugehen

Für die Empfänger eines solch dubiosen Briefes ist es wichtig, sich selber Gewissheit zu verschaffen. Nachfragen bei der zuständigen Landeslotteriegesellschaft, der der Verbraucherzentrale oder bei der Polizei klären im Zweifel darüber auf, ob es sich wirklich um einen Betrugsversuch handelt. Auch wir wollen unseren Beitrag leisten. Was ist also zu tun.

Fakten kontrollieren: Aktuell gehen die meisten Briefe im Namen der EXPERT KASSE INKASSO AG, der PE KASSE AG, der P EXPERT AG oder von der Euro DE Inkasso GmbH heraus. Alles erfundene Unternehmen. Natürlich können die Firmennamen abweichen. Einfach mal in die Suchmaschine, eventuell mit dem Zusatz „Fake“ oder „Betrug“ eingeben und schauen was kommt.

Nicht reagieren/Keinesfalls überweisen: Da es sich um ein Fake-Inkasso-Unternehmen handelt, droht keine Gefahr. Aus persönlicher Sicht reicht es aus, den Brief zu ignorieren. Es sollte keinesfalls die geforderte Summe – aktuell meist 200 bis 300 Euro – überwiesen werden.

Betrug bei der Polizei anzeigen: Hinter diesen Briefen steckt kriminelle Energie. Eine Anzeige bei der Polizei hat überdies den Sinn, sich selber davon zu überzeugen, dass es sich um einen versuchten Betrug handelt. Denn bei vielen Verbrauchern ist die Unsicherheit sehr groß, wenn das Wort „Inkasso“ im Briefkopf steht.

Gerne verweisen wir an dieser Stelle an den Warnungsticker vom Verbraucherschutz. Auch dort sind Betrugsversuche dieser Art meist sehr schnell gemeldet.

Lotto-Betrug: Eine Kombination aus Angst und Druck

Lotto-Betrug: Mache den Fakten-Check (Bildquelle)

Für viele Leser mag es unverständlich erscheinen, wie ahnungslose Opfer hier in die Falle tappen können. Wer jedoch noch nie mit einer entsprechenden Masche konfrontiert wurde, der sieht nur die Begriffe „Mahnung“, „Inkasso“ und eventuell noch „Zwangsvollstreckung“. Im konkreten Fall sollen Dienstleistungen abgeschlossen worden sein. Wer vielleicht wirklich online irgendwo an einer Lotterie teilgenommen hat, was rechtlich möglich ist, der kommt ins Grübeln. Dazu sind diese Briefe häufig personalisiert. Der Leser wird also mit richtigem Namen angesprochen. Bisweilen soll sogar eine telefonische Anmeldung stattgefunden haben.

Die Fake-Unternehmen schaffen es gezielt Druck aufzubauen. Dabei kommt beispielsweise folgende Formulierung zum Einsatz: „Wir fordern Sie daher letztmalig mit Nachdruck auf, die Schuldsumme, sowie die bisher aufgelaufenen Kosten, die Sie infolge ihres Zahlungsverzuges (BGB § 284, 286) zu tragen haben, an uns auf das folgende Konto innerhalb 9 Tage zu überweisen“. Dabei ist zu erwähnen, dass die Groß- und Kleinschreibung meist zahlreiche Fehler enthält. Dies würde einem echten Inkasso-Büro nicht in dieser Häufigkeit passieren. Im gleichen Brief wird der Druck noch erhöht: „Für den Fall der Nichtzahlung innerhalb der Zahlungsfrist gehen wir wie folgt vor: Mahnbescheid, Vollstreckungsbescheid, Zwangsvollstreckung durch einen Gerichtsvollzieher, Pfändung ihrer Bezüge, auch Arbeitslosengeld, Rente, Bankguthaben, Versicherungen, usw.“

Entsprechende Formulierungen können leichtgläubigen Empfängern den Schweiß auf die Stirn treiben.

Lotto-Mahnung erhalten? Ruhe bewahren!

Häufig beginnen die Betrüger im Titel mit „1. Mahnung“, „Vorpfändung“ oder mit „Letzte außergerichtliche Mahnung“. Trotz dieser Drohsprache ist es wichtig einen kühlen Kopf zu bewahren. Erst sollte geprüft werden, ob es das Inkasso-Unternehmen überhaupt gibt. Häufig ist dies nicht der Fall. Doch können Betrüger natürlich auch Briefe im Namen eines echten Inkasso-Büros (ohne dessen Wissen) versenden. Hier besteht jedoch die Gefahr, dass die Empfänger dort nachfragen. Dass empfehlen wir dir, falls es die Firma im Briefkopf wirklich gibt. Einfach mal nachfragen, ob wirklich ein Brief verschickt wurde.

Wer anschließend noch bei der Verbraucherzentrale oder Polizei nachfragt, der ist zusätzlich abgesichert. Und noch ein Fakt am Rande. Wer vorab noch nie eine Zahlungsaufforderung oder Mahnung erhalten hat, der sollte auch kein Brief vom Inkasso-Büro bekommen. Denn entsprechende Unternehmen werden so schnell nicht tätig. Und noch ein Tipp, um den Lotto-Betrug möglichst schnell aufzudecken: Wenn zur Zahlungsaufforderung eine Bankverbindung aus dem Ausland angegeben ist, dann ist etwas faul. Übrigens müssten Unternehmen, die eine Mahnung durchsetzen wollen, den Vertragsabschluss nachweisen können. Und da es sich in diesem konkreten Fall um eine Betrugsmasche handelt, existiert natürlich kein Vertrag.

Erneut können wir nur mit den Worten schließen: Bloß nicht leichtgläubig oder aus Angst zahlen, sondern Fakten prüfen.

Vorsicht Abzocke: Fake-Inkasso verschickt Lotto-Mahnungen! 1200 1000 2021-05-31 10:09:32 Online-Casino.de

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