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Wettbüros in Salzburg: Verschärfte Regeln?

In Österreich steht das Glücksspiel unter Beschuss. Jetzt stehen die Wettbüros im Fokus der Öffentlichkeit. Sportwetten sind beim Nachbarn ebenso beliebt wie in Deutschland. Mit einem neuen Gesetz sollen jedoch Wettkarten eingeführt werden. Livewetten stehen am Pranger und ein härteres Strafmaß soll Spieler und Betreiber abschrecken.

Fraglich ist jedoch, ob diese Sanktionen Wirkung zeigen. Häufig schon haben Verbote erst recht dazu geführt, dass etwas interessant geworden ist. Eine Ordnung, bei der der Staat profitiert und wo die Spieler vor Sucht geschützt werden, wäre vielleicht ratsamer.

Welche Änderungen stehen Salzburg ins Haus?

Warum werden Gesetzesänderungen angestrebt? Daten aus der Spielsuchtambulanz legen nahe, dass die Süchtigen schon fünf Jahre aktiv gespielt haben, bevor sie Hilfe suchen. Das durchschnittliche Profil zeigte einen Mann, im Alter von 40 Jahren, verheiratet und mitten im Beruf stehend.

Derzeit wird spekuliert, dass 5.000 Spielsüchtige in Salzburg tätig sind. Der Spiel- und Jugendschutz soll durch die Verschärfung der Gesetze gestärkt werden. Ein entsprechender Entwurf wurde zur Begutachtung eingereicht. Die Umsetzung ist für den März 2017 vorgesehen.

Ein Aspekt ist das Verbot von Livewetten. In Wien sind Tipps auf die nächste Gelbe Karte oder den kommenden Einwurf bereits untersagt. Denn hier ist hauptsächlich Glück das Maß der Dinge. Es werden Vergleiche mit Spielautomaten gezogen, die in Wien und Salzburg ebenfalls verboten sind. Ausnahmen bilden lizenzierte Geräte der Regierung, welche in den Casinos zum Einsatz kommen.

Die Wettlokale müssen den Behörden jederzeit auf Wunsch eintreten lassen. Bei einer Schließung während der eigentlichen Öffnungszeiten darf sich per Zwang Eintritt verschafft werden. Zudem soll ein elektronisches Wettbuch geführt werden. So können die Tipps vom Wettbüro und auch von den Behörden nachvollzogen werden. Fünf Jahre rückwirkend ist hier Einsicht zu gewähren. Eine Selbstsperre von Süchtigen oder Problemspielern kann eigenhändig vorgenommen werden.

Eine Fremdsperre durch das Unternehmen ist vorzunehmen, sollte die Existenz des Spielers durch sein Verhalten bedroht sein. Bei einem zweimaligen Verstoß gegen das neue Wettgesetz, soll dem Wettbüro die Lizenz entzogen werden.

Abstriche werden jedoch bei den Mindestabständen zu Kindergärten, Horten und Schulen gemacht, da diese schwer umzusetzen sind. In Wien ist ein ähnliches Gesetz in Kraft, in Tirol und Vorarlberg ebenso.

Welche negativen Konsequenzen drohen?

Der Automatenverband hat die Änderungen als ein „Pfuschgesetz“ bezeichnet. Tatsächlich können auf diesem Weg die Spieler ins Internet getrieben werden. Dort werden ebenfalls Sportwetten und Casino-Spiele geboten. Eine Sperre über das Wettbuch hätte hier keinen Effekt.

Eine moderatere Linie, welche sich auf den Spieler- und Jugendschutz ohne Verbote konzentriert, hätte dabei vielleicht einen positiveren Effekt. Verbote werden, insbesondere von der männlichen Zielgruppe der jungen Erwachsenen, nur zu gerne umgangen.

Wettbüros in Salzburg: Verschärfte Regeln? 900 445 2016-12-31 10:06:21 Online-Casino.de

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