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Wiener betonieren Glücksspielautomaten ein

Martin Hill, 14. Dezember 2015, Recht & Gesetze

Knapp ein Jahr ist das kleine Glücksspiel in Wien nun verboten. Noch immer ist die Finanzpolizei damit beschäftigt die inzwischen unerlaubt genutzten Geräte einzukassieren. Allerdings sind die Betreiber entsprechender Etablissements damit nicht einverstanden. Um den Automaten weiterhin im Gebäude zu halten, hat manch ein Betreiber seine Phantasie angestrengt.

So wurden bereits Slot-Spiele einbetoniert, um so den Abtransport hinauszuzögern. Die Beamten stehen hierbei vor dem Problem, dass sie bei einer Beschädigung mit einer Anzeige rechnen können. Die Finanzpolizei muss inzwischen auf einiges vorbereitet sein.

Was Glücksspielunternehmer sich einfallen lassen

Bevor das Einbetonieren begann, wurden die Automaten mittels Metallbügel im Boden verankert. Diese Befestigung konnte jedoch leicht abgeschnitten werden. Jetzt wird der untere Teil des Automaten, der Sockel, einfach festbetoniert.

Ein anderer Betreiber hatte einen „Schutz vor Diebstahl“ integriert. Dabei handelte es sich um ein Pfefferspray, welches bei Mitnahme ausgelöst wird. Die Beamten wussten jedoch im Vorfeld von dieser Vorrichtung und waren dementsprechend mit einer Atemschutzmaske ausgestattet.

Wenn ein Spielautomat entdeckt wird, hat die Finanzpolizei die Möglichkeit das Gerät zu versiegeln. Hier besteht jedoch das Problem, dass dieser Schutz von den Betreibern einfach entfernt wird. Die sechs Monate Haft, welche auf dieses Vergehen entfallen können, schrecken die Eigentümer nicht ab. Daher werden die Geldspielautomaten meist direkt entfernt.

Was passiert mit den beschlagnahmten Geräten?

Die Glücksspielbetreiber lassen sich die Entfernung ihrer Automaten selten ohne Widerstand gefallen. Dieser sieht zumeist eine rechtliche Überprüfung nach sich. Die Einsprüche der ehemaligen Betreiber sind aber fast durchgängig abzulehnen.

Dennoch muss erst eine Überprüfung des Einziehungsbescheids vorgenommen werden. Erst im Anschluss kann eine Vernichtung der Automaten erfolgen. Allerdings bekommen die Betreiber auch gelegentlich Recht. Dadurch erhalten sie ihr Gerät nicht zurück, können aber eine eventuelle Strafe abwenden. Das Einkassieren der Slots ist schon dann erlaubt, wenn diese in das Glücksspielmonopol eingreifen.

Die Finanzpolizei kritisiert wiederum die Behörden. Es wird bemängelt, dass von der Möglichkeit ein Etablissement zu schließen viel zu selten Gebrauch gemacht wird.

Illegale Geräte sind nach wie vor existent

Die Finanzpolizei setzt das neue Recht seit 2015 konsequent um. Dementsprechend wurden in diesem Jahr bereits 988 Razzien durchgeführt. Die Konfiszierung von über 2.000 Slots war das Ergebnis.

Auf die illegalen Geräte wird die Finanzpolizei durch Kunden oder Konkurrenten aufmerksam. Gelegentlich erfolgt sogar die Selbstanzeige eines Betreibers. Dies ist auch darauf zurückzuführen, dass für diese Menschen keine Möglichkeit besteht, die Kundschaft mit Spielsucht sperren zu lassen.

Illegal wird Glücksspiel noch häufiger bei den Anbietern von Sportwetten betrieben. Hier soll demnächst konsequent gegen vorgegangen werden.

Wiener betonieren Glücksspielautomaten ein 300 200 2016-09-23 17:36:31 Online-Casino.de

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