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Werden Jugendliche früh auf Glücksspiel gepolt?

Martin Hill, 18. Januar 2016, Sport & Spiel

Die Universität Bremen hat ermittelt, dass in den sozialen Netzwerken kostenlose Spiele zu Zwecken des Marketings geschaltet werden. Diese ähneln dem Glücksspiel diverser Casino Anbieter. Die Spieler sammeln auf diesem Weg erste Erfahrungen. Um Geld wird freilich nicht gespielt. Was zunächst unschuldig klingt, kann junge Gemüter dennoch beeinflussen.

Verantwortungsbewusstes Spielen wird bereits für Erwachsene angemahnt. Einige Unternehmen werben bereits bei Jugendlichen mit ihren Spielen. Diese ähneln in ihrer Funktion dem Poker oder Roulette. Ziel ist es langfristig eine Verbindung zu den Spielern herzustellen. Diese sollen mit dem Erwachsenwerden an das echte Glücksspiel herangeführt werden.

Simuliertes Glücksspiel: Wie hoch ist die Gefahr?

Viele Kartenspiele könnten als Glücksspiel bezeichnet werden. Im Sinne des Gesetzes ist jedoch ein Einsatz nötig. Daher ist bei den kostenfreien Games, mit welchen die Jugendlichen in Kontakt kommen, von simuliertem Glücksspiel die Rede.

In der Universität Bremen wurde das Projekt „Social Gambling“ gestartet. Leiter war Gerhard Meyer. Die Befragung umfasste 2.000 Schüler im Norden Deutschlands. 50 Prozent der Studienteilnehmer im Alter zwischen 12 und 17 Jahren hat zugegeben, bereits in Kontakt mit simuliertem Glücksspiel gekommen zu sein.

Der Projektleiter sieht hier Gefährdungspotential. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass die Teenager auf kostenpflichte Glücksspielangebote umsatteln werden. Bereits jetzt berichten 26 Prozent der Teilnehmer von einem Wechsel zum echten Glücksspiel.

Die Unternehmen nutzen aus, dass für das echte Glücksspiel feste, gesetzliche Bestimmungen vorliegen. In diesem Sinne müsste ein Entgelt für das Spielen festgesetzt werden, mit welchem die Chance auf einen Gewinn eingeräumt wird. Da weder Einsatz getätigt, noch Gewinne ausgezahlt werden, unterliegt das simulierte Glücksspiel keiner Altersbeschränkung.

Kritisch beäugt wird die Tatsache, dass bei der Simulation häufiger gewonnen wird, als beim tatsächlichen Glücksspiel. Auf diesem Weg entsteht eine Erwartungshaltung, welche am Ende nicht erfüllt werden kann.

Warum simuliertes Glücksspiel in sozialen Netzwerken stattfindet

Das simulierte Glücksspiel wird dort angeboten, wo sich die Zielgruppe aufhält. Im Alter ab 12 Jahren werden soziale Netzwerke interessant. Bereits vor drei Jahren waren unter den 23 Top Facebook-Spielen vier Titel, welche dem Segment Online-Casino hätten zugeordnet werden können.

Neben den klassischen Herausforderungen des Erwachsenwerdens, müssen Jugendliche diese Spiele einzuordnen wissen. Eltern sind bei den minderjährigen Kindern ebenfalls in der Verantwortung. Diese müssen sich für die Tätigkeiten des Nachwuchses interessieren und wissen, was sie mit dem Computer anstellen.

Soziale Netzwerke sind ein Sammelbecken voll Jugendlicher und daher für die Spieleindustrie von Interesse. Meyer macht sich Gedanken, ob hier mit jungen und leicht zu beeinflussenden Gemütern gespielt wird.

Werden Jugendliche früh auf Glücksspiel gepolt? 300 200 2016-09-30 08:14:28 Online-Casino.de

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