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Wettbetrug in Spanien: Spiele der La Liga manipuliert

Schwierige Entscheidungen zum Fußball (Bildquelle)

Sportwetten sind als Hobby für Fans gedacht. Aktive haben sich beim Wetten nicht zu engagieren. Denn Fußballprofis, Manager und Trainer sind aktiv an den Sportveranstaltungen beteiligt. Sie können daher Einfluss auf das Spielgeschehen ausüben. Daher ist ihnen die Teilnahme an Sportwetten strikt untersagt. Doch in der La Liga, Spaniens Elite-Liga, soll es Absprachen gegeben haben. Am Dienstag, den 28. Mai 2019, hat die Nationalpolizei eine großangelegte Operation in Madrid, Huesca, Malaga, Valladolid und Coruna durchgeführt. Die Ermittlungen laufen hinsichtlich von Spielabsprachen.

Was ist passiert? Die Polizei hat ehemalige Spieler, aber auch Aktive verhaftet. Absprachen soll es in den ersten beiden Ligen von Spanien gegeben haben. Laut Vorwurf sollen die Beteiligten Mitglieder einer kriminellen Vereinigung sein. Das Ziel waren Profite aus Sportwetten, die auf Paarungen der Primera und Segunda Division abgeschlossen wurden. Diese Informationen gehen aus einem Artikel der spanischen Zeitung El Pais hervor.

Razzia: Mehrere Spieler der erste und zweiten Liga festgenommen

Nachspielzeit. Die Saison mag in Spanien gelaufen sein, der FC Barcelona ist Meister, doch das Nachspiel hat gerade erst begonnen. Die Razzia der Polizei ist gegenüber der französischen AFP bestätigt worden. Mehrere Festnahmen soll es gegeben haben. Darunter ist zumindest ein prominenter Name bekannt. Es handelt sich um einen ehemaligen Kicker von Real Madrid. Unter Verdacht steht hier Raul Bravo. Ein weiterer Name, der in diesem Zusammenhang genannt wird, ist Agustin Lasaosa. Der Präsident des abgestiegenen Clubs Huesca soll nämlich ebenfalls in den Skandal verwickelt sein. Als Vorwürfe stehen Korruption und Geldwäsche im Raum. Genauere Informationen zum Polizeieinsatz gibt es nicht. Bislang ist lediglich durchgesickert, dass elf Personen inhaftiert werden sollten. Sämtliche Namen sind diesbezüglich bislang noch nicht bekannt.

Und wo es den Verdacht auf Manipulationen gibt, müssen auch Spiele verschoben worden sein. Hier steht konkret die Partie zwischen Real Valladolid und dem FC Valencia unter Verdacht. Valencia gewann mit 2:0 am letzten Spieltag. Dadurch darf der Club in der nächsten Saison in der Champions League antreten. Auffällig war jedoch, dass beide Treffer durch Fehler der gegnerischen Abwehr resultiert sind. Insgesamt sollen in der abgelaufenen Spielzeit 18 Begegnungen, die inzwischen im Verdacht der Manipulation stehen. Konkret sollen es Partien sein, wo eventuell ehemalige Spieler und aktive Profis Geld in Sportwetten gesetzt haben. Und es ist nicht der erste Fall dieser Art in Spanien. Schon im Februar 2018 fanden 24 Verhaftungen statt. Damals waren Spiele der dritten und vierten Liga verschoben. Entsprechende Wetten wurden in China gesetzt.

Ermittlungen dauern an: Bereits im letzten Jahr sind die Ermittlungen gestartet. Ansatzpunkt war hierbei das Spiel in der zweiten Liga zwischen SD Huesca und Nastic. Anschließend ging die erste Anzeige wegen einer möglichen Spielmanipulation ein.

Wettbetrug: Folgende Spieler stehen unter Verdacht

Wer sind die Drahtzieher beim Wettbetrug? (Bildquelle)

In der spanischen Tageszeitung El Mundo kursieren die ersten Namen. Der ehemalige Verteidiger von Real Madrid, Raul Bravo, soll beteiligt gewesen sein. Als dreifacher spanischer Meister, griechischer Meister, Supercupsieger und Weltpokalsieger sollte der Ehemalige solche Aktionen eigentlich nicht nötig haben. Ebenfalls ist der Name Borja Fernandez von Real Valladolid gefallen. Samuel Saiz Alonso vom FC Getafe und Inigo Lopez Montana von Deportivo La Coruna sind weitere aktive Spieler, welche mit dem organisierten Betrug in Verbindung gebracht werden.

Raul Bravo wird inzwischen sogar als Kopf der Bande tituliert. Neben Agustin Lasaosa als Präsident von SD Huesca, soll auch der medizinische Leiter des Klubs, sowie zwei weitere Funktionsträger, auf der Liste der Verdächtigen stehen. Unter den Ehemaligen kommt noch der Name Carlos Aranda hinzu. Er durchlief von Real Madrid, über Numanica, Villarreal, Albasete, Sevilla, Osasuna, Levante, Zaragoza, Granada und Las Palmas einige Stationen in Spanien. Dabei bestritt er 125 Spiele und schoss 33 Tore in der zweiten spanischen Liga. Damit der Polizei alle Fische ins Netz gehen, wurden Durchsuchungen und Festnahmen an neun unterschiedlichen Standorten durchgeführt. Weitere Informationen finden sich in der Berliner Morgenpost.

Operacion Oikos: Unter diesem Decknamen fanden die Ermittlungen bezüglich des Wettbetrugs und der Spielmanipulation in Spanien statt.

Hintergründe zum Wettbetrug in Spanien

Francisco Pardo äußerte sich in seiner Position als Polizei-Generaldirektor zu den Vorfällen. Er sprach von einer Razzia gegen eine Organisation, die sich der professionellen Manipulation von Fußballspielen verschrieben hat. Die Leitung der Untersuchungen fand vom fünften Untersuchungsgericht in Huesca statt. In unterschiedlichen Teilen des Landes fanden fünf Durchsuchungen statt, die schlussendlich zu Verhaftungen geführt haben. Es besteht dringender Tatverdacht, dass Absprachen bezüglich mehrerer Spiele getroffen worden sind. Tatsächlich hat die Polizei in Spanien inzwischen sogar Videos veröffentlicht, auf denen die Durchsuchungen zu sehen sind. Es lässt sich jedoch nicht erkennen, welche Personen Ziel der Untersuchung waren.

Den Drahtziehern war es wichtig, dass die manipulierten Spiele zu Beginn und Ende einer Spielzeit stattfinden. Weiterhin ist der Ablauf der Bezahlung bekannt geworden. Zunächst wurde die Absprache getroffen. Danach gab es eine Teilzahlung vor dem Spiel. Anschließend galt es die Manipulation selber durchzuführen. Wenn das gewünschte Ergebnis eingetreten ist, gab es den zweiten Teil der Bezahlung im Anschluss an die Partie. Das Geld wechselte stets in bar seinen Besitzer. Wettbetrug findet auch beim Tennis statt.

Wettbetrug in Spanien: Spiele der La Liga manipuliert 1200 1000 2019-05-29 10:24:48 Online-Casino.de

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